Nachruf

Wolfgang Frank

Plötzlich und unerwartet verstarb unser langjähriger erster Vorsitzender Wolfgang Frank.

1983 trat Wolfgang Frank in den Imkerverein Meinersen ein, von 1991 bis 2002 war er 2. Vorsitzender, 2003 übernahm er den ersten Vorsitz. Neben seiner anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit als Bergmann im Schichtbetrieb unter Tage wurde er 2007 zusätzlich 1. Vorsitzender und Kassenwart des Kreisimkervereins Gifhorn. In seiner Funktion als Gesundheitsobmann des Kreisimkervereins und ehrenamtlicher Bienenseuchenwart des Landkreises Gifhorn erfüllte er die zeitaufwendige Aufgabe, Bienenvölker bei AFB-Verdacht zu beproben und ggf. zu sanieren.

Es war Wolfgang Frank ein Anliegen, möglichst alle Imker zu einer Vereinsmitgliedschaft zu bewegen. Unermüdlich warb er neue Mitglieder an, so daß sich unter seinem Vorsitz die Anzahl der Mitglieder des IV Meinersen mehr als verdoppelte, wobei erfreulich viele Jungimker zu verzeichnen waren.

Wolfgang Frank war ein Mann der klaren Worte, der die Dinge auf den Punkt brachte und sich nicht scheute, auch Mißstände anzusprechen. Die Interessen der Imkerschaft vertrat er tatkräftig gegenüber der Politik, der Bauernschaft und in der Öffentlichkeit. Über aktuelle imkerliche Entwicklungen informierte er sich auf überregionalen Veranstaltungen und trug dieses Wissen in die Vereine. Er förderte ein lebendiges Vereinsleben, indem er Vereinsfahrten zu imkerlich interessanten Zielen organisierte und hochrangige Referenten zu den Versammlungen einlud. Durch seine vielfältigen Kontakte besuchten auch viele Nicht-Imker diese teils fachübergreifenden Vorträge. Auf regionalen Veranstaltungen zur Brauchtumspflege vertrat er den Imkerverein öffentlichkeitswirksam. Im Rahmen von Kindergartenveranstaltungen teilte er seine Begeisterung für Bienen mit den Jüngsten und führte ihnen sogar am eigenen Leibe vor, wie man professionell einen Stachel entfernt. 

Wolfgang Frank war ein Mensch voller Geschichten. Durch seinen trockenen Humor wurden aus alltäglichen Begebenheiten lustige, teils haarsträubende Anekdoten. Sein Markenzeichen war die Tabakspfeife, die niemals fehlen durfte. Er war außergewöhnlich hilfsbereit, und kümmerte sich persönlich um jedes Vereinsmitglied. Wenn Imkerkollegen krankheits- oder altersbedingt nicht in der Lage waren, ihre Völker zu versorgen, war er zur Stelle und erledigte alle anfallenden Arbeiten. Als gelernter Schlachter verwöhnte er zusammen mit seiner Frau die Gäste bei den Imker-Sommerfesten mit Köstlichkeiten vom Grill.

Über die Imkerei hinaus leistete er auf vielfältige Art einen Beitrag zum Gemeinwohl, beispielsweise als Ratsherr im Gemeinderat von Meinersen und als 1. Vorsitzender in weiteren Vereinen. Er interessierte sich für Politik und Geschichte, und unternahm gerne Reisen zu historisch bedeutsamen Orten.

Wolfgang Frank verstarb am 8.11.2018 im Alter von 67 Jahren. Er hinterläßt eine große Lücke im Imkerverein Meinersen und im Kreisimkerverein Gifhorn. Wir trauern um einen außergewöhnlich engagierten und hilfsbereiten Menschen und einen guten Freund. Wir danken ihm und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Imkerverein Meinersen und Umgegend von 1878

Kreisimkerverein Gifhorn

Landesverband Hannoverscher Imker e.V.

Der Vorstand tagt im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Der Vorstand hat anlässlich der Vorstandssitzung die Gelegenheit wahrgenommen, vor Beginn der Sitzung an einer Führung zum Thema „Bauernleben früher – Eine Zeitreise durch die Geschichte“ im Freilichtmuseum teilzunehmen.

Der Vorsitzende Jürgen Frühling eröffnete danach die Vorstandssitzung im Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ und begrüßte die anwesenden Mitglieder des Vorstandes. Das Protokoll der Vorstandssitzung in Rinteln wurde einstimmig vom Vorstand genehmigt. Es folgte der Bericht aus der Geschäftsstelle. Auch in 2018 konnte wieder eine große Zahl an Neubeitritten registriert werden, sodass die Mitglieder- und Völkerzahlen über den Stand von 2017 hinaus weiter gestiegen sind.

Der Vorsitzende berichtete im weiteren Verlauf über seine Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen. Im Mai fand ein Treffen im Landtag unter dem Vorsitz des stellvertretenden Landtagspräsidenten Frank Oesterhelweg mit dem Staatssekretär im Umweltministerium, Frank Doods, Vertretern des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds und des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. statt. Diskutiert wurden Möglichkeiten und Maßnahmen zum Schutz der Bienen- und Insektenvielfalt.

Ende August wurde Jürgen Frühling zu einer Stellungnahme im Niedersächsischen Landtag aufgefordert zum Thema „Artensterben aufhalten – Insekten schützen“. Ein Beschluss zu dem Antrag von SPD und CDU wird in Kürze erwartet.

Auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Tierproduzenten (ANT) am 06. September 2018 in Verden wurde Jürgen Frühling zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Auf dem Landeserntedankfest im Kaiserdom zu Königslutter unterstützte den örtliche Kreisimkerverein Helmstedt den Landesverband bei der Präsentation „Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit“. Es werden im Jahresverlauf immer häufiger Anfragen von den Medien zum Thema Bienen an den Vorsitzenden herangetragen.

Aus den Vereinen und dem Deutschen Imkerbund gibt es folgendes zu berichten:

Der IV Wolfsburg hat einen neuen Lehrbienenstand gegründet. Der Vorstand wünscht dem Imkerverein erfolgreiche Schulungen. Der IV Gartow hat sich aufgelöst, da der bisherige Vorstand keine Nachfolger gefunden hat. Die Vereinsmitglieder werden sich den benachbarten Vereinen anschließen.

Am 24. November findet die Vorbesprechung für die Veranstaltung „Nordhannoverscher Imkertag“ in Sittensen statt. Im März 2019 ist der Kreisimker-verein Rotenburg austragender Verein. Die Veranstaltung findet in Heeslingen statt.

Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) veranstaltet im Laufe des Jahres unterschiedliche Obleutetreffen. Der Landesverband wünscht darüber Informationen, auch wenn keine Obleute aus dem Verband teilnehmen. Der Honigobmann des Landesverbandes, Udo Kellner, berichtet von Problemen mit einigen Vereinen hinsichtlich der Honigmarktkontrolle. Er wird sich dazu mit dem D.I.B. in Verbindung setzen. Der Gesamtertrag an Honig in kg pro Volk beträgt 23,5 innerhalb des Landesverbandes für 2018.

Am 16. Februar 2019 findet die Vertreterversammlung (VV) mit Wahlen aber ohne Rahmenprogramm in Rethmar statt und wird vom KIV Hannover ausgerichtet.

Die VV in 2020 wird vom KIV Braunschweig ausgerichtet. In 2021 findet die VV in Winsen/Luhe statt. Ausrichter ist dann der KIV Harburg. Anlässlich der Kreiskonferenz am 19. Oktober 2019 stellt der Vorsitzende des KIV Helmstedt seinen Verein vor. Es wurden weitere Vorschläge für Referenten gemacht, die zu diversen Veranstaltungen des Landesverbandes in 2019 eingeladen werden sollen.

Seit diesem Jahr wird die EU/Landesmaßnahme Züchtung in Niedersachsen nicht mehr gefördert. Das weitere Vorgehen in dieser Sache wird in Absprache mit Frau Dr. Wassmuth aus dem ML erfolgen.

In 2018 wurden wieder mehr Anträge auf Rechtsschutz gestellt als in den vergangenen Jahren. Auch gab es Schadenanzeigen wegen Hochwasser- und Sturmschäden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Schäden an Bienen, die in einem ausgewiesenen Hochwassererwartungsgebiet stehen, nicht entschädigt werden. Informationen dazu gibt der Landkreis. Ein Pflanzenschutzmittelschaden, in den ein Saatzüchter verwickelt ist, wurde in Südniedersachsen gemeldet. Die endgültige Entscheidung in diesem Fall steht noch aus.

Nico Martens erkundigte sich nach der Vorgehensweise gemäß Verpackungsgesetz, wenn Imker im Neutralglas imkern. Diese Imker müssen genauso handeln wie die Imker, die im Einheitsglas des D.I.B. imkern. In beiden Fällen muss die Rücknahme der Gläser gewährleistet sein.

Die nächste Vorstandssitzung findet in Rethmar statt.

 

Marianne Fritzensmeier

 

Der Vorstand tagt im Freilichtmuseum am Kiekeberg

(von links nach rechts):

Dr. Reinhold Hergemöller, Renate Schulz-Sandhof, Jürgen Frühling, Clemens Tandler, Nico Martens, Friedrich-Karl Tiesler, Georg Klindworth, Harald Brummerloh, Marianne Fritzensmeier, Udo Kellner, Andreas Abelmann

Einladung zur Vertreterversammlung 2019

 

Herzlich willkommen!

Der Kreisimkerverein Hannover lädt herzlich zur Vertreterversammlung des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. (LHI) auf den Gutshof Rethmar ein. Der Gutshof Rethmar bietet einen über 300qm großen Saal, den Kornspeicher, ein ideales Ambiente, um eine Veranstaltung in dieser Größe durchführen zu können. Hier haben wir schon den Hannoverschen Imkertag 2018 ausgerichtet, daher dürfte der Tagungsort vielen Imkerinnen und Imkern bekannt sein.

Als Kreisimkerverein Hannover sind wir mit 13 Ortsvereinen, aktuell mit über 1.200 Mitgliedern und 7.449 gemeldeten Bienenvölkern, der größte Kreisimkerverein innerhalb des LHI. Mit einem jährlichen Mitgliederzulauf von ca. 11%  hat unser Schulungsangebot eine besondere Bedeutung. In den Bienenkundlichen Grundkursen bilden wir, wie andere Vereine auch, jährlich über 100 Jungimkerinnen und Jungimker aus. Wir stellen im Besonderen bei der praktischen Schulung den Kontakt in die Ortsvereine her, indem wir die Praxisreferenten aus den Imkervereinen des KIV-Hannover rekrutieren. Da nach der Teilnahme an einem Bienenkundlichen Grundkurs niemand ein/e fertige/r Imker/in ist, benötigen diese einen Imkerpaten. Dies kann nur in den Ortsvereinen geleistet werden. Gerne tauschen wir uns mit Vereinen aus, die an einem Schulungsaufbau interessiert sind.

Besonders freuen wir uns, dass wir für den Festvortrag am frühen Nachmittag Herrn Dr. Klaus Wallner gewinnen konnten, der sich als Wissenschaftler der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim besonders mit dem Thema Wachs beschäftigt. Unserer Meinung nach ist das Bewusstsein für Mittelwände aus sauberem und unverfremdetem Bienenwachs bei den Imkerinnen und Imkern noch zu schärfen. Da im Bienenwachs fettlösliche Wirkstoffe gespeichert und stabilisiert werden, können hier in einem hohen Maß Wirkstoffe aus der Varroabekämpfung enthalten sein, auch Wirkstoffe, die vor langer Zeit als Varroabekämpfungsmittel eingesetzt worden sind, obwohl diese heute teils nicht mehr auf dem Markt sind. Zunehmend sind Wachsverfremdungen ein Problem, da immer wieder Mittelwände auf den Markt gelangen, die z.B. mit Paraffin oder Stearin gestreckt worden sind. Dies stellt für die Bienen ein Problem dar, da diese Mittelwände entweder giftig oder durch einen herabgesetzten Schmelzpunkt ungeeignet für die Aufzucht von Bienen sind.

 

Foto (Timo Niesmak): v.l.n.r.: Siegfried Neske, Jürgen Frühling, Horst Schäfer (Vorsitzender KIV Hannover), Birgit Hagemann, Marianne Fritzensmeier

28. Kreiskonferenz in Walsrode

Der Vorsitzende des LV, Jürgen Frühling, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste und Referenten. Danach stellte der Vorsitzende das Verbandsgeschehen der vergangenen Monate vor und zeigte sich erfreut über die erneut gestiegenen Mitglieder- und Völkerzahlen. Diese Steigerung ist nicht zuletzt ein Verdienst der Imkervereine, die gute Arbeit leisten. An dieser Stelle sprach Jürgen Frühling seinen Dank an alle ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen aus. Der Versicherungsbeitrag wird auch in 2019 nicht erhöht.

 

Foto (LV): Preisträger der Honigprämierung

 

Auch in 2019 findet wieder eine Honigprämierung unter dem Vorsitz von Udo Kellner, dem Honigobmann des Landesverbandes, statt. Die Prämierung wird weiterhin im Herbst stattfinden, damit die vergebenen Münzen im Weihnachtsgeschäft genutzt werden können. 

Die Vorsitzende des KIV Lüneburg, Claudia Kutzick, stellte den Kreisimkerverein vor, dem sie seit 2016 vorsitzt. Seit 2016 bis heute kann der Kreisverein einen Mitgliederanstieg von 235 auf 310 vorweisen. Frau Kutzick berichtete über aktuelle Projekte in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Region Lüneburg und über vielfältige Aktivitäten im Verein.

Martina Janke, wissenschaftliche Mitarbeiterin im LAVES-Institut für Bienenkunde Celle, überbrachte herzliche Grüße von Dr. Werner von der Ohe, der wegen Terminüberschneidungen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Danach berichtete sie über die Arbeit im Institut. Dr. Hannes Beims hat in Celle die Prüfleitung für die AFB-Untersuchungen übernommen und die Optimierung des AFB-Nachweises durch einige Neuerungen ab 2018 vorangebracht. Dabei wird für das kulturelle Nachweisverfahren zusätzlich zu dem im Institut hergestellten Columbia-Schafblutagar ein kommerzieller Agar verwendet, der eine deutlich niedrigere Nachweisgrenze hat. Bei positivem Nachweis erfolgt die molekularbiologische Verifizierung und Differenzierung des Erregers Paenibacillus larvae mittels mqPCR. Dabei werden 2 Typen unterschieden: ERIC I und ERIC II. ERIC I zeigt typische AFB-Symptome während sich bei Infektionen durch ERIC II häufig keine fadenziehende Masse finden lässt.

Bei vielen toten Bienen im Bienenstock geht man häufig von der Varroa als Ursache aus. Zum Nachweis unterschiedlicher Bienenviren ist die PCR-Analyse notwendig, die bisher im Bieneninstitut in Kirchhain durchgeführt wird. Diese PCR-Analyse soll zukünftig auch im Bieneninstitut in Celle angeboten werden. Die PCR-Analyse bietet mehr Sicherheit bei unklarer Symptomatik und eröffnet Möglichkeiten einer Hilfestellung bei der Auswahl von Bienenvölkern für die Zucht.

Des Weiteren berichtete Frau Janke über ein EU Projekt mit dem Thema „Untersuchungen zur Belastung von Honigen mit Mikrokunststoff sowie zur Aufdeckung von Kontaminationswegen“, welches in den Jahren 2015 bis 2018 in Celle bearbeitet wurde. Ein möglicher Kontaminationsweg kann zum einen die Umwelt mit Eintrag durch die Biene selbst sein. Auch der Imker kann im Honigbearbeitungsprozess Mikrokunststoff in den Honig eintragen. Nach Aufarbeitung der Proben sollte mit Hilfe eines Spezialmikroskops mit IR-Strahlengeber (Fourier-Transform-Infrarot-(FTIR) Mikroskopie) die Anzahl der Mikroplastik < 5 mm mit einer Rastermessung bestimmt werden. Die so ermittelten Spektren wurden dann mit einer Spektrendatenbank über die im Honigbearbeitungsprozess verwendeten und andere Kunststoffe verglichen. Dabei traten mehrere Probleme auf: Es befanden sich auch nach der Aufbereitung des Honigs viele Wachsrückstände in der Probe und Wachs weist ein ähnliches Spektrum auf wie einige Kunststoffe, z. B. Polyethylen. Andere Plastikarten wiederum gingen während des Probenaufbereitungsprozesses verloren wie z. B. Polystyrol. Die Auswertung der Spektren erfolgte über eine automatische Auswertung, was zu einem sogenannten „closing“ führte. Dabei werden vereinzelte, nahe aneinander liegende Pixel zu einem Partikel zusammengeführt. Dieses führte bei den Untersuchungen teilweise zu einer Überschätzung der Partikelgrößen. Als Fazit kann man sagen, dass eine verlässliche Aussage zum Vorkommen von Mikroplastik in Honig zum derzeitigen Untersuchungsstand nicht möglich ist.

Ein neues EU-Projekt ist 2018 angelaufen zum Thema „Untersuchungen verschiedener Bienenfutter und spätblühender Trachten auf Verträglichkeit für Honigbienen sowie deren Auswirkungen auf die Überwinterungsfähigkeit von Bienenvölkern“. Es findet im ersten Jahr ein Vergleich mit 5 unterschiedlichen Futtermitteln auf die Volksentwicklung und Über-winterungsfähigkeit von Kunstschwärmen statt. In 2019 wird zusätzlich der Einfluss spät- blühender Trachten auf Ableger und Wirtschaftsvölker untersucht. Das Projekt endet in 2021.

Ein weiteres Projekt ist die Bestäubungs- und Trachtpflanzenbörse (BTB). Die Idee dabei ist, eine bessere Kooperation zwischen Imker und Landwirt zu schaffen, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Schaffung von gegenseitigem Verständnis. In diesen Zusammenhang wurde auch www.meinbienenstand.de eingebunden. Das BTB-Projekt ist in kürze unter www.bauer-imker.de zu finden.

Das Bieneninstitut Celle wird verstärkt angefragt für Stellungnahmen und Beratungen von Kommunen z. B. hinsichtlich der Verwendung von Trachtpflanzen. Im September fand im Julius Kühn-Institut in Berlin die Auftaktveranstaltung zum Fachforum „Bienen und Landwirtschaft: Synergien erforschen, Lösungen entwickeln“ statt. Ziel ist es, ein Strategiepapier für Bund, Länder, Institutionen und Verbände zu entwickeln als Anregung für Forschungsförderung und zukünftige produktive Zusammenarbeit. Auch hier ist das Bieneninstitut involviert. Des Weiteren wird das ehrenamtliche Engagement im „Netzwerk Bienenschutz“ vom LAVES durch fundierte wissenschaftliche Anleitung begleitet.

Das Trachtjahr 2018 ist geprägt von engen Trachtfolgen. Die Lindenblüte war sehr intensiv mit hohen Anteilen an Lindenblütenpollen in den Honigen. Weiterhin wurde eine starke Honigtauproduktion an Bäumen und Sträuchern beobachtet verbunden mit einem hohen Honigtauanteil in Frühtracht- und Sommertrachthonigen. Dieser Honig kann nur dann als Waldhonig bezeichnet werden, wenn tatsächlich ein Waldgebiet in der Nähe war. Ansonsten empfiehlt Frau Janke die Sortenbezeichnung „Honigtauhonig“. Frau Janke berichtete weiter, dass in 2018 mehr Pollen z.B. vom Wilden Wein oder Ilex in Honigen gefunden wurden als in anderen Jahren. Grund dafür ist, dass hohe Temperaturen Nektarfluss bei wärmeliebenden Pflanzen auslösen.

Frau Janke beendete ihren Vortrag mit Fotos vom diesjährigen Tag der offenen Tür am Bieneninstitut.

Am Nachmittag berichtete Hagen Türmer in seinem Vortrag über eine historische Spurensuche zu den Immenwällen in der südlichen Lüneburger Heide.

Der Honigobmann des Landesverbandes, Udo Kellner, überreichte die Urkunden an die Teilnehmer/-innen der Honigprämierung 2018. Für die Erzeugung des besten Honigs überreichte Udo Kellner den Preisträgern Horst Schäfer, IV Burgwedel-Isernhagen, und Peter Davidovic, IV Obernkirchen, jeweils ein Präsent.

 

Die Preisträger der Honigprämierung:

Goldene Preismünze 2018

Uwe Alpert, IV Braunschweig

Bernd Weymann, IV Marienburg, (2 x Gold)

Heiner Wicke, IV Hoya

Peter Davidovic, IV Obernkirchen

Manfred Krause, IV Hameln und Umgebung e.V.

Axel Kleindienst, IV Stade

Karsten Eckart, IV Springe

Friedhelm Kiel, IV Neustadt

Jörg Geisler, IV Neustadt

Kilian Stumpp, IV Wolfenbüttel (2 x Gold)

Claus-Volker Link, IV Stadthagen

Ilka Meyer, IV Hameln und Umgebung e.V.

Harry Wolter, IV Clenzer Schweiz

Claudia Hayes, IV Wolfenbüttel

Adrian Brodka, IV Rehburg

Richard Sander, IV Rotenburg

Rita Dodenhof, IV Rotenburg

Fabian Ulbrich, IV Peine

Gesa von Hugo, IV Göttingen

Horst Schäfer, IV Burgwedel-Isernhagen (2 x Gold)

Reinhard Pointmayer, IV Hameln und Umgebung e.V.

Georg Rothe, IV Burgwedel-Isernhagen

 

Silberne Preismünze 2018

Hans Papprott, IV Hoya

Klaus Koschnick, IV Rinteln

Jörg Stucke, IV Osterwald

Norbert Knop, IV Neustadt

Petra Nause-Alpert, IV Braunschweig

Lothar Marg, IV Stade

Elli Döbler, IV Rotenburg

Dominik Bertram, IV Winsen/Luhe

Bernd Bremeyer, IV Hameln und Umgebung e.V.

Jörg Geisler, IV Neustadt

Fabian Ulbrich, IV Peine

Bernd Weymann, IV Marienburg

Wilfried Zuraw, IV Neustadt

Heinrich Müller, IV Verden

Bernd Aldag, IV Hollenstedt

Ulli Holze, IV Wesermünde

Hansfred und Diana-Patricia Schmitt & Schmitt-Wiener, IV Hadeln

 

Bronzene Preismünze 2018

Peter Scholtz, IV Harburg-Seevetal

Anke Scholtz, IV Harburg-Seevetal

Eckart Spaethe, IV Teufelsmoor

Malte Jörn Krafft, IV Winsen/Luhe

Heiner Wicke, IV Hoya

Besuch der Belegstelle Neuenhof

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Herr Jürgen Frühling, hatte die Mitglieder des Vorstandes und Obleute zur Besichtigung der Linienbelegstelle des Züchterrings Niederelbe e.V., der Küstenbelegstelle Neuenhof, eingeladen.

Trotz leichtem Regen, Wind und kühlen 10 Grad Celsius, waren 8 Mitglieder der Einladung am

  1. Juni 2018 gefolgt.

Begrüßt und herumgeführt wurden sie von den 1. und 2. Vorsitzenden des Züchterrings Niederelbe e.V., Clemens Tandler und Horst-Dieter Fehling, sowie dem ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenmitglied des Vereins, Gerhard Eggers, und dem Belegstellenleiter Ralf Müller.

Die Linienbelegstelle blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ins Leben gerufen nach dem 2. Weltkrieg von Privatleuten gründete sich 1952 der Züchterring Niederelbe und 1969 übernahm der Kreisimkerverein Stade die Belegstelle. Nachdem der Betrieb kurzzeitig eingestellt wurde, baute der Züchterring 1972 die Belegstelle neu auf und 1975 übernahm Gerhard Eggers als Belegstellenleiter die Kontrolle der aufgestellten Kästen. Nach 44 Jahren als Belegstellenleiter und 48 Jahre im Vorstand des Züchterrings stellte er sich 2016 nicht wieder zur Wahl, sodass der jetzige Vorstand neu gewählt wurde.

Die Küstenbelegstelle Neuenhof mit der Code-Nr.: 6-12 ist eine Linienbelegstelle für Carnica. Sie liegt nahe Balje im Hörner Außendeich auf dem Gelände einer ehemaligen Marine-Flakabteilung. Von der militärischen Anlage sind nur noch Betontrümmer vorhanden. Lediglich in der Nähe ist ein noch recht komplett erhaltener Flak-Hochstand. Die Belegstelle ist an 3 Seiten durch Wasser abgesichert wodurch sie mit einer Inselbelegstelle vergleichbar ist. Die ehemalige Rassebelegstelle wurde auf eine Linienbelegstelle umgestellt, sodass dort eine gezielte Anpaarung mit Zuchtwertschätzung möglich ist. Bei den 20 aufgestellten Begattungsvölkern wurde großen Wert auf eine gute Varroatoleranz gelegt. Der neu aufgestellte Züchterring bietet Schulungen zum Thema Zucht, mit dem Schwerpunkt Praxis und Umlarvveranstaltung an. Aus 4 eigenen Prüfständen steht hervorragendes Material zur Verfügung.

Informationen zum Züchterring Niederelbe e.V. und zur Belegstelle unter www.bienenzucht.de.

Der Landesvorstand bedankte sich für die umfassenden Informationen und kam abschließend zu einem gemeinsamen Foto mit dem Vorstand des Züchterrings Niederelbe e.V. zusammen.

 

Andrea Plambeck

 

Foto: LV

Ministerempfang in Verden /Aller, Hotel Niedersachsenhof am 31. Mai 2018

Für den 31. Mai 2018 hat die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast, neben Vertretern des Landesverbandes Hannoverscher Imker e. V. und des Landesverbandes der Imker Weser Ems e. V. die Verbände der Rassengeflügelzüchter und Rassenkaninchenzüchter zu einem Empfang im Hotel „Niedersachsenhof“ in Verden eingeladen. Neben der Ministerin waren Frau Dr. Johanne Waßmuth, Professor Dr. Ludwig Theuvsen und Dr. von der Ohe erschienen.

Zu diesem Gedanken- und Informationsaustausch begrüßte Ministerin Otte-Kinast 38 Gäste. Sie freute sich auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit den Verbänden und versprach, sich der Nöte und Wünsche der Kleintierzüchter anzunehmen.

Der Vertreter der Rassenkaninchenzüchter wies darauf hin, dass der Vertreter seines Nachbarverbandes noch im Stau stecke und daher später zu Wort kommen müsse.

Die Probleme der Rassekaninchen- und Geflügelzüchter sind die z.T. seuchenartig auftretenden Tierkrankheiten, für die teurer Impfstoff beschafft werden müsse. Die Kosten und die mit der Krankheitsbekämpfung im Zusammenhang stehenden Erschwernisse hätten Vereinsaustritte und damit den Verlust von Züchtern zur Folge.

Ein gemeinsames Problem sei auch in der Tatsache zu sehen, dass in Wohngebieten für die artgerechte Haltung notwendigen Zuchtställe nicht genehmigt würden. Außerdem würden die Gemeinden oft keine Turnhallen für Ausstellungszwecke zu Verfügung stellen.

Für die Imker wurden die Vertreter der Landesverbände der Imker Weser Ems, Dr. Erpenbeck und Hannover, Jürgen Frühling, aufgefordert, die Anliegen der Imker darzustellen.

Die Entwicklung der Mitgliederzahlen in beiden Verbänden sei sehr erfreulich. Die Schulungskurse seien ausgebucht. Man versuche auch, auf ehrenamtlicher Basis landwirtschaftliche und gartenbauliche Kurse um das Thema Bienen zu bereichern, da diese Thematik in den Lehrplänen nicht vorgesehen sei, aber Grundkenntnisse für das gegenseitige Verständnis notwendig seien. Angeregt wurde, die „grenzüberschreitende“ Zusammenarbeit der Veterinärämter verschiedener Bundesländer zu verbessern.

Bei der Pflege öffentlicher Flächen müsse auf die Erhaltung von insektenfreundlichen Pflanzen geachtet werden.

Es folgten Hinweise auf die Notwendigkeit, den Aussaattermin für Blühstreifenmischungen zu verschieben. Außerdem sei im Bieneninstitut Celle wegen Überlastung der Herren Lau und Eich ein weiterer Bienenzuchtberater notwendig.

Als problematisch sah Frühling das Vorgehen der Eichämter auch bei Kleinimkern an.

Die Ministerin äußerte sich positiv zu den Anliegen der Imker. Die Nutzung öffentlicher Flächen und mancher Vorgärten sei nicht immer gut. Insbesondere beklagte sie die mit Platten oder Gestein zugepflasterten Vorgärten.

Für die Planstelle eines dritten Bienenzuchtberaters wolle sie sich einsetzen. Die Frage des Aussaattermins sei problematisch, weil insoweit das Umweltministerium und auch die EU mitzureden habe. Die Ausbildung von Sachverständigen müsse vorangetrieben werden. Ihr sei auch unverständlich, dass bei der Ausbildung von Landwirten das Thema Imkerei ausgespart sei.

Die Mess- und Eichämter folgten gesetzlichen Vorgaben und dienten dem Verbraucherschutz.

Professor Dr. Theuvsen äußerte zu der Frage des Aussaattermins für Blühstreifen, dass die spätere Bearbeitung der Flächen Probleme für am Boden brütende Vögel bereite, weil die dann in dem schon häufig aufgenommenen Brutgeschäft gestört werden würden.

Als ein gemeinsames Problem der sechs Verbände wurde die neue 

„Datenschutzgrundverordnung“

angesehen, die in immer noch unübersichtlicher Weise viel Arbeit machen wird.

Cord Henry Lankenau

Verden, 2. Juni 2018

 

Foto: Clemens Tandler

Von links nach rechts:

Wolfgang Frank (KIV Gifhorn), Prof. Dr. Ludwig Theuvsen (ML), Jürgen Frühling, Barbara Otte-Kinast (Ministerin), Renate Schulz-Sandhof, Dr. Werner von der Ohe (LAVES), Dr. Johanne Waßmuth (ML)

Der stellv. Landtagspräsident diskutiert mit Vertretern der Kommunen und des Landesverbandes

Am 14. Mai fand im niedersächsischen Landtag in Hannover ein Treffen mit Vertretern des niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds, des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. und dem Umwelt-Staatssekretär Frank Doods statt. Zu dem Treffen hatte der stellvertretende Landtagspräsidenten Frank Oesterhelweg eingeladen.

Nach einer kurzen Begrüßung gaben Frank Oesterhelweg und Andreas Memmert, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla, einen Überblick über bereits bestehende Maßnahmen und erfolgreich durchgeführte Veranstaltungen zum Schutz der Bienen-und Insektenvielfalt. Die Projekte sollen hauptsächlich darauf hinwirken, dass den Bienen und anderen Insekten auch im Spätsommer in den Monaten August und September noch genügend spätblühende Pflanzen für ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk will man dabei auf intakte und blühende Wegstreifen und Feldränder richten, die Schutz und Lebensraum nicht nur für Insekten bieten.

Vertreter der Kommunen weisen darauf hin, dass die Angebote einfach gehalten werden müssten und mit Begleitkampagnen für eine bessere Akzeptanz in der Bevölkerung geworben werden müsse. Memmert und Oesterhelweg möchten mit weiteren Veranstaltungen vor allem an die Kommunen appellieren, blühende Wegstreifen zu erhalten und möglichst weiter auszubauen. Auch bei Programmen wie Dorferneuerung und Städtebauförderung muss immer wieder auf die Problematik hingewiesen werden und Anregungen zur Anpflanzung von spätblühenden Sträuchern gegeben werden. Mit Platten und Gestein zugepflasterte Vorgärten und öffentliche Flächen wirken der Sache entgegen. Öffentlichkeitsarbeit, wie sie die Gemeinde Schladen-Werla unter Leitung der Umweltbeauftragten Ute Kabbe schon seit 2015 richtungsweisend ausübt, kann hier ggfs. eine Änderung der Sichtweise bewirken.

Jürgen Frühling, gab zu bedenken, dass bei der Pflege öffentlicher Flächen auf die Erhaltung insektenfreundlicher Pflanzen geachtet werden müsse. Außerdem warb er für eine bessere Vernetzung der Landschaft und plädierte für mehr naturbelassene Wegränder, Feldrandstreifen und Hausgärten.

Abschließend fasste Staatssekretär Doods alle diskutierten Punkte noch einmal zusammen und betonte dabei die Bedeutung der Kompromissbereitschaft aller Verantwortlichen. Der Dialog soll fortgesetzt werden. Oesterhelweg schlägt vor, das nächste Treffen zum Thema vor Ort in Schladen-Werla zu veranstalten.

Marianne Fritzensmeier

 

Foto LV: Bürgermeister Andreas Memmert, stellv. Landtagspräsident Frank Oesterhelweg und Staatssekretär im Umweltministerium Frank Doods mit Vertreterinnen und Vertretern des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds und des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. vor dem Niedersächsischen Landtag.

Vortragsveranstaltung ANT in Verden

Forum Tierzucht und Tierhaltung der Arbeitsgemeinschaft Nds. Tierproduzenten

Die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Tierproduzenten (ANT) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Zuchtorganisationen, Fach- und Beratungseinrichtungen auf dem Gebiet der Tierischen Erzeugung im Gebiet der LWK Niedersachsen mit dem Ziel, die Anliegen und Interessen der Verbände und damit ihrer Mitglieder zu bündeln. Gleichzeitig wird mit der ANT das Ziel verfolgt, die Tierhalter und Tierzüchter gegenüber den Verbrauchern, der Politik und dem zuständigen Ministerium mit einer einheitlichen Meinung zu vertreten. Derzeit haben sich in Niedersachsen 32 Organisationen der „Dachorganisation“ ANT angeschlossen.

Mitte März hatte die ANT Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Frau Barbara Otte-Kinast zu einer Vortragstagung mit anschließender Diskussionsrunde eingeladen. Der Vorsitzende Willoh freute sich über die gute Beteiligung und konnte etwa 60 ehrenamtliche bzw. hauptamtliche Vertreter verschiedener Organisationen begrüßen. Besonders begrüßt wurde neben Ministerin Otte-Kinast auch der Vizepräsident der LWK Niedersachsen, Hermeling. Hermeling hob die Bedeutung der tierhaltenden Einrichtungen der LWK in Echem, Wehnen und Quakenbrück für die Ausbildung und für die Durchführung von neutralen Versuchen in der tierischen Veredelung hervor. Er bedankte sich bei den Vertretern der Tierzucht, die häufig auch in Gremien der LWK mitarbeiten und hier ihre praktischen Erfahrungen einbringen. Dr. Diekmann hob als Leiter des Unternehmensbereichs Tier der LWK die Bedeutung der Tierhaltung und Tierzucht in Niedersachsen hervor. Niedersachsen ist in vielerlei Hinsicht das Agrarland Nummer 1 in Deutschland und die Landwirtschaft ist hier hinter der Automobilindustrie der wichtigste Wirtschaftszweig. Dr. Diekmann präsentierte eine nach Tierarten getrennte Aufstellung mit über 100 Zuchtorganisationen, Besamungsstationen und Embryotransfereinrichtungen. Einige davon werden im Rahmen von Beratungsverträgen von der LWK betreut. In sieben Kurzvorträgen stellten Experten der einzelnen Nutztiersparten ihre Arbeitsschwerpunkte und Herausforderungen der Zucht, Haltung und Leistungsprüfung vor und sprachen auch aktuelle Themen und Wünsche gegenüber der Ministerin an:

  • Pferdezucht und-sport (Dr. Werner Schade, Verden)
  • Rinderzucht und Milchleistungsprüfung (Dr. Josef Pott, Verden)
  • Schweinezucht und-haltung (Dr. Torsten Staack, Damme)
  • Schaf- und Ziegenzucht, Damtierhaltung (Klaus Gerdes, Oldenburg)
  • Geflügelhaltung (Dieter Oltmanns, Oldenburg)
  • Bienenhaltung (Jürgen Frühling, Hannover)
  • Fischerei (Volkmar Hinz, Hannover)

Natürlich waren die vorgetragenen Themen und Probleme sehr vielfältig und unterschiedlich, aber Themen wie Strukturwandel, Bürokratie, Tierschutzplan, Biosicherheit, Düngeverordnung, Weideprämie (Agrarförderung), ausländische Konkurrenz (Wirtschaftlichkeit) und Probleme mit dem Wolf wiederholten sich und wurden von mehreren Referenten vorgetragen. Was für die Weidetierhalter der Wolf, ist für die Fischerei der Kormoran und neuerdings auch der Fischotter. Die Haltung von Bienen ist derzeit sehr populär. Frühling berichtete von einem Anstieg bei der Zahl der Mitglieder in den Imkervereinen und einer Zunahme der Zahl der Bienenvölker.

Ministerin Barbara Otte-Kinast bedankte sich für die Ausführungen. Sie wies aber auch auf die schwindende gesellschaftliche Akzeptanz gerade auch der intensiven Tierhaltung hin. Große Teile der Bevölkerung sprächen sich für eine Agrarwende aus und begründeten dies zum einen mit den negativen Auswirkungen der Tierhaltung auf die Umwelt (Immissionen, Klimawandel, Überdüngung) und zum anderen mit den Haltungssystemen in der intensiven Tierhaltung und den Eingriffen am Tier. Gemeinsames Ziel müsse eine nachhaltige Landwirtschaft sein mit einer effizienten, aber auch schonenden Nutzung der Ressourcen. Sie stellte einige Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen vor, betonte aber auch, dass viele Entscheidungen gar nicht in einem Bundesland, sondern nur bundesweit und in Abstimmung mit anderen EU-Ländern getroffen werden könnten. Otte-Kinast betonte, dass die Tierische Erzeugung in Niedersachsen wichtig ist und auch bleiben soll. Dazu müsse sie weiterentwickelt und die benannten Problemfelder bearbeitet werden. Gemeinsam müsse die gesellschaftliche Akzeptanz wieder erreicht werden. Hier gilt es zusammen mit den Landvolk und den Landfrauen gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen. Aber hierzu kann auch jeder Landwirt und Tierhalter beitragen, in dem die Hoftüren geöffnet und Schulklassen und Kindergärten eingeladen werden, um gerade junge Menschen frühzeitig mit Themen der Tierhaltung und der Erzeugung ihrer Lebensmittel zu konfrontieren. Die Ministerin erklärte, dass nicht nur die Weidetierhalter, sondern auch die ländliche Bevölkerung insgesamt große Sorgen mit der ungehinderten Ausbreitung der Wolfspopulation und den zunehmenden Nutztierrissen hätten. Sie versprach, das Thema Wolf gemeinsam mit Umweltminister Lies auch bei der EU vorzutragen und ein aktives Wolfsmanagement einzufordern. Der Vorsitzende Willoh bedankte sich für die offenen und aufmunternden Worte der Ministerin und kündigte an, dass die ANT zum Thema Wolf und Weidetierhaltung eine eigene Veranstaltung plane.

Klaus Gerdes, LWK Niedersachsen

 

Bildunterschrift: (Foto: LV) Diskutierten in Verden gemeinsam mit Ministerin Barbara Otte-Kinast über Themen der Tierzucht und Tierhaltung: Klaus Gerdes, Jürgen Frühling, Dieter Oltmanns, Hermann Hermeling, Volkmar Hinz, Dr. Werner Schade, Ministerin Barbara Otte-Kinast, Dr. Torsten Staack, Wilhelm Willoh, Dr. Ludwig Diekmann.

 

53. Nordhannoverschen Imkertag

Der 53. Nordhannoversche Imkertag wurde durch den Kreisimkerverein Cuxhaven ausgerichtet und fand am Sonntag, den 18. März 2018, im Schützenhaus in Tostedt statt.

Das Rahmenprogramm bildete eine Verkaufsausstellung rund um die Imkerei.

Der Vorsitzende des Landesverbands Hannoverscher Imker, Jürgen Frühling, ging in seiner Eröffnungsrede vor rund 250 Imkerinnen und Imkern auf die Erfolge des Landesverbandes im Jahre 2017 ein. Insgesamt wurden 365 Neueinrichtungen von Bienenständen der Nachwuchsimker gefördert. Die Schulungsmaßnahmen des Verbandes wurden von insgesamt 8.983 Teilnehmern besucht. Eine erfreuliche Entwicklung nahm auch die Zahl der Mitglieder im LV Hannoverscher Imker. Sie stieg auf 7.693, was einer Zunahme von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Herr Frühling dankte in diesem Zusammenhang insbesondere auch jenen Imkerinnen und Imkern, die zwar aus gesundheitlichen oder Altersgründen die Bienenhaltung aufgegeben haben, aber trotzdem noch dem Verband durch ihre Mitgliedschaft die Treue halten und dadurch ihre Verbundenheit ausdrücken.

Als besonderes Problem stellte er die Pollenversorgung der Bienen im Spätsommer dar. Hier sei auf regionaler Ebene durch die diversen Blühstreifenprogramme schon einiges erreicht worden, jedoch das mögliche Potential noch nicht ausgeschöpft. Dieses könne trotz durchaus in einigen Bereichen kritisch geführter Auseinandersetzungen nur gemeinsam mit der Landwirtschaft erfolgen. In diesem Zusammenhang betonte der Landesvorsitzende, dass flächendeckende Untersuchungen von Honigproben gezeigt hätten, dass dieser nicht mit Glyphosat belastet sei.

Auf einen besonderen die Imker betreffenden Aspekt der Digitalisierung ging Herr Frühling am Ende seiner Ausführungen ein. Er betonte, dass der Kauf von Mittelwänden im Internet, insbesondere bei dubiosen Anbietern, nicht unbedingt zur Qualitätsverbesserung dieser beigetragen haben. Zum Schluss wünschte er allen einen erfolgreichen Start in die neue Bienensaison.

Der Vorsitzende des ausrichtenden KIV Cuxhaven, Uwe Frommhold, begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über den Ablauf der Veranstaltung.

Die beiden Hauptredner Professor Dr. Menzel aus Berlin und Professor Dr. Münstedt aus Offenburg hatten kurz vor Beginn der Veranstaltung absagen müssen, da ihre Anreise mit der Bahn witterungsbedingt unmöglich wurde. Ein besonderer Dank gilt deshalb an dieser Stelle Herrn Gärtner- und Imkermeister Bernhard Jaesch aus Springe, der sich spontan und ohne zu zögern bereit erklärte einen Vortrag über Bienenweidepflanzen zu halten.

Herr Frommhold hielt einleitend ein Referat zum Thema „Bienenvergiftungsschaden – was ist zu tun?“. Hierbei hob er hervor, dass nicht jeder Vergiftungsschaden auf Pflanzenschutzmittel zurückzuführen sei, sondern auch andere Ursachen zu Vergiftungssymptomen führen können, wie z.B. Überdosierung von Tierarzneimitteln, ungeeignete Holzschutzmittel und Anstriche an den Beuten oder Umweltgifte. Erschwert wird das Auffinden möglicher Quellen für Vergiftungen durch den großen Flugradius der Sammlerinnen – er deckt eine Fläche von bis zu 80 km² ab – und unsere teilweise sehr feingegliederte Landschaft.

Nach einem kurzen Ausflug in die gesetzlichen Grundlagen des Pflanzenschutzrechts und des Bienenschutzes ging es zum verfahrenspraktischen Verhalten bei einem Bienenvergiftungsschaden. Hierbei wies der Vortragende auf ein auch im Internet veröffentlichtes Merkblatt des Bieneninstituts Celle hin (Informationsschreiben Nr. 64), das in diesem Fall sehr hilfreich sein kann. Die Auswertung der sichergestellten Proben erfolgt seit 2016 durch das Institut für Bienenschutz am Julius Kühn Institut in Braunschweig. Erforderliche Antragsformulare können von der Internetseite des Instituts heruntergeladen werden.

Im Anschluss hielt der Imkerkollege Thomas Krieger einen sehr informativen Vortrag zum Thema „Imkern in der Großstadt am Beispiel von Hamburg“. Herr Krieger ist erster Vorsitzender des IV Harburg-Wilhelmburg und Mitglied im Vorstand des Imkerverbandes Hamburg e.V. Er berichtete, dass sich die Imkerei in der Stadt Hamburg in einem stetigen Wachstum befindet. Alle 12 Imkervereine in Hamburg haben einen erheblichen Zulauf an Mitgliedern. Dieses bringt natürlich auf Grund der engen Besiedelung besondere Probleme mit sich. Es ist daher erforderlich im Kontakt mit den nichtimkernden Nachbarn verstärkt Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Aufstellung der Bienenvölker führt insbesondere dann zu Problemen, wenn sie auf Terrassen, Balkonen oder in Kleingärten erfolgt. Die Honigerträge im Hamburger Stadtgebiet können durchaus mit denjenigen im ländlichen Raum mithalten, leider ist dieses auch bei den Problemen mit den einschlägigen Bienenkrankheiten der Fall. Varroose und AFB gibt es auch in der Stadt.

Der in der Stadt geerntete Honig ist kaum mit Pestiziden belastet, was darauf zurückgeführt wird, dass es keinen flächendeckenden Einsatz gibt. Auch die Belastung mit PAK's und Schwermetallen liegt unter den Grenzwerten.

Einen sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Vortrag hielt der Gärtner- und Imkermeister Bernhard Jaesch aus Springe. Er referierte ausführlich über die heimischen Trachtpflanzen. Von den 227 heimischen Gehölzen sind nur 80 für Bienen interessant, da sie Blüten ausbilden und den Bienen Honig und Nektar anbieten. Er wies darauf hin, dass diese Pflanzen jedoch nicht nur für unsere Bienen besonders wertvoll sind, sondern auch für eine Reihe weiterer Insekten, da die Blätter ihnen als Nahrung dienen. Viele Schmetterlinge würde es ohne diese Gehölze gar nicht geben. Für den Zuhörer war es sehr informativ zu erfahren, welche Pflanzen für die Bienen interessant sind. Die Ausrichter hoffen, dass trotz der Pannen mit der Anreise der beiden Referenten die Besucher doch Gefallen an der Veranstaltung gefunden haben und im nächsten Jahr wieder den Nordhannoverschen Imkertag besuchen werden.

Uwe Frommhold

Foto: Detlef Sodtke

von links nach rechts: Jürgen Frühling, Thomas Krieger, Uwe Frommhold, Bernhard Jaesch

Protokoll der Vertreterversammlung am 17. Februar 2018 im Brückentorsaal, Pferdemarkt 12, 31757 Rinteln

Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste
Stimmenzahlen: Kreisimkervereine: 19, Imkervereine: 93
Tagesordnung: siehe Einladung

 

Top 1: Eröffnung, Begrüßung

Die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Renate Schulz-Sandhof eröffnet die ordentliche Vertreterversammlung. Sie vertritt in diesem Jahr den Vorsitzenden Jürgen Frühling, der aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. Sie bedankt sich für die Organisation und Gastfreundschaft des Imkervereins Rinteln.

Im Anschluss bedankt sie sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, den Mitarbeitern des LAVES-Instituts für Bienenkunde Celle und den Mitarbeitern des Deutschen Imkerbundes sowie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Ministerien und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des Landesverbandes.

Frau Schulz-Sandhof begrüßt namentlich hochrangige Gäste und die anwesenden Mitglieder der Imkervereine, alte und neue Vorstandskollegen sowie Klaus Koschnick als Organisator der Veranstaltung. Weiter namentlich begrüßt werden Frau Xandia Stampe aus Berlin als Vertreterin des Deutschen Bienen Journals und Frau Claudia Leiß, Mitarbeiterin des Versicherungsunternehmens Gaede & Glauerdt.

 

Top 2: Grußworte

Der Vorsitzende vom IV Rinteln, Klaus Koschnick, begrüßt die Teilnehmer der Vertreterversammlung und gibt im Vorfeld der Veranstaltung einige organisatorische Hinweise Im Anschluss spricht er einige Grußworte zum 125-jährigen Jubiläum des Vereins.

Weitere Grußworte halten der Bürgermeister der Stadt Rinteln, Thomas Priemer, der Vizepräsident des Nds. Landtags, Frank Oesterhelweg, die Redakteurin des deutschen Bienenjournals, Xandia Stampe, Dirk Adomat, MdL Niedersachsen, der Leiter des LAVES-Institut für Bienenkunde Celle, Dr. Werner von der Ohe, Lothar Lucke, Vorsitzender Landesverband Brandenburgischer Imker e.V. und der stellvertretende Vorsitzende des NABU Niedersachsen, Nick Büscher.  

 

Top 3: Totengedenken

Die stellvertretende Vorsitzende bittet die Mitglieder der Vertreterversammlung sich zu Ehren der Verstorbenen zu erheben und nennt stellvertretend die Namen von im Berichtszeitraum verstorbener Mitglieder und Persönlichkeiten:

Otto Lüder, langjähriger Vorsitzender im IV Rinteln
Hermann Hilmer, IV Eimke
Heinrich Otten, IV Salzhausen
Prof. Dr. Job van Praagh, IV Celle-Stadt und Bieneninstitut Celle
Johannes Wipper, IV Ambergau
Wolfgang Schwitzing, IV Teufelsmoor

 

Top 4: Ehrungen

Der Imkerverein Hannover Süd erhält wie im letzten Jahr einen Gutschein über 50,- Euro für die höchste Anzahl Neubeitritte im Landesverband. Der Vorsitzende Hubert Rolfes nimmt den Preis entgegen.

Der Imkerverein Ebstorf hat den höchsten prozentualen Mitgliederzuwachs. Die Übergabe des Preises, ein Gutschein in Höhe von 50,- Euro, erfolgt an den Vorsitzenden Hartmut Oldenburg.

Volker Mehlig, Vorsitzender KIV Goslar, wird mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet und Joachim Brendel, Vorsitzender IV Springe, wird mit der Lehzen-Medaille geehrt. Beide wurden damit für ihre langjährigen Verdienste im Imkerverein und Landesverband ausgezeichnet.

 

Top 5: Aussprache zu den Jahresberichten

Die stellvertretende Vorsitzende stellt die in den Tagungsunterlagen enthaltenen Berichte der Obleute zur Diskussion.

Udo Kellner, Obmann für Markt- und Honigfragen Landesverband, teilt in Ergänzung zu seinem Jahresbericht mit, dass die Beanstandungen in Höhe von 22 % im Rahmen der Honigmarktkontrolle auch daraus resultieren, dass vom Handel Deckeleinlagen ohne das D.I.B. Logo zum Kauf angeboten werden. Die Verwendung dieser falschen Deckeleinlagen führt dann zum Ausschluss. Udo Kellner spricht seinen Dank an alle Kreishonigobleute aus für die geleistete Arbeit. Von 100 angesetzten Proben wurden 96 gezogen!

Ab 2019 gibt es Änderungen in der VerpackungsVO, dann muss für die Entsorgung der Honiggläser eine Gebühr bezahlt werden, es sei denn der Imker macht auf die Rücknahmemöglichkeit deutlich aufmerksam. Bei der Nutzung von Pfandgläsern entfällt die Gebühr.  

Die Überprüfung der Imker durch die Eichämter wurde laut Udo Kellner wieder auf ein normales Maß zurückgefahren.

Auf die Nachfrage aus dem Auditorium, ob man nicht darauf einwirken könne, dass die Klebung der Gewährverschlüsse geändert wird, antwortet Udo Kellner mit einem Reinigungs- Tipp für Honiggläser.

Cord Henry Lankenau, Obmann für Rechtswesen im Landesverband, weist noch einmal daraufhin, dass Bienenstöcke keine baulichen Anlagen sind und daher auch keiner Genehmigung bedürfen. Anders verhält es sich mit Bienenhäusern. Hierzu gibt es unterschiedliche rechtliche Auffassungen. Herr Lankenau wendet sich an die Gäste aus der Politik und bittet darum, die Bienenhäuser im Anhang der Bauordnung aufzunehmen, in dem die Ausnahmen eingebunden werden. Er weist auch darauf hin, dass Bienenhaltung in reinen Wohngebieten nach Baurecht nicht gestattet ist. Für bedenklich hält er außerdem die Bienenhaltung auf Balkonen in Stadtgebieten. In diesen Fällen hat der Vermieter ggf. die Möglichkeit, die Bienenhaltung nach Mietrecht zu verbieten.

Imkervereine, die gemeinnützig werden wollen, müssen in einer eigenen Satzung die Gemeinnützigkeit festlegen und nach dieser Satzung handeln. Erst dann dürfen Spenden angenommen werden, die aber innerhalb des darauffolgenden Jahres ausgegeben werden müssen.

Der Obmann für Medien im Landesverband, Harald Brummerloh, weist darauf hin, dass Powerpoint Präsentationen z. B. für Schulungszwecke bei ihm angefordert werden können. Es lagern bei ihm auch noch alte Film, Folien und Videokassetten, die aber nicht mehr angefordert werden. Man muss zeitnah eine Entscheidung treffen, was damit geschehen soll.

Der Obmann für Zuchtwesen im Landesverband, Friedrich-Karl Tiesler, teilt mit, dass der D.I.B. einen Antrag auf Fördermittel beim BML für ein VSH-Projekt gemeinsam mit den Bieneninstituten, der AGT, der GdeB und der Arista-Stiftung gestellt hat.

Immer mal wieder gibt es Nachfragen nach alten heimischen Bienen, die es aber hier nicht mehr gibt. Werden dann diese Bienen importiert, kann es bei Verkreuzung zu aggressiven Bienenvölkern kommen. Auch sollte bedacht werden, dass Importe oft die Gefahr der Einschleppung von Krankheiten bergen. F.-K. Tiesler weist auf die Züchtertagung in Celle am 25.02.2018 hin und auf die am 03.03.2018 stattfindende Versammlung der Gesellschaft der Freunde des Bieneninstituts.

Zu weiteren Berichten gibt es keine Fragen oder Anmerkungen.

 

Top 6: Abnahme der Jahresrechnung 2017

Renate Schulz-Sandhof stellt die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2017 vor.

Es gibt keine Fragen zur Jahresrechnung.

 

Top 7: Entlastung des Vorstandes

Die stellvertretende Vorsitzende gibt bekannt, dass die sachliche Prüfung am 11.01.2018 in der Geschäftsstelle des Landesverbandes durch die gewählten Kassenprüfer Volker Mehlig, KIV Goslar, und Klaus Koschnick, IV Rinteln, stattgefunden hat und bittet Volker Mehlig den Prüfungsbericht vorzutragen.

Herr Mehlig bescheinigt der Geschäftsstelle in seinem Prüfbericht eine ordnungsgemäße Arbeit und bittet danach die stimmberechtigten Mitglieder zur Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung, die einstimmig erteilt wird.

 

Top 8: Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2019

Der Haushaltsvoranschlag wird von dem Obmann für Rechtswesen im Landesverband, Cord-Henry Lankenau, vorgestellt. In die Planung sind die aktuellen Mitglieder- und Völkerzahlen eingeflossen. Der Haushaltsvoranschlag und die Beitragsordnung für 2019 werden einstimmig angenommen.

 

Top 9: Wahlen:

            Top 9.1: Kassenprüfer(in)

Turnusgemäß scheidet Volker Mehlig als Kassenprüfer aus. Vor dem Hintergrund, dass die nächste Vertreterversammlung vom KIV Hannover ausgerichtet werden soll, schlägt Reinhold Hergemöller den Vorsitzenden des KIV Hannover, Horst Schäfer, als 2. Kassenprüfer vor. Er wird einstimmig gewählt und nimmt die Wahl an.

 

Top 10: Anträge

Der Vertreterversammlung lagen keine Anträge vor.

 

Top 11: Mitteilungen, Anfragen

Frau Leiß, Mitarbeiterin der Versicherungsagentur Gaede & Glauerdt, gibt einige Informationen zur Imker-Versicherung:

In 2017 haben die Diebstahlschäden im Landesverband deutlich zugenommen gegenüber 2016, nämlich von 17 auf 30. Zum Vergleich erfolgten bundesweit in 2016 220 Diebstahlschäden und 2017 gab es eine Steigerung auf 280.

Eine deutliche Zunahme ist seit 2016 bundesweit bei Sturmschäden zu verzeichnen:

2016    65 Schadensfälle

2017    185 Schadensfälle

2018    70 Schadensfälle im Januar und Februar

Aber die gute Nachricht lautet, es ist keine Prämienanpassung erforderlich.

In 2017 gab es im Landesverband 2 bei der Versicherung eingereichte Fälle auf Bienenvergiftungen durch Pflanzenschutzmittel. In beiden Fällen konnte der Nachweis nicht erbracht werden, sodass kein Versicherungsfall eingetreten ist.

Mit Pflanzenschutzmitteln kontaminierte Honige sind nur dann versichert, wenn dem Anwender der Mittel eine Vorschriftswidrigkeit beim Einsatz nachgewiesen werden kann oder das eingesetzte Mittel nicht zugelassen ist.

Dr. Werner von der Ohe ergänzt dazu auf Nachfrage von Cord-Henry Lankenau, dass ein Honig, der nicht verkehrsfähig ist, weder mit nicht kontaminierten Honigen vermischt noch anderweitig verwendet werden darf. Im Gegensatz dazu ist ein Mischen von mit PAs kontaminierten Honigen mit unbedenklichen Honigen möglichen, da es für PAs keine Grenzwerte gibt sondern lediglich Empfehlungen.

Die Anfrage von Christian-René Temme (IV Wolfsburg) nach der weiteren Vorgehensweise, sollte sich der Kleine Beutenkäfer weiter ausbreiten, beantwortet Dr. Werner von der Ohe wie folgt: Bei einem erstmaligen Auftreten kann man durch Abtöten der Bienenvölker einer weiteren Ausbreitung entgegenwirken. Ist der Kleine Beutenkäfer allerdings eingewandert, hilft nur die Beobachtung der Bienenvölker und evtl. Bekämpfungsmaßnahmen. Die Vorgehensweise ist dann ähnlich wie bei der Varroa. Dr. von der Ohe warnt eindringlich vor der Einfuhr von Bienen aus Italien (Kalabrien und Sizilien), wo der Vorratsschädling schon große Probleme bereitet. 

 

Top 12: Schlusswort

Frau Schulz-Sandhof bedankt sich beim IV Rinteln unter dem Vorsitz von Klaus Koschnick für die gute Organisation der Vertreterversammlung und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen guten Appetit und verweist auf die am Nachmittag stattfindenden Festvorträge.

Für das laufende Imkerjahr wünscht sie allen Imkerinnen und Imkern Glück, Gesundheit und volle Honigtöpfe und schließt die Versammlung um 12.45 Uhr.

 

Nach der Mittagspause wird das Programm durch 2 Festvorträge fortgesetzt.

Anlässlich der Jubiläumsfeier des IV Rinteln gibt der Vorsitzende einen „Rückblick auf 125 Jahre Imkerverein Rinteln“.

Dr. Pia Aumeier von der Ruhr-Universität Bochum referiert danach zum Thema:

„Bedeutung der Honigbienen und anderer Hautflügler im Naturhaushalt auf die Honigproduktion“

 

Am Vortag fand traditionsgemäß eine Vorstandssitzung statt.

Renate Schulz-Sandhof                                  Marianne Fritzensmeier
2. Vorsitzende Geschäftsführerin

 

Foto: Nicola Kreimeier

Ehrengäste der Vertreterversammlung 2018 in Rinteln

Niedersächsische Züchter tagten in Celle

Jürgen Frühling und Zuchtobmann F.-K. Tiesler konnten zu der diesjährigen Züchtertagung am Bieneninstitut in Celle neben den niedersächsischen Züchtern auch Gäste aus den Niederlanden, von der Vereinigung niederländischer Carnica-Züchter sowie aus den Nachbarverbänden Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Westfalen-Lippe begrüßen. Mit vielen Züchtern aus den Verbänden besteht seit Jahren eine enge Zusammenarbeit.

Nach der Begrüßung durch Jürgen Frühling ging K.-F. Tiesler auf die Zuchtergebnisse des vergangenen Jahres ein. So wurden die Inselbelegstellen in den LV Hannover und Weser-Ems mit 11.046 Königinnen beschickt. Das ist die höchste Beschickung seit Bestehen der Inselbelegstellen. Weitere 2.235 Königinnen wurden auf Besamungs- und Landbelegstellen angeliefert. Von 941 Völkern liegen Leistungsergebnisse vor, die in die Zuchtwertschätzung einflossen. In Niedersachsen stehen hervorragende Zuchtvölker für die weitere Vermehrung zur Verfügung. Den Züchterpreis für hervorragende Zuchtvölker erhielten für den LV Hannover der Züchter K. Deike aus Sehnde und für den LV Weser-Ems der Züchter H. Holtkamp aus Detern.

Weiter wurden in der Veranstaltung die Zuchtplanungen für 2018 vorgestellt, wie Öffnungszeiten und Besetzung der Belegstellen, anerkannte Züchter, geplante Umlarvveranstaltungen und Neubesetzung der Leistungsprüfstände.

F.-K. Tiesler berichtete über die Aktivitäten in der AGT-Gruppe Nord. Hier wurde neben der genauen Erfassung von Befallsentwicklung und Bruthygiene von einer kleinen Gruppe von Züchtern die Selektion auf VSH (Varroa-Sensitive-Hygiene) betrieben. Dieses Merkmal spielt bei der Resistenz der Bienenvölker gegenüber der Varroamilbe nach bisher vorliegenden Beobachtungen eine entscheidende Rolle. Über die Aktivitäten wurde in Heft 10/2017 des Bienenjournals berichtet.

Unter dem Dach des D.I.B. wurde gemeinsam mit den Bieneninstituten Kirchhain und Hohen-Neuendorf sowie der AGT, der GdEB und der ARISTA-Stiftung ein Projektantrag an das Bundeslandwirtschaftsministerium gestellt, bei dem die Selektion auf VSH/SMR durch die Züchter unter wissenschaftlicher Begleitung gefördert werden soll. Über den Verlauf dieses Antrages werden die Züchter rechtzeitig informiert.

In dem Vortrag am Nachmittag ging Dr. Werner von der Ohe, Leiter des Celler Bieneninstituts, auf die Anatomie sowie Anomalien und Krankheiten der Königin ein. In beeindruckender Weise schilderte er die Ursachen für das Versagen vieler natürlich gepaarter und künstlich besamter Königinnen – ein Thema, das nur wenig bearbeitet und selten auf Züchtertagungen behandelt wird. Es ist zu wünschen, dass diese grundsätzlichen Ausführungen einmal ausführlich in unseren Fachzeitschriften dargestellt werden.

Am Schluss der Veranstaltung dankte K.-F. Tiesler den Referenten, H. D. Fehling und Chr. Grolla für die Erstellung der Präsentationen sowie allen Züchtern für ihre engagierte Arbeit zum Wohle aller Imker.

K.-F. Tiesler

Von rechts nach links: Jürgen Frühling, Helmut Holtkamp, Klaus Deike und K.-F. Tiesler
Foto: LV

Honigprämierung 2018

Der Kreisimkerverein Hannover wird in diesem Jahr mit Unterstützung des
LAVES - Institut für Bienenkunde Celle eine Honigprämierung durchführen, zu der Mitglieder des Landesverbandes Honigproben einsenden können. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 31. Juli 2018 bei der

Geschäftsstelle des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V.

Johannssenstraße 10, 30159 Hannover,
Telefon 0511/324339, Fax 0511/3681031

Email: info@imkerlvhannover.de

mit vollständiger Anschrift und Nennung der Bankverbindung schriftlich anzumelden.

Die Teilnehmer werden registriert und erhalten drei Gewährverschlüsse. Es werden drei Honigproben aus einer Abfüllcharge benötigt. Wichtig hierbei eine geeichte Waage und die Angabe des Haltbarkeitsdatums in Tag, Monat und Jahr. Die Honigproben sind im Imkerhonigglas mit den zugesandten Gewährverschlüssen ohne Namensangabe auf den Gläsern bzw. Gewährverschlüssen einzusenden. Eine Sortenbezeichnung ist zulässig, aber nicht notwendig.

Anlieferung des Honigs bis spätestens 31. August 2018.

Lieferanschrift:         Udo Kellner, Am Gartenfeld 6, 29351 Eldingen,
                                     Telefon 05148/819

Bankverbindung:     Landesverband Hannoverscher Imker e.V.
                                     Hannoversche Volksbank eG

BIC:                              VOHADE2HXXX

IBAN:                           DE98 2519 0001 0603 6104 00

 

Mit der Anlieferung ist der Kostenbeitrag in Höhe von 40,-- € auf das Konto des Landesverbandes zu überweisen. Wir bitten, die Überweisung so rechtzeitig vorzunehmen, dass die Buchung am 31. August 2018 auf dem Konto erfolgt ist. Verspätet eingehende Proben bzw. Proben, für die der Kostenbeitrag nicht entrichtet worden ist, nehmen nicht an der Bewertung teil. Die Bekanntgabe der Ergebnisse und die Verleihung der Urkunden erfolgt bei der Kreiskonferenz am 20. Oktober 2018 in Walsrode.

 

                

 

Zusatz für kontrollzeichenführende Imkereien:

Im Rahmen der Honigprämierung kann auch eine Vollanalyse gemäß den Bestimmungen zum Kontrollsiegel Honig durchgeführt werden. Die Kosten für die Teilnahme an der Honigprämierung und für die Vollanalyse liegen dann bei zusammen 95,-- €. Falls Sie dieses Angebot wahrnehmen möchten, müssen Sie bei der Anmeldung zur Honigprämierung und bei der Einsendung der Honigproben darauf hinweisen.

 

Jürgen Frühling, Vorsitzende
Udo Kellner, Obmann für Markt- und Honigfragen

Ehrung für Bernhard Jaesch

Imkerverein Springe

Foto: LV; von links nach rechts: Joachim Brendel, Bernhard Jaesch, Jürgen Frühling

Im Rahmen der Mitgliederversammlung verlieh der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling an Gärtner- und Imkermeister Bernhard Jaesch die Verdienstmedaille. Seit mehreren Jahrzehnten setzt sich Jaesch bereits für die Verbesserung der Bienenweide ein. Auch außerhalb Niedersachsens hält er Vorträge. Seit 1981 ist er ein Schulungsredner im Landesverband Hannoverscher Imker e.V. Um Springe legte er einen Wald mit Bienenbäumen (Evodia) an, der sich jeweils im Spätsommer in ein Blütenparadies verwandelt. Heute ist er im Besitz des ersten privaten Aboretums für Bienenweidepflanzen in Deutschland. Aus seiner Anzucht finden sich mittlerweile in fast jedem Imkergarten Pflanzen wieder. 1966 begann seine Mitgliedschaft. Nach der Gärtnerlehre bekam er sein erstes Bienenvolk im Blätterstock. 1977 begann bereits die Umstellung auf Segeberger Magazine. Von 1973 bis 1986 war er 1. Vorsitzender im Imkerverein Springe. LV

Einladung

Wir laden Sie herzlich ein zum 53. Nordhannoverschen Imkertag.
Einfach auf die Einladung klicken und sich über die Einzelheiten informieren.

Tagung der Obleute für Bienengesundheit und PSM-Behandlungsschäden

Im LAVES – Institut für Bienenkunde Celle fand die Tagung der Obleute für Bienengesundheit und PSM-Behandlungsschäden Ende Oktober 2017 statt. Neben den Obleuten konnten Jürgen Frühling und Dr. Reinhold Hergemöller auch die Schulungsredner des Landesverbandes begrüßen.

Hilger Jagau aus dem Landkreis Wolfenbüttel referierte über die Faulbrutfeuerwehr. Sie setzt sich aus Imkerinnen und Imkern aus den umliegenden Vereinen des Landkreises Wolfenbüttel und darüber hinaus zusammen. Ziel ist es, gemeinsam die Amerikanische Faulbrut zu bekämpfen. Es wird ehrenamtlich für die Seuchenbekämpfung gearbeitet. Das Team setzt sich aus erfahrenen Praktikern und Jungimkern zusammen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei das „GesundheitsMobil“ BiGeMo, das der Zukunftsfond Asse finanzierte. Weitere Sponsoren sorgten für die vollständige Ausstattung des BiGeMo mit Gasbrennern, Dampfwachsschmelzern u.a. Durch entsprechende Schlagkraft und schnelle Reaktion ist eine effektive Seuchenbekämpfung möglich. Hilger Jagau war mit dem BiGeMo angereist und zeigte den begeisterten Obleuten die vorhandene Technik.

Zukünftig soll das Mobil auch für die Weiterbildung eingesetzt werden. Das soll dazu führen, die eigene Vorsorge in den Vereinen und Imkereien auch im Hinblick auf die Ausstattung zu intensivieren. Die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Imkereien, Imkervereinen und Veterinärämtern verbessert sich so. Das Überleben der Bienenvölker im Seuchenfalt  steht im Vordergrund.

Dr. Reinhold Hergemöller berichtete in seinem Vortrag über Erfahrungen bei der Zusammenarbeit zwischen Obleuten, Imkern und der Behörde aus der Region Hannover. Die Beseitigung eines Bienenstandes hatte dort für Aufsehen gesorgt. Der Imker bekam daraufhin als Entschädigung vom Veterinäramt eine größere Summe gezahlt.

Dr. Werner von der Ohe stellte die Projekte der vergangenen Jahre: „Bienenvölker als Umweltindikatoren“ und „Umweltmonitoring mit Bienenvölkern“ vor.

Pflanzenschutzmittel sind sehr selten im Honig nachzuweisen. Dies ist auch wenig überraschend, weil die meisten Nektar- und Honigtauliefernden Pflanzen nicht den Kulturpflanzen zuzuordnen sind. Seit einigen Jahren werden allerdings bedauerlicherweise in Rapshonigen, wenn auch in sehr geringen Mengen, Rückstände von Fungiziden und Insektiziden nachgewiesen. Die entsprechenden Pflanzenschutzmittel sind nicht bienengefährlich und dürfen in die Blüte gespritzt werden. Bioimkereibetriebe haben das gleiche Problem, wie konventionelle Betriebe, wenn sie gezielt die Rapstracht nutzen oder ihre Bienenvölker in für Bienen noch erreichbarer Entfernung (ca. 5km) von attraktiven Rapsfeldern aufstellen. Glyphosat fand man in Honigen mit Kornblumenanteil. Kornblumen wachsen und blühen in Getreidefeldern. Der Einsatz von Glyphosat zur Abreifeverbesserung (Sikkation) führt dann zum Nachweis des Wirkstoffes im Kornblumenhonig.

Rückstandshöchstmengen sind über EG(VO)396/2005 geregelt. Nur bei wenigen Wirkstoffen sind neben den entsprechenden Feldfrüchten auch spezifische Höchstmengen für Honig festgelegt. Daher gelten für die meisten Substanzen bei Honig immer die allerniedgrigsten Grenzwerte. Nur für einige wenige Wirkstoffe, die z. B. in der Rapsblüte Anwendung finden, sind spezifische Rückstandshöchstmengengrenzwerte festgelegt (z. B. Thiacloprid mit 0,2mg/kg, Azoxystrobin 0,5mg/kg, Boscalid 0,05mg/kg. Selbst diese Höchstmengen liegen noch weit unter denen für die jeweiligen Feldfrüchte und sind aus toxikologischer Sicht absolut unbedenklich. Hier lohnt sich der Vergleich mit anderen Feldfrüchten und den für diese festgelegten Höchstmengen jeweils in mg/kg. Thiacloprid: Erdbeeren 1,0, rukola 2,0; Azoxystrobin: Erdbeeren 10,0, Hafer 1,5; Glyphosat: Weizen 10,0,Hafer 20,0. Gleichwohl ist ein Honig, bei dem sein Grenzwert überschritten wird, nicht mehr verkehrsfähig.

Zahlreiche Untersuchungen von Honigen im Rahmen eines Forschungsprojektes des LAVES – Institut für Bienenkunde Celle belegen ebenfalls, das Honig wahrscheinlich insbesondere wegen seiner chemisch-physikalischen hydrophilen (=wasserliebend, aber fettabstoßend) Eigenschaften eher selten und wenn nur geringfügig belastet ist.

Ganz anders sind die Rückstandswerte beim lipophilen (fettliebenden) Pollen und Bienenbrot. Sowohl die hunderte von Untersuchungen im Rahmen des Bienenmonitorings wie auch das oben erwähnte Projekt des Bieneninstituts Celle belegen, dass sehr viele Pollenproben mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet sind. Die meisten belasteten Proben sind zu verzeichnen, wenn die Bienen an landwirtschaftlichen Kulturen Pollen sammeln. Der direkte Zusammenhang zwischen im Pollen gefundenen Pflanzenschutzmitteln und den Kulturen sowie den für diese Kulturen vorgesehenen Pflanzenschutzmittelprodukten ist offen sichtlich. Zwar sind die Belastungen insgesamt relativ niedrig, gleichwohl treten pro Probe häufig Mehrfachbelastungen auf. Je nach Untersuchungsjahr waren zwischen 70% und über 90% der Pollenproben belastet.

Pollen ist im Lebensmittelbereich nicht wie Honig speziell geregelt und wird meistens als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft. Zahlreiche Verordnungen wie z. B. die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung und Lebensmittelinformationsverordnung gelten für Pollen genauso wie für Honig. Dies trifft auch auf die Rückstandshöchstmengenverordnung EG(VO)396/2005 zu. Über diese Verordnung sind Honig, Gelee Royale und Pollen gleich gestellt. Die maximalen zulässigen Höchstwerte für Thiacloprid mit 0,2mg/kg und Boscalid mit 0,5mg/kg gelten somit auch für Pollen. Für die meisten Pflanzenschutzmittelwirkstoffe sind allerdings keine besonderen Höchstmengen festgelegt, sondern es gelten allgemein relativ niedrige Werte (je nach Wirkstoff 0,01, 0,02 bzw 0,05mg/kg).

Bei den im Rahmen der oben genannten Projekte untersuchten Pollenproben wurden vereinzelt sogar die hohen Grenzwerte für Thiacloprid und Boscalid überschritten. Die niedrigen Grenzwerte der zahlreichen anderen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe wurden bei vielen Pollenproben überschritten. Sofern ein Grenzwert überschritten ist, ist der Pollen nicht mehr verkehrsfähig.

Im letzten Vortrag der mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besuchten Veranstaltung referierte Dr. Jens Radtke vom Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf seine Betriebsweise. Diese ist ebenso wie die Celler Betriebsweise auf die Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Bienenvölker unter besonderer Berücksichtigung der Varroamilbe ausgerichtet. Allerdings ist die Herangehensweise völlig anders. Im Vordergrund steht nämlich die ein- oder sogar zweimalige komplette Entnahme der verdeckelten Brut aus den Völkern. Aus dieser Brut werden kompakte Ableger gebildet, die mit geringem Aufwand zu leistungsstarken Jungvölkern für das nächste Jahr entwickelt werden. Da sich die Ableger selbst eine Königin heranziehen oder mit einer verdeckelten Weiselzelle bzw. unbegatteten Königin versehen werden, besitzen sie drei Wochen nach ihrer Bildung keine oder sehr wenig verdeckelte Brut und die Behandlung mit organischen Säuren ist möglich. Alternativ wird einem Teil der Ableger die erste verdeckelte Brut der jungen Königin zwei Mal im Abstand von 10 Tagen entnommen, um sie anschließend mit den Muttervölkern zurück zu vereinigen. So lassen sich starke Völker für späte Trachten aufbauen. Die Völker selbst waren ja durch die Brutentnahme und das regelmäßige Ausschneiden der verdeckelten Drohnenbrut weitgehend von den Milben befreit worden. Anhand detaillierter Untersuchungen konnte Dr. Radtke nachweisen, dass so medikamentöse Behandlungen der Völker unterbleiben können und sie dennoch leistungsfähig bleiben. Obwohl Dr. Radtke seine Betriebsweise publiziert, bot der Vortrag zahlreiche Anregungen für die imkerliche Praxis.    LV.   

 

Foto: Christoph Schmieta

Von links nach rechts: Jürgen Frühling, Dr. Werner von der Ohe, Renate Schulz-Sandhof, Dr. Reinhold Hergemöller, Dr. Jens Radtke, Hilger Jagau;

Der Vorstand tagt in Bergen/Offen

Der Vorstand hat anlässlich der Vorstandssitzung die Gelegenheit wahrgenommen, vor Beginn der Sitzung die Gedenkstätte Bergen/Belsen zu besuchen.

Der Vorsitzende Jürgen Frühling eröffnete danach die Vorstandssitzung im Landhotel Michaelishof und begrüßte die anwesenden Mitglieder des Vorstandes.

Das Protokoll der Vorstandssitzung in Dörverden wurde einstimmig vom Vorstand genehmigt. Es folget der Bericht aus der Geschäftsstelle. Auch in 2017 konnte wieder eine große Zahl an Neubeitritten registriert werden, sodass sich die Mitglieder- und Völkerzahlen auf einem neuen Höchststand befinden. Der Vorsitzende berichtete im weiteren Verlauf über seine Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen. Im September hat er einen Vortrag zum Thema „Verhungern unsere Bienen? Zukunft der Imkerei in Niedersachsen“ gehalten anlässlich einer Veranstaltung, zu der der erste parlamentarische Geschäftsführer der Union, Michael Grosse-Brömer, in den Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf eingeladen hatte. Auf dem Landeserntedankfest in Hagenburg unterstützte der Landesverband den örtlichen Imkerverein Rehburg bei der Präsentation „Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit“. Im November feierte das Deutsche Bienen Journal sein 25- jähriges Bestehen und am 25. November fand die Vorbesprechung für die Veranstaltung „Nordhannoverscher Imkertag“ in Bremervörde statt. Im März 2018 ist der Kreisimkerverein Cuxhaven austragender Verein. Des Weiteren berichtete der Vorsitzende über ein Gespräch im Sozialministerium und über ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Buchholz, an dem 2 weitere Vorstandsmitglieder teil-genommen haben.

Aus den Vereinen und dem Deutschen Imkerbund gibt es folgendes zu berichten:

Der Vorsitzende des IV Celle-Stadt, Dr. van Praagh, ist verstorben. Ein Nachruf wird in der Februar Ausgabe des Deutschen Bienen Journals erscheinen.

Der IV Hildesheim hat sein 100-jähriges Bestehen gefeiert und dazu den Vorsitzenden des Landesverbandes eingeladen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Der Kreisimkerverein Hannover hat gewählt und mit Horst Schäfer (IV Burgwedel-Isernhagen) einen neuen Vorsitzenden.

Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) geht im April in Klausurtagung. Dort soll auch über die Nachfolge von Präsident Maske diskutiert werden, da dieser in 2019 nicht mehr kandidieren möchte. Der Gesamtertrag an Honig in kg pro Volk beträgt 21,3 innerhalb des Landesverbandes. Der Kleber auf den Gewährverschlüssen ist verbesserungswürdig, um ein leichteres Lösen von den Gläsern zu ermöglichen.

Die Vertreterversammlung (VV) in 2019 wird vom KIV Hannover ausgerichtet und findet in Rethmar statt. In 2020 findet die VV in Braunschweig statt und 2021 ist der KIV Harburg Ausrichter der VV in Winsen. Anlässlich der Kreiskonferenz am 20. Oktober 2018 stellt die Vorsitzende des KIV Lüneburg ihren Verein vor. Es wurden weitere Vorschläge für Referenten gemacht, die zu diversen Veranstaltungen des Landesverbandes in 2018 eingeladen werden sollen.

Anlässlich der Jahresversammlung des IV Springe hat der Vorsitzende des Landesverbandes die Verdienstmedaille an Bernhard Jaesch verliehen.

In 2017 wurden mehr Rechtsschutzanträge gestellt als in den vergangenen Jahren. Auch gab es vermehrt Schadenanzeigen wegen Hochwasser- und Sturmschäden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Schäden an Bienen, die in einem ausgewiesenen Hochwassererwartungsgebiet stehen, nicht entschädigt werden. Informationen dazu gibt der Landkreis.

Der Rechtsobmann des Verbandes berichtete von einem Giftschaden, wobei DDT in Bienen gefunden worden war, obwohl dieses Mittel seit Jahrzehnten verboten ist. Der Schaden wurde von der Versicherung reguliert.

Die nächste Vorstandssitzung findet in Rinteln statt. Weitere Tagungsorte in 2018 sind die Besichtigung der Belegstelle Neuenhof und Rotenburg.

Marianne Fritzensmeier, Geschäftsführerin

Foto: Marianne Fritzensmeier

Von links nach rechts: Harald Brummerloh, Renate Schulz-Sandhof, Friedrich-Karl Tiesler, Dr. Reinhold Hergemöller, Georg Klindworth, Clemens Tandler, Udo Kellner, Jürgen Frühling, Cord Henry Lankenau

27. Kreiskonferenz in Walsrode

Der Vorsitzende des LV, Jürgen Frühling, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste und Referenten. Danach stellte der Vorsitzende das Verbandsgeschehen der vergangenen Monate vor und zeigte sich erfreut über die erneut gestiegenen Mitglieder- und Völkerzahlen. Diese Steigerung ist nicht zuletzt ein Verdienst der Imkervereine, die gute Arbeit leisten. Weiterhin ging er auf die Vertreterversammlung des D.I.B. ein und berichtete, dass nur 50 % der Imker in Deutschland Gewährverschlüsse benutzen, allerdings in den einzelnen Landesverbänden sehr unterschiedlich. Die Nutzerquote im Landesverband Hannoverscher Imker e.V. ist nach wie vor konstant hoch. Der Versicherungsbeitrag wird in 2018 nicht erhöht. Auch in 2018 findet wieder eine Honigprämierung unter dem Vorsitz von Udo Kellner, dem Honigobmann des Landesverbandes, statt. Die Prämierung wird weiterhin im Herbst stattfinden und nicht im Frühjahr anlässlich der Vertreterversammlung, damit die vergebenen Münzen im Weihnachtsgeschäft genutzt werden können. 

Der Vorsitzende des KIV Hannover, Dr. Reinhold Hergemöller, berichtete aus dem zahlenmäßig größten Kreisimkervereins des Landesverbandes. Dabei ging er sowohl auf Unterschiede in den einzelnen Imkervereinen wie auch auf aktuelle Aktivitäten im KIV ein.

 

1. Preisträger der Honigprämierung Oliver Vogt

Dr. Werner von der Ohe gab zunächst einen kurzen Bericht über die Arbeit und die Stellensituation im LAVES-Institut für Bienenkunde Celle. Im Rahmen eines Projektes wurden die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Honig und Pollen untersucht. Dabei hat man im Honig 6 unterschiedliche Pflanzenschutzmittel (PS-Mittel) gefunden und im Pollen 64. Diese Diskrepanz ergibt sich aus der Zusammensetzung der PS-Mittel, nämlich fettliebend wie auch der Pollen. Durch die wässrige Konsistenz des Honigs werden daher viele PS-Mittel abgestoßen bzw. nicht aufgenommen. In der Rückstandshöchstmengen VO werden klare Aussagen über die Höhe der unvermeidlichen Rückstandswerte in Lebensmitteln gemacht. So wurde in 2016 der Höchstwert für Thiacloprid in Honig wieder von 0,05 mg/kg auf 0,2 mg/kg erhöht. Der Höchstwert für Glyphosat im Honig beträgt 0,05 mg/kg, im Hafer dagegen 20 mg/kg. Bei Insektiziden, insbesondere Pyrethroiden, die als nicht bienengefährlich eingestuft sind, kommt es bei Anwendung in die Blüte (z. B. Raps) zu deutlichen Beeinträchtigungen des Verhaltens der betroffenen Flugbienen. Daher sollten auch diese PS-Mittel zwecks Schonung der Bienen und weniger Rückständen im Honig und Pollen erst nach der Hauptflugzeit der Bienen angewendet werden.

 

Vorstand und Referenten der Kreiskonferenz

Probleme bereiten derzeit auch Pyrrolizidinalkaloide (kurz PAs) im Honig. Es gibt weltweit mehr als 6000 Pflanzenarten, die PAs enthalten, darunter z. B. das Jakobskreuzkraut, Natternköpfe und Borretsch. Pyrrolizidinalkaloide kommen in ca. 700 verschiedenen Strukturen mit unterschiedlichen schädlichen Auswirkungen vor. Dr. Werner von der Ohe berichtete, dass die meisten damit belasteten Honige aus dem Ausland wie Südamerika und Australien kommen. In Deutschland werden diese Honige dann vor dem Abfüllen mit Honigen, die nur gering oder gar nicht belastet sind, gemischt, sodass keine Gesundheitsrisiken mehr zu befürchten sind. Die Höchstmengen VO wird hier nicht angewendet, weil es sich bei den PAs um natürliche Inhaltsstoffe handelt. Laut Aussage von Dr. Werner von der Ohe hat die europäische Behörde für den Verbraucherschutz (EFSA) den maximalen Aufnahmewert, der für den Menschen kein Risiko darstellt, nach einer Neuberechnung von 0,007 PA µg /kg Körpergewicht auf 0,023 µg /kg erhöht. Daraus würde sich bezogen auf die Empfehlung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) anstelle von 140 µg/kg ein höherer akzeptabler Wert von 474 µg PA/kg Honig ergeben. Dr. Werner von der Ohe stellte im Umkehrschluss die Frage, wie sich PAs auf Bienen auswirken. Untersuchungen haben gezeigt, dass Bienen ab einer Konzentration von 0,2 % PAs im Futter geschädigt werden. Allerdings kommen in der Natur Pflanzen mit einer so hohen Konzentration nicht vor, so Dr. Werner von der Ohe. Ein Problem stellen die PAs vor allem durch die Belastung von Lebensmitteln wie Tee, Gewürzen und Salat wie auch von pharmazeutischen Produkten dar. Laut Dr. Werner von der Ohe sind ca. 80 % der Honige völlig unbedenklich. Trotz allem ist die Situation unbefriedigend und es gibt weiterhin offene Fragen, die geklärt werden müssen. Der Leiter des LAVES-Institutes für Bienenkunde schließt seien Vortrag mit dem Appell an die Imker, ihren Honig früher zu schleudern und nicht bis zum Ende zu warten. Er empfiehlt zu dieser Problematik auch die Infoblätter auf der Internetseite vom LAVES-Institut.  

 

Teilnehmer Honigprämierung

Heinrich Kersten aus Eissel berichtete in seinem Vortrag von den imkerlichen Erfahrungen, die er auf seiner Reise nach China gemacht hat. Dabei hat er eine chinesische Kooperative mit 400 Imkereien und insgesamt 80.000 Bienenvölkern besucht. In diesem Jahr folgte der Gegenbesuch einer chinesischen Delegation.

Der Honigobmann des Landesverbandes, Udo Kellner, überreichte die Urkunden an die Teilnehmer/-innen der Honigprämierung 2017. Für die Erzeugung des besten Honigs überreichte Udo Kellner dem Preisträger Oliver Vogt, IV Hameln, einen Smoker. Erwähnt werden muss auch die 12-jährige Louisa Oellrich, IV Stade, die für ihren Honig mit einer Invertase-Zahl von 338,4 eine Bronzemedaille erhielt.

Die Preisträger der Honigprämierung:

Goldene Preismünze 2017

Oliver Vogt, IV Hameln

Ilka Meyer, IV Hameln

Uwe Alpert, IV Braunschweig

Bernd Weymann, IV Marienburg (2 x Gold)

Heiner Wicke, IV Hoya

Wilfried Zuraw, IV Neustadt (2 x Gold)

Fabian Ulbrich, IV Peine (2 x Gold)

Peter Davidovic, IV Obernkirchen

Silberne Preismünze 2017

Richard Sander, IV Rotenburg

Hans Papprott, IV Hoya

Klaus Koschnick, IV Rinteln

Manfred und Lydia Krause, IV Hameln

Jörg Stucke, IV Osterwald

Ralf Rossau, IV Hoya

Norbert Knop, IV Neustadt

Petra Nause-Alpert, IV Braunschweig

Bronzene Preismünze 2017

Adrian Brodka, IV Rehburg

Luisa Oellrich, IV Stade

Björn Launer, IV Gronau

Ullrich Launer; IV Gronau

Rita Dodenhof, IV Rotenburg

Karsten Eckart, IV Springe

Uwe Dzeia, IV Göttingen

Reinhard Pointmayer, IV Hameln

Peter Scholtz, IV Harburg-Sevetal

Angela Aldag, IV Hollenstedt

Horst Schäfer, IV Bugwedel- Isernhagen

90. Geburtstag von Günter Stecher

Imkerverein Rotenburg/Wümme

90. Geburtstag Imkermeister Günter Stecher

Bei einer Feierstunde in seinem Haus in Rotenburg/Wümme feierte Günter Stecher seinen 90. Geburtstag mit Verwandten und langjährigen Weggefährten aus der Imkerzunft. Bereits in jungen Jahren entdeckte Günter Stecher seine Leidenschaft für die Imkerei. 1948 wurde er Mitglied im Imkerverein und begann 1959 mit dem Aufbau seiner Berufsimkerei. Es folgten Imkergehilfenprüfung (1970) und der Meisterbrief (1973). Diese stellten die imkerlichen Kenntnisse auf eine fundierte Basis. Auf fachlich guter Grundlage entstand so eine Berufs- und Wanderimkerei, die auch wirtschaftlich viele Jahrzehnte sehr erfolgreich war. Die Selbstvermarktung der erzeugten Produkte einschließlich eines Standes auf dem Wochenmarkt gehörte wie selbstverständlich dazu. Günter Stecher ist ein gefragter Ratgeber in allen imkerlichen Fragen. „Hartnäckig, mitunter sehr deutlich in der Wortwahl und selten leise“, so beschreiben ihn Weggefährten, die seinen Rat oft anfordern und respektieren. Günter Stecher wird längst als „Urgestein der Imkerei“ bezeichnet. Die Liste seines ehrenamtlichen Engagements ist ansehnlich:

Vorsitzender im Imkerverein Rotenburg, Kreisvorsitzender, Vorstandsmitglied im Landesverband Hannoverscher Imker e.V., Beirat im Deutschen Imkerbund e.V. Günter Stecher hat jahrzehntelang auf allen Ebenen mitgemischt und sich eingemischt. Zwölf Jahre als Präsident des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes hat er an europaweiten Netzwerken mitgestrickt und die Kontakte genutzt, um auch an der Gründung des Europäischen Berufsimkerbundes (EPBA) mitzuwirken. Der Jubilar hat durch seinen Einsatz das Verständnis für die Imkerei in der Politik und der Verwaltung des Landkreises Rotenburg verbessert und Erfolge bei der Anpflanzung von Bienenweidepflanzen oder der Bekämpfung von Bienenkrankheiten erzielt. Bereits 2008 erhielt er für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz.

Elli Döbler, Imkerverein Rotenburg

Peter Senkpiel, Kreisimkerverein Rotenburg

Jürgen Frühling, Landesverband Hannoverscher Imker e.V.

 

90. Geburtstag Günter Stecher

Foto: Elli Döbler (von links nach rechts: Peter Senkpiel, Günter Stecher, Jürgen Frühling)

Landeserntedankfest 2017 in Hagenburg

Die Landesregierung und die Konföderation der evangelischen Kirchen haben zum vierten mal gemeinsam das niedersächsische Erntedankfest gefeiert. Der Veranstaltungsort wechselt jährlich. Ministerpräsident Stephan Weil und der Landesbischof Karl-Hinrich Manzke luden diesjährig in den Schaumburg-Lippischen Flecken Hagenburg ein.

Durch den Gottesdienst führte der Landesbischof Herr Manzke. Ministerpräsident Stephan Weil sowie der Minister Christian Meyer sprachen ein Grußwort.

 "Ziel der Veranstaltung ist es", so formulierte Bischof Manzke "miteinander ins Gespräch zu kommen".

Für diese Diskussionen bot im Anschluss des Dankfestes ein Zelt mit Informationsständen Platz. Die Initiatoren wollten zeigen, dass die Land- und Ernährungswirtschaft in die Mitte der Gesellschaft gehöre und alle Beschäftigten gesellschaftliche Verantwortung für Landwirtschaft, den ländlichen Raum, für gesunde Lebensmittel und eine intakte Natur übernehmen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen organisierte die Ausstellung in denen die Teilnehmer ihre Projekte vorgestellt haben.

Der Landesverband Hannoverscher Imker e. V. unterstützte den örtlichen Imkerverein Rehburg bei der Präsentation „Bienen brauchen Blütenvielfalt - mach mit“. Hier kam es zu einem regem, interessanten Gedankenaustausch mit den Gästen, den anderen Ausstellungsteilnehmern sowie der Politik.

 

LV

 

Foto von links

LV Vorsitzender Frühling, Ministerpräsident Weil, Bischof Manzke, Minister Meyer

 

Ministerempfang in Verden/Aller, Hotel Niedersachsenhof am 30. Mai 2017

Für den 30. Mai 2017 hat der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer, neben den Landesverbänden Hannoverscher Imker e. V. und der Imker Weser Ems e. V. die Verbände der Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchter zu einem Empfang im Hotel „Niedersachsenhof“ in Verden eingeladen. Neben dem Minister waren Frau Dr. Johanne Waßmuth, Frau Dr. Nina Ahrens und Dr. Werner von der Ohe erschienen. Zu diesem Gedanken- und Informationsaustausch begrüßte Minister Christian Meyer 50 Gäste und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Verbänden im abgelaufenen Jahr.

Minister Meyer schilderte zunächst die Probleme, die den Geflügelzüchtern besonders durch die Vogelgrippe entstanden seien. Die unterschiedlichen Sperrbezirke führten zu einer Begrenzung der Biodiversität.

Es seien auch erhebliche wirtschaftliche Probleme dadurch entstanden, dass Eier von an sich im Freiland, jetzt aber in Bodenhaltung gehaltenen Hühnern nicht mehr mit dem Qualitätsmerkmal verkauft werden konnten.

Die Frage, wie eine Ausbreitung bzw. Entstehung der Seuche bei Beständen in Ställen möglich war, ist ungeklärt und deutet auf eine Übertragung der Erreger durch Menschen hin.

Zunächst wurden die Vertreter der Landesverbände Weser Ems und Hannover aufgefordert, ihre Anliegen darzustellen.

Jürgen Frühling wies auf den beträchtlichen Zuwachs von etwa 700 neuen Mitgliedern hin und sah darin einen Hinweis auf die Bedeutung der Biene in der Öffentlichkeit. Erfreulich sei auch das Verhältnis zur Landwirtschaft, die durch Bestellung von Blühstreifen und Blühflächen mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen einen positiven Beitrag für Naturschutz und Imkerei leiste. Leider waren die Völkerverluste im vergangenen Winter sehr hoch. Frühling wies darauf hin, dass das Verbot der Verwendung von Ätznatron für die Desinfektion von Bienenbeuten und Waben problematisch sei, weil es kein gleichwertiges Reinigungsmittel gäbe, mit dem Faulbrutsporen wirksam bekämpft werden könnten.

Ein weiteres Problem ergebe sich aus dem Baurecht, weil Bauämter Bienenkästen als bauliche Anlagen ansehen, teilweise die Aufstellung verbieten oder die Anzahl der Bienenvölker auf zwei begrenzten. Frühling bat den Minister, ein Gespräch mit dem Sozialminister zu vermitteln.

Für den Landesverband Weser Ems sprach in Vertretung des Vorsitzenden Dr. Erpenbeck. Auch dort hat es einen erfreulichen Zuwachs von Mitgliedern gegeben. Er stimmte den Ausführungen Frühlings zu.

Minister Meyer führte aus, dass etwa 16.000 ha landwirtschaftliche Fläche in Niedersachsen Blühflächen seien und für rund 10.000 ha sei der Imkerbonus in Anspruch genommen worden. Probleme mit der Bezuschussung der Honiguntersuchungen soll es zukünftig nicht mehr geben. Hinsichtlich der Reinigungsmittel (Ätznatron) wird eine Ausnahmeregelung erwartet. Sorgen bereitet der Rückgang der „Insektenmasse“ um etwa 80 %. Folge davon sei auch der geringer werdende Bestand an Vögeln und Wildtieren.

Dr. von der Ohe teilte mit, dass das Deutsche Umweltinstitut ein auf drei Jahre angelegtes Projekt „Landwirtschaft und Imker“ betreibt.

Die Rassegeflügelzüchter verstehen sich als Tierschutzorganisation und beabsichtigen eine entsprechende Satzungsänderung. Sie beklagen ebenfalls, wie auch die Rassekaninchenzüchter, Probleme mit den Bauämtern, weil Genehmigungen für Ställe versagt würden.

Minister Meyer äußerte die Überlegung, an Kleingartenvereine mit dem Vorschlag einer Satzungsänderung heranzutreten, dass in Kleingartenkolonien die Kleintierhaltung zugelassen wird.

Cord Henry Lankenau

 

Foto: Cord Henry Lankenau (von links nach rechts: Dr. Johanne Waßmuth, Jürgen Frühling, Christian Meyer, Dr. Nina Ahrens, Dr. Werner von der Ohe)

Kleiner Imkerverein mit großem Zuwachs

Besondere Ehrung für die Vereinsvorsitzende Ilse Fischer

Der kleine Imkerverein Nordkreis Peine durfte den  1. Vorsitzenden des Landesverbands Hannoverscher Imker, Jürgen Frühling, begrüßen. Der Grund für seinen Besuch: im vergangenen Jahr konnte der Verein mit seiner Vorsitzenden Ilse Fischer den prozentual stärksten Mitgliederzuwachs aller im Landesverband angeschlossenen Imkervereine verbuchen, von anfangs 17 Imkerinnen und Imkern auf 28 am Jahresende, Tendenz weiter steigend. Und dafür gab es Glückwünsche und eine Urkunde für die erfolgreiche Arbeit der Vorsitzenden sowie einen Geldpreis für den Verein. 

Weitere Ehrungen gab es für langjährige Vereinszugehörigkeit, so mit über 60 Jahren für Arnold Weinert, der bereits 1953 eintrat und seitdem aktiv dabei ist. „Obwohl die Familie manchmal drängt, denke ich noch nicht daran aufzuhören“, sagt er im Hinblick auf sein Hobby. Für über 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Dr. Dieter Kuhlwilm geehrt. In seiner Funktion als Zuchtobmann züchtete er jahrzehntelang Bienenköniginnen für die Imkerkollegen im Verein. Auf 25 Jahre Mitgliedschaft können Holger Filbrandt und Hendrik Fischer zurückblicken und wurden dafür ebenfalls geehrt.

Im Anschluss gab Jürgen Frühling einen Überblick über die Geschichte des Vereins, wobei das genaue Gründungsdatum nicht mehr feststellbar sei, wie er ausführte, da in der Kriegs- und Nachkriegszeit  viele Unterlagen verloren gegangen waren. Im Archiv des LV findet sich ein Bericht von 1944 über die „Ortsfachgruppe Mödesse“ mit Gustav Gödecke, woraus wohl der Imkerverein Nordkreis Peine hervorging.  Als mutmaßliches Gründungsjahr dürfe man ca. 1945 annehmen.

Die älteren Mitglieder berichteten dann von ihren eigenen Anfängen als Imker. So erbte Ilse Fischer ihre ersten Beuten (Bienenkästen), die damals aus umgebauten Munitionskisten gefertigt waren. Einig waren sich die Anwesenden darin, dass die Imkerei sich in den letzten Jahren gewandelt hat: weg von der Konkurrenz der Imker untereinander hin zu einem partnerschaftlichem Miteinander. Das erkläre auch den großen Zuspruch, den dieser Verein seit einiger Zeit erfährt, so die Vorsitzende, die den Neuimkern immer  hilfsbereit zur Seite steht.      

Brigitte Süss

 

Foto: Svenja Sandvoss

52. Nordhannoverscher Imkertag

Der diesjährige Nordhannoversche Imkertag würde vom Kreisimkerverein Harburg ausgerichtet und fand am Sonntag den 19.3.2017 im Schützenhaus in Tostedt statt. Neben einer kleinen Verkaufsausstellung hatte man interessante Referenten eingeladen.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker, Jürgen Frühling, eröffnete den 52. Nordhannoverschen Imkertag. Er begrüßte die über 250 Imkerinnen und Imker und begann mit einem Jahresrückblick. So gab es einen Mitgliedergliederzuwachs auf jetzt 7.254 Imkerinnen und Imker, 6.500 Teilnehmer an Schulungen und auch einen Anstieg der Auszubildenden am Laves Institut für Bienenkunde auf 50. In diesem Zusammenhang dankte Herr Frühling den ehrenamtlichen in den Vereinen bei der Unterstützung, die Flut von Neuimkern aufzufangen. In seinem Rückblick erinnerte er an die Problematik von Glyphosat und PAs im Honig. Die Einführung des "Bienenstöcke Registrierungs-Gesetztes" konnte verhindert werden und das Blühstreifenprogramm weiter vorangebracht werden. Zum Schluss wünschte er allen einen erfolgreichen Start in die Bienensaison, gerade weil die Völkerverluste in 2017 noch höher seien als im Vorjahr.

Der Vorsitzende des ausrichtenden KIV Harburg, Clemens Tandler, übernahm das Wort und gab nach einer Begrüßung einen kurzen Überblick über den Ablauf.

Angekündigt wurde Frau Löwer, Geschäftsführerin des DIB, Wulf-Ingo Lau, Bienenzuchtberater von Celle und nach einer Mittagspause Dr. Jens Radtke vom Länderinstitut für Bienenkunde aus Hohen Neuendorf.

Herr Tandler stellte den Züchterring Niederelbe mit seiner Küstenbelegstelle in Neuenhof vor. Im vergangenen Jahr hatte ein neuer Vorstand den Züchterring übernommen. Die ehemalige Rassebelegstelle wird auf eine Linienbelegstelle umgestellt werden, so dass dort eine gezielte Anpaarung mit Zuchtwertschätzung möglich ist. Bei den 20 aufgestellten Begattungsvölkern wurde großen Wert auf eine gute Varroatoleranz gelegt. Die Belegstelle ist an 3 Seiten durch Wasser abgesichert wodurch sie mit einer Inselbelegstelle vergleichbar ist. Der neu aufgestellte Züchterring plant Schulungen zum Thema Zucht, mit dem Schwerpunkt Praxis und Unlarvveranstaltungen anzubieten. Aus 4 eigenen Prüfständen steht hervorragendes Material zur Verfügung.

Als erste eingeladene Referentin sprach Frau Löwer über das Thema "Honig im DIB-Glas". Zunächst aber zeigte sich Frau Löwer, die zum ersten Mal auf dem Nordhannoverschen Imkertag war, erfreut über die hohe Beteiligung. Die Geschäftsführerin des DIB gab einen historischen Abriss über Entstehung und Weiterentwicklung des DIB Gewährstreifen und Glases. In seiner heutigen Form muss die DIB-Warenzeichensatzung eingehalten werden. Name des Erzeugers und MHD müssen angegeben sein, während man auf die Sortenbezeichnung verzichten kann. Ohnehin gibt nur eine Untersuchung Sicherheit, welche Sorte wirklich angegeben werden darf. Das MHD kann jeder Imker selbst festlegen muss es aber Tag genau angeben, um von der Loskennzeichnung entbunden zu sein. Frau Löwer wies darauf hin, dass das abgefüllte Gewicht stimmen muss. Bei Kontrollen gab es leider häufig Beanstandungen wegen Unterschreitung der Mindestfüllmenge.

Zum Thema "Mittelwände kaufen ist Vertrauenssache" hielt Wulf-Ingo Lau einen Vortrag der auf die aktuellen Wachsverfälschungen einging. Herrn Lau appellierte an die Imker, zukünftig Anforderungen an handelsübliche Mittelwände zu stellen und nicht nur nach dem Preis zu wählen.

Sichere Kennzeichnungen für Bienenwachs gibt es nicht und Wachsverfälschungen gab es schon immer. Wenn man seine Mittelwände nicht selber gießen will, muss man sich einen Hersteller oder Umarbeiter seines Vertrauens suchen.

Im Anschluss an die Mittagspause folgte ein sehr interessanter Vortrag über die Hohen Neuendorfer Betriebsweise, die als Erfolgsrezept im Zeitalter der Varroa Milbe gilt. Dr. Radtke, der zu diesem Thema auch ein Buch veröffentlicht hat, stellte die Betriebsweise vor. Durch einmalige (wahlweise auch zweimalige) komplette Brutentnahme kommt es zu einer erheblichen und frühzeitigen Reduktion der Varroa Milbe, dabei gibt es keinen wesentlichen Ertragsverlust. Als Nebeneffekt erhöht man dadurch seinen Völkerbestand (oder verkauft die Völker) und hat zusätzliche junge Königinnen. Die sehr gelungene Veranstaltung endete mit einer kurzen Fragestunde an Herrn Dr. Radtke.

Andrea Plambeck

Foto: (Dr. Reinhold Hergemöller) von links nach rechts: Wulf-Ingo Lau, Jürgen Frühling, Barbara Löwer, Clemens Tandler

Frühjahrsversammlung Kreisimkerverein Northeim

Ehrung für Rolf Oppermann und Karl-Heinz Gnaudschun

Die diesjährige Frühjahrsversammlung des Kreisimkerverein Northeim stand im Zeichen der Frühjahrsarbeiten eines Imkers. Hierzu referierte der Bienenzuchtberater Ingo Lau.
Zu Beginn der Versammlung ließ der Kreisvorsitzende Klaus Meinshausen zunächst das zurückliegende Bienenjahr 2016 Revue passieren. Das Jahr begann sehr vielversprechend, da die Imker nur wenige Völker über den Winter verloren hatten. Doch die Ernüchterung stellte sich dann teils zur Honigernte ein, da durch Trockenheit viele Pflanzen keinen Nektar für die Bienen lieferten und somit gerade die Honigernte im Sommer vielerorts hinter den Erwartungen zurück blieb. Der aktuelle Winter hat die Imker wieder härter getroffen, erste Prognosen gehen von Völkerverlusten von bis zu 20% aus. Um die Völker jetzt erfolgreich durch das Jahr zu führen, sind einige Dinge zu beachten. Zu diesen Frühjahrsaufgaben berichtete der aus Celle angereiste Ingo Lau. Wenn die Tage nun im Frühjahr wieder wärmer werden, ist zu kontrollieren, in wie weit das im Herbst gegebene Futter noch bis zur ersten großen Tracht, der Kirsch, für die Bienen reicht. Bei zu wenig Futtervorrat und einer drohenden Schlechtwetterfront, gilt es die Bienen noch ein wenig aufzufüttern. Durch die ersten Pollen spendenden Pflanzen wie Erle, Hasel, Krokusse und Weide wird die Bruttätig in den Völkern besonders angeregt. Die Volkstärke nimmt jetzt im Frühjahr besonders rasant zu, damit zur Hochsaison im Sommer bis zu 60.000 und mehr Bienen für eine ertragreiche Honigernte sorgen können. Auf die zunehmende Größe der Völker muss der Imker reagieren, indem er genügend Brutraum und anschließend auch genug Platz für den einzulagernden Honig den Bienen zur Verfügung stellt. Ab Mai wenn das Volk bereits stark genug ist, kann ein sogenannter Ableger gebildet werden. Dabei entnimmt man dem Ursprungsvolk ein Teil der Brut samt Bienen und setzt diese in eine neue Beute. Dieses neue Volk erkennt schnell, dass es von der Königin getrennt wurde und zieht sich aus der jungen Brut eine neue Königin nach. Durch die Teilung kann verhindert werden, dass die alten Völker in Schwarmstimmung geraten und ausschwärmen wollen. Zusätzlich erhält der Imker weitere Völker und kann sein Bestand erweitern oder die teils großen Verluste im Winter einigermaßen kompensieren.

Der Schlusshöhepunkt der Versammlung setzte die Ehrung zweier Imkerkollegen. Rolf Oppermann und Karl-Heinz Gnaudschun wurden für ihre langjährigen Verdienste um die Imkerei mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Die Auszeichnung übernahm der Landesvorsitzende Jürgen Frühling persönlich.

Herr Meinshausen bedankte sich auch dieses Mal wieder für eine gut besuchte Frühjahrsversammlung, Er wünscht allen Anwesenden ein erfolgreiches Bienenjahr.

Christian Beulke

 

Foto: (Christian Beulke) von links nach rechts: Jürgen Frühling, Karl-Heinz Gnaudschun, Rolf Oppermann, Klaus Meinshausen;

Züchtertagung 2017

Züchtertagung der Landesverbände Hannover und Weser-Ems

Am letzten Sonntag im Februar fand im LAVES – Institut für Bienenkunde Celle die Züchtertagung der Landesverbände Hannover und Weser-Ems statt. Neben vielen Züchtern aus Niedersachsen konnten Jürgen Frühling und Zuchtobmann Friedrich-Karl Tiesler viele Gäste aus den Niederlanden und den Nachbarverbänden Hamburg, Schleswig Holstein und Sachsen-Anhalt begrüßen.

Alljährlich vergeben die Verbände einen Züchterpreis für hervorragendes Zuchtmaterial. Die Ermittlung der Preisträger erfolgt dabei über die Auswertung der Zuchtwerte aller in Niedersachsen im Jahre 2016 geprüften Königinnen.
Der diesjährige Züchterpreis des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. ging an Horst Greve für seine Königin Zb.Nr.: 6-198-35-2015, Carnica Troiseck Linie 1075 mit einem Gesamtzuchtwert von 127%. Der Züchterpreis des Landesverbandes der Imker Weser-Ems e.V. ging an Johann Saathoff für seine Königin Zb.Nr.: 17-27-30-2015, Carnica Troiseck Linie 1075 mit einem Gesamtzuchtwert von 130%. Stellvertretend für Johann Saathoff nahm Helmut Gerken vom Züchterring Norden die Urkunde entgegen.

Das Hauptreferat hielt Frau Dr. Strauß vom Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf zum Thema: „Aktueller Stand der genetischen Selektion bei der Honigbiene – Ziele, erste Erfahrungen aus den bisherigen Proben und Planung für 2017“. Ziel des Projektes ist die genomische Selektion, die in anderen Bereichen der Tierzucht bereits erfolgreich eingesetzt wird, auch bei der Züchtung der Honigbiene zu etablieren. Die Züchter unterstützen dieses Projekt, indem sie Drohnenbrut oder Königinnen aus zuchtwertgeschätzten Völkern zur Verfügung stellen. Für 2017 werden noch etwa 3000 weitere Proben für die Untersuchungen benötigt. Alle an der Zuchtwertschätzung beteiligten Züchter wurden aufgerufen, in diesem Jahr möglichst von allen Leistungsprüfungsvölkern Proben zur Verfügung zu stellen. Von dem Projekt erwarten die Züchter große Zuchtfortschritte vor allem im Hinblick auf das Zuchtziel Varroatoleranz.

Der zweite Vortrag von Friedrich-Karl Tiesler beschäftigte sich mit der Selektion auf VSH (Varroasensitive Hygiene). Dieses Merkmal ist nach den bisherigen Untersuchungen von entscheidender Bedeutung für die Varroatoleranz. Hervorgerufen wird dieses Verhalten durch ein Öffnen befallener Zellen durch die Bienen, was die Reproduktion der Milben behindert. Eine Beurteilung erfolgt nach dem Prozentsatz nicht reproduzierender Milben in der Bienenbrut.

In einem speziellen Zuchtprogramm soll eine Selektion von Völkern mit einem VSH-Anteil von mehr als 50% erfolgen. Nach bisher in den USA gesammelten Erfahrungen sind solche Völker langfristig ohne den Einsatz von Medikamenten zu halten. Die 1-Drohnbesamung von Königinnen aus vorselektierten Völkern soll zu einem schnelleren Erreichen des Zuchtziels führen. Deren Völkchen erhalten noch im gleichen Sommer eine Startinfektion mit Varroamilben, um anschließend den Anteil nicht reproduzierender Milben zu ermitteln.

Am Ende seines Vortrages forderte Friedrich-Karl Tiesler die Züchter auf, sich an diesem Projekt – zumindest mit einer kleinen Völkerzahl - zu beteiligen, damit eine ausreichend große Population, die dieses Merkmal zeigt, aufgebaut werden kann. Interessierte Züchter können sich beim Zuchtobmann melden.  Sie werden dann in die Planungen für die 1-Drohn-Besamungen, die Startinfektion mit Milben und die Auszählung des VSH-Anteiles in der Brut eingebunden.  Langfristig ist dann gedacht, entsprechend ausgelesene Völker auf den Belegstellen als Drohnenvölker aufzustellen, damit der Zuchtfortschritt in die Landesbienenzucht einfließen kann.

Am Nachmittag erfolgte eine Vorstellung der Zuchtergebnisse des Jahres 2016. Breiten Raum nahm die Diskussion der Zuchtwerte ein, da es hier im Vergleich zu den Vorjahren einige Veränderungen gab. Aufgrund zusätzlich eingeflossener Daten fielen die Inzuchtwerte von Königinnen und Arbeitsbienen etwas höher aus. Erhebliche Verbesserungen gab es bei der Sicherheit für die einzelnen Zuchtwerte.

Anschließend stellte Friedrich-Karl Tiesler die Zuchtplanungen vor. Weitere Themen waren die Öffnungszeiten und Vatervölker der Belegstellen, aber auch Neuerungen beim Versand von Königinnen zu den Inselbelegstellen per Spedition, außerdem Termine und Vatervölker der Besamungsstellen und die Neubesetzung der Leistungsprüfstände. Sowohl die Ergebnisse der Zuchtsaison 2016 mit den Ergebnissen der Zuchtwertschätzung und die Zuchtplanungen sind im Internet unter: www.bienenzucht.de  einsehbar.

Am Ende der Veranstaltung dankte Friedrich-Karl Tiesler allen Mitarbeitern auf dem Zuchtsektor für ihren engagierten Einsatz und wünschte für die Saison 2017 viel Erfolg. LV.

 

Foto: (Clemens Tandler)

Von links nach rechts:

Helmut Gerken, Jürgen Frühling, Horst Greve, Friedrich-Karl Tiesler, Dr. Anja Strauß, Hans-Georg Schell;

Honigprämierung 2017

Der Kreisimkerverein Schaumburg wird in diesem Jahr mit Unterstützung des
LAVES - Institut für Bienenkunde Celle eine Honigprämierung durchführen, zu der Mitglieder des Landesverbandes Honigproben einsenden können. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 31. Juli 2017 bei der

Geschäftsstelle des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V.

Johannssenstraße 10, 30159 Hannover, Telefon 0511/324339, Fax 0511/3681031

Email: info@imkerlvhannover.de

mit vollständiger Anschrift und Nennung der Bankverbindung schriftlich anzumelden.

Die Teilnehmer werden registriert und erhalten drei Gewährverschlüsse. Es werden drei Honigproben aus einer Abfüllcharge benötigt. Wichtig hierbei eine geeichte Waage und die Angabe des Haltbarkeitsdatums in Tag, Monat und Jahr. Die Honigproben sind im Imkerhonigglas mit den zugesandten Gewährverschlüssen ohne Namensangabe auf den Gläsern bzw. Gewährverschlüssen einzusenden. Eine Sortenbezeichnung ist zulässig, aber nicht notwendig.

Anlieferung des Honigs bis spätestens 31. August 2017.

Lieferanschrift
Udo Kellner, Am Gartenfeld 6, 29351 Eldingen, Telefon 05148/819

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Mit der Anlieferung ist der Kostenbeitrag in Höhe von 40,-- € auf das Konto des Landesverbandes zu überweisen. Wir bitten, die Überweisung so rechtzeitig vorzunehmen, dass die Buchung am 31. August 2017 auf dem Konto erfolgt ist. Verspätet eingehende Proben bzw. Proben, für die der Kostenbeitrag nicht entrichtet worden ist, nehmen nicht an der Bewertung teil. Die Bekanntgabe der Ergebnisse und die Verleihung der Urkunden erfolgt bei der Kreiskonferenz am 21. Oktober 2017 in Walsrode.

Zusatz für kontrollzeichenführende Imkereien:

Im Rahmen der Honigprämierung kann auch eine Vollanalyse gemäß den Bestimmungen zum Kontrollsiegel Honig durchgeführt werden. Die Kosten für die Teilnahme an der Honigprämierung und für die Vollanalyse liegen dann bei zusammen 95,-- €. Falls Sie dieses Angebot wahrnehmen möchten, müssen Sie bei der Anmeldung zur Honigprämierung und bei der Einsendung der Honigproben darauf hinweisen.

Jürgen Frühling, Vorsitzender

Udo Kellner, Obmann für Markt- und Honigfragen

Imkerverein Bergen: Verleihung der Lehzen-Medaille an Helmut Schönberger

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 10. Februar 2017 bekam der Vereinsvorsitzende des Imkervereins Bergen, Imkermeister Helmut Schönberger, die Lehzen-Medaille verliehen.

In seiner Laudatio beschrieb der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling die langjährigen Verdienste des in Minden/Westfalen geborenen Imkers Schönberger. Seine Ausbildung absolvierte er von 1970-192 im Landesinstitut für Bienenkunde Celle. Die Imkermeisterprüfung legte er 1976 in Hohenheim ab. Es folgten Tätigkeiten bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein als Imkergeselle, Ausbilder und Bienenzuchtberater an der Imkerschule Bad Segeberg.

Von 1982-2014 folgte die Tätigkeit am LAVES-Institut für Bienenkunde Celle als koordinierender Ausbilder und Fachbereichsleiter Imkerei.

Er war Mitglied im Prüfungsausschuss der Landwirtschaftskammer Hannover im Ausbildungsberuf Tierwirt-Fachrichtung Bienenhaltung. Im Jahre 2005 erfolgte die Berufung als Sachverständiger zur Erarbeitung der Ausbildungsverordnung vom Bundesinstitut für Berufsausbildung. Im Arbeitskreis der Ausbilder der Deutschen Bieneninstitute war er 1997 zugleich Gründungsmitglied und bis 2014 Vorsitzender.

Die Mitglieder des Imkervereins Bergen wählten ihn 1990 zum 2. Vorsitzenden bis er ab 1997 das Amt des Vorsitzenden übernahm. Viele Jahre Tätigkeit als Schulungsredner im Landesverband und Tätigkeiten als Honigobmann im Kreisimkerverein Celle rundeten seine ehrenamtliche Tätigkeit ab.

Beim 4. Internationalen Jugend-Imker-Wettbewerb 2013 in Münster arbeitete Helmut Schönberger als Prüfer mit. Über 10 Jahre wirkte er als Dozent an der Volkshochschule Gifhorn zu verschiedenen Themen der Bienenhaltung.

Auch im Ruhestand engagiert er sich weiter für verschiedene Forschungsprojekte rund um die Imkerei und betreut gemeinsam mit seiner Ehefrau Edeltraud seine Bienenvölker. LV.

 

Foto: Mark Schledermann

von links nach rechts:

Helmut Schönberger, Jürgen Frühling, Gerhard Brockmann, Ortrud Hiestermann, Dirk Schledermann;

Vertreterversammlung in Goslar

Protokoll der Vertreterversammlung am 18. Februar 2017 im Restaurant „Lindenhof Goslar“, Schützenallee 1, 38640 Goslar

Beginn: 10.00 Uhr
Ende: 12.50 Uhr

Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste
Stimmenzahlen: Kreisimkervereine: 18, Imkervereine: 91
Tagesordnung: siehe Einladung

Top 1: Eröffnung, Begrüßung

Der Vorsitzende vom KIV Goslar, Herr Volker Mehlig, begrüßt die Teilnehmer der Vertreterversammlung und gibt im Vorfeld der Veranstaltung einige organisatorische Hinweise.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Herr Jürgen Frühling eröffnet die ordentliche Vertreterversammlung. Er bedankt sich für die Organisation und Gastfreundschaft des KIV Goslar.

In seiner Ansprache geht er kurz auf das vergangene Jahr ein. Dabei verweist er auf die überaus positive Entwicklung der Mitglieder- und Völkerzahlen im Landesverband und auf gemeinsame Veranstaltungen mit der Landwirtschaft wie z. B. den Imkertag in Schladen. Weiterhin geht er auf das Thema „Förderung“ ein und teilt mit, dass in den Vereinen nach wie vor großes Interesse an Schulungen besteht.

Im Anschluss bedankt er sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, den Mitarbeitern des LAVES-Instituts für Bienenkunde Celle und den Mitarbeitern des Deutschen Imkerbundes sowie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Ministerien und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des Landesverbandes.

Der Vorsitzende begrüßt namentlich hochrangige Gäste und die anwesenden Mitglieder der Imkervereine, alte und neue Vorstandskollegen sowie Herrn Volker Mehlig als Organisator der Veranstaltung. Weiter namentlich begrüßt wurden Frau Xandia Stampe aus Berlin als Vertreterin des Deutschen Bienen Journals und die Vertreterinnen und Vertreter der Presse.

 

Top 2: Grußworte

Grußworte halten der Oberbürgermeister der Stadt Goslar, Herr Dr. Oliver Junk, der stellvertretende Landrat des Landkreises Goslar, Herr Horst Brennecke, der stellvertretende Vorsitzende der CDU Landtagsfraktion, Herr Frank Oesterhelweg, der stellvertretende Präsident vom Landvolk Niedersachsen, Herr Ulrich Löhr, das Präsidiumsmitglied im Deutschen Imkerbund, Herr August-Wilhelm Schinkel und der Leiter des LAVES-Institut für Bienenkunde Celle, Herr Werner von der Ohe.

 

Top 3: Totengedenken

Der Vorsitzende bittet die Mitglieder der Vertreterversammlung sich zu Ehren der Verstorbenen zu erheben und nennt stellvertretend die Namen von im Berichtszeitraum verstorbener Mitglieder und Persönlichkeiten:

Peter Hille, langjähriger Schulungsobmann im Landesverband, IV Helmstedt
Gerhardt Fuhrich, langjähriger Geschäftsführer im Landesverband, IV Lehrte
Josef Zirm, Ehrenvorsitzender im Landesverband, IV Marienburg

 

Top 4: Ehrungen

Der Imkerverein Hannover Süd erhält wie im letzten Jahr einen Gutschein über 50,- € für die höchste Anzahl Neubeitritte im Landesverband. Der Vorsitzende Hubert Rolfes nimmt den Preis entgegen.

Der Imkerverein Nordkreis Peine hat den höchsten prozentualen Mitgliederzuwachs. Die Übergabe des Preises wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, da kein Vertreter anwesend ist.

Mit der Verdienstmedaille des Landesverbandes werden Herr Heinz Johann Köhlmos vom IV Hoya und Herr Wilhelm Liever vom IV Nienburg für ihre langjährigen Verdienste im Imkerverein und im Landesverband ausgezeichnet.

 

Top 5: Aussprache zu den Jahresberichten

Der Vorsitzende stellt die in den Tagungsunterlagen enthaltenen Berichte der Obleute zur Diskussion.

Der Obmann für Rechtswesen, Herr Cord Henry Lankenau, teilt in Ergänzung zu seinem Jahresbericht die Fundstelle 19C109/2014 zu einem Urteil vom 26.02.2016 mit.

Herr Johann-Adalbert Hewicker vom IV Dannenberg erkundigt sich bei dem Obmann für Beobachtung und Bienenweide, Herrn Reinhard Blohm, nach der Möglichkeit, die Ablesung der Beobachtungsgeräte für die freiwilligen Beobachter zu verbessern und zu modernisieren, da die Bereitschaft in der Imkerschaft zur Durchführung dieser Tätigkeiten stark gesunken ist. Herr Blohm kennt die Problematik und teilt mit, dass die Einführung einer elektronischen Waage nach Gesprächen mit anderen Verbänden in Planung ist. Ein genauer Zeitpunkt ist aber noch nicht bekannt.

Herr Joachim Porsiel, Obmann für das Gesundheitswesen im KIV Uelzen, fragt an, ob die gekürzten Fördermittel im Bereich Honiganalysen eventuell durch einen finanziellen Ausgleich vom Landesverband hätten aufgefangen werden können. Der Vorsitzende vom Landesverband antwortet, dass es das Ziel der Förderung sei, die Mittel möglichst gleichmäßig zu verteilen und es zudem keinen Anspruch auf Fördermittel gibt.

Herr Porsiel spricht ein Lob an Udo Kellner aus für seine Arbeit als Obmann für Markt- und Honigfragen im Landesverband. Er schlägt vor, die Honigprämierung durch die Einführung von Sachpreisen zur Verleihung attraktiver zu machen. Das Thema wird im Vorstand diskutiert werden.

Herr Peter Wagner, IV Diepholz, regt an, die Ergebnisse der Honigmarktkontrolle in einem Kataster zu veröffentlichen, um einen Überblick über die mit Pestiziden belasteten Honige zu bekommen. Dieser Vorschlag wird abgelehnt mit der Begründung, dass der Pollen deutlich höher belastet ist als der Honig. Lediglich im Rapshonig finden sich geringe Spuren von Rückständen sowie im Kornblumenhonig aus Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Außerdem wird eine Vollanalyse nur bei Sortenhonigen durchgeführt und Rückstände unter dem Grenzwert führen zu keiner Rückmeldung.

Zu weiteren Berichten gibt es keine Fragen oder Anmerkungen.

 

Top 6: Abnahme der Jahresrechnung 2016

Herr Jürgen Frühling stellt die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2016 vor.

Es gibt keine Fragen zur Jahresrechnung.

 

Top 7: Entlastung des Vorstandes

Der Vorsitzende gibt bekannt, dass die sachliche Prüfung am 12.01.2017 in der Geschäftsstelle des Landesverbandes durch die gewählten Kassenprüfer Herrn Peter Senkpiel, KIV Rotenburg/Wümme, und Herrn Volker Mehlig, KIV Goslar, stattgefunden hat und bittet Herrn Peter Senkpiel, den Prüfungsbericht vorzutragen.

Herr Senkpiel bescheinigt der Geschäftsstelle in seinem Prüfbericht eine ordnungsgemäße Arbeit und bittet danach die stimmberechtigten Mitglieder zur Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung, die einstimmig erteilt wird.

 

Top 8: Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2017

Der Haushaltsvoranschlag wird durch den Vorsitzenden Herrn Jürgen Frühling vorgestellt.

In die Planung sind die aktuellen Mitglieder- und Völkerzahlen eingeflossen. Eine Wortmeldung zum Haushaltsvoranschlag kommt von Herrn Armin Blume, KIV Holzminden. Er möchte wissen, warum es zu einer Steigerung im Posten „Sonstige Sachkosten“ im Vergleich zum Vorjahr gekommen ist. Es gibt dafür keinen aktuellen Anlass, es handelt sich dabei lediglich um eine Vorhaltung des Steuerberaters.

Der Haushaltsvoranschlag und die Beitragsordnung für 2018 werden einstimmig angenommen.

 

Top 9: Wahlen:

Top 9.1: Kassenprüfer(in)

Turnusgemäß scheidet Herr Peter Senkpiel als Kassenprüfer aus. Vor dem Hintergrund, dass die nächste Vertreterversammlung vom IV Rinteln in Rinteln ausgerichtet werden soll, schlägt Peter Senkpiel Herrn Klaus Koschnick als 2. Kassenprüfer vor. Er wird einstimmig gewählt und hatte einer Wahl im Vorfeld zugestimmt, da er persönlich nicht an der Vertreterversammlung teilnehmen konnte.

 

Top 10: Anträge

Der Kreisimkerverein Lüchow-Dannenberg hat für die Vertreterversammlung 5 Beschluss-vorlagen vorgelegt zu den Themen „LWK förderfähige Honiganalysen auf Keime“ und „Blühstreifenprogramm“ (s. Jahresbericht). Herr Michael Fischer, Vorsitzender vom KIV Lüchow-Dannenberg, erläutert kurz die Anträge zum Thema „Honiganalysen“. Nach kurzer Diskussion erklärt Herr Fischer die Punkte b) und c) für erledigt, stellt aber weiterhin zu Punkt a) einen Antrag zur Abstimmung. Dieser wird mehrheitlich abgelehnt.

Die Anträge zum „Blühstreifenprogramm“ wurden ebenfalls zurückgezogen. Zusammenfassend erklärt Jürgen Frühling, dass der Ansatz im Blühstreifenprogramm mit Imkerbeteiligung sein sollte, die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Imkern zu verbessern. So besteht durchaus die Möglichkeit, Blühmischungen in Absprache mit dem Landwirt zu ändern.

 

Top 11: Mitteilungen, Anfragen

Der Vorsitzende Jürgen Frühling weist auf folgende Termine hin:

26. Februar 2017: Züchtertagung in Cele
12. März 2017: Imkertag zwischen Harz und Heide
19. März 2017: Nordhannoverscher Imkertag in Tostedt

Herr Manfred Sommer vom KIV Celle stellt 3 Anfragen:

  1. Der Vorstand vom Landesverband soll sich bei Frau Dr. Waßmuth für die nachträgliche Auszahlung der Förderung für die Honiguntersuchungen einsetzen.
  2. Laut Jürgen Frühling gibt es dazu keine Möglichkeit, da das Förderjahr 2016 abgeschlossen ist.
  3. Problematik der Glascontainer und Honigimporte bei der Bekämpfung der amerikanischen Faulbrut. Welche Rechtsgrundlagen bestehen?informieren.
  4. Dr. von der Ohe bestätigt die Problematik und weist auf einen Erlass von dem ehemaligen Nds. Landwirtschaftsminister Gert Lindemann hin. Danach sollen Probleme mit Glascontainern der Lebensmittelüberwachungsbehörde gemeldet werden, die dann tätig werden muss. Importe können nicht verhindert werden, aber vor allem kleine Abfüllbetriebe müssen sich besser über Bienenseuchen VO u. ä.
  5. Belastetes Wachs für Mittelwände: Welche Möglichkeiten gibt es, damit Rückstandsfreiheit bei Wachs garantiert werden kann.?
  6. Nach Meinung von Dr. von der Ohe ist es zunächst wichtig, den Imkern klarzumachen wie wertvoll Wachs ist. Weiterhin sind zukünftig Reinheitskriterien und Standards aufzustellen. Wachsverarbeitende Betriebe sollten sich zusammenschließen und nach diesen Standards vorgehen. Ein genauer Zeitpunkt, ab wann es diese Standards geben wird, ist noch nicht bekannt

 

Top 12: Schlusswort

Der Vorsitzende Jürgen Frühling bedankt sich beim KIV Goslar unter dem Vorsitz von Herrn Volker Mehlig für die gute Organisation der Vertreterversammlung und wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen guten Appetit und verweist auf den am Nachmittag stattfindenden Festvortrag

Für das laufende Imkerjahr wünscht er allen Imkerinnen und Imkern Glück, Gesundheit und volle Honigtöpfe und schließt die Versammlung um 12.50 Uhr.

Nach der Mittagspause wird das Programm durch den Festvortrag fortgesetzt.

Prof. Dr. Dr. h.c. Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin referiert zum Thema: „Wie Bienen navigieren und wie sie dabei durch Pestizide gestört werden“.

Am Vortag fand traditionsgemäß eine Vorstandssitzung mit einem Empfang beim Oberbürgermeister der Stadt Goslar, Dr. Oliver Junk, statt.

Jürgen Frühling (Vorsitzender)    Marianne Fritzensmeier (Geschäftsführerin)

 

 

Foto: (Olga Liehe)

Von links nach rechts: Ulrich Löhr, Frank Oesterhelweg, Jürgen Frühling, Hubert Rolfes, Wilhelm Liever, Heinz-Johann Köhlmos, Renate Schulz-Sandhof, August-Wilhelm Schinkel

26. Kreiskonferenz in Walsrode

Der Vorsitzende des LV, Jürgen Frühling, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Danach stellte der Vorsitzende das Verbandsgeschehen der vergangenen Monate vor und zeigte sich erfreut über die erneut beträchtlich gestiegenen Mitglieder- und Völkerzahlen. Weiterhin ging er auf die Vertreterversammlung des D.I.B. und die dort abgehaltenen Wahlen ein. Wie schon in der vergangenen Förderperiode hat es auch in der Förderperiode 2015/2016 wieder eine Kürzung der Fördersumme im Bereich der Zucht zugunsten einer Ausweitung im Schulungsbereich wegen weiterhin steigender Mitgliederzahlen gegeben. Jürgen Frühling wies auch auf die neugestaltete Homepage des Landesverbandes hin und wünscht sich weiterhin eine so konstant hohe Nutzerquote des Honigglases vom D.I.B. in der Imkerschaft wie in den vergangenen Jahren.


Der Vorsitzende des Imkervereins Celle-Land, Udo Kellner, berichtete über den geschichtlichen Hintergrund und die aktuellen Aktivitäten des Imkervereins.


Frau Martina Janke berichtete aus der Arbeit des LAVES-Institutes für Bienenkunde Celle. Probleme bereiten derzeit Pyrrolizidinalkaloide (kurz PAs) im Honig. Es gibt weltweit mehr als 6000 Pflanzenarten, die PAs enthalten, darunter z. B. das Jakobskreuzkraut, Natternköpfe und Borretsch. Pyrrolizidinalkaloide kommen in ca. 300 verschiedenen Strukturen mit unterschiedlichen schädlichen Auswirkungen vor. Frau Janke betonte, dass durch die Pollenanalyse keine Rückschlüsse auf die PA-Gehalte im Honig möglich seien. Pyrrolizidinalkaloide sind natürliche, endogene aber unerwünschte Pflanzeninhaltsstoffe, die in Lebensmitteln vorkommen können. Gemäß Honigverordnung ist es daher erlaubt, Honige mit hohen Gehalten an PAs mit Honigen zu mischen, die nur sehr geringe Gehalte aufweisen. Die HöchstmengenVO wird hier nicht angewendet, weil es sich wie oben angeführt um natürliche Inhaltsstoffe handelt. Eine Empfehlung vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) besagt, dass eine maximale Aufnahme von 0,007 µg PA /kg Körpergewicht und Tag für den Menschen kein Risiko darstellt. Trotz allem gibt es weiterhin viele ungeklärte Fragen zu dem Thema, z. B. stellt sich die Frage ob es bei langzeitigem Verzehr von mit PAs belasteten Lebensmitteln zu einer Aufsummierung der Stoffe im Körper kommen kann. Auch ist eine vereinheitlichte Methode zum Nachweis der Pyrrolizidinalkaloide, die in allen Laboren anwendbar ist, noch nicht in Sicht. Zurzeit werden in einem EU Projekt drei Lösungsansätze getestet: Allerdings scheint nur die frühzeitige Beseitigung des Pflanzenaufwuchs z. B. von Jakobskreuzkraut (JKK) erfolgversprechend verbunden mit dem Angebot von Flächen mit alternativem Bewuchs und einem größeren Blütenangebot zur Ablenkung. Denn JKK Bestände werden nur dann von Bienen verstärkt aufgesucht, wenn andere Trachtpflanzen frühzeitig verblüht sind.


Aus Baden-Württemberg und Belgien erreichten im September Berichte über verunreinigtes Wachs die Imkerschaft. Dabei ist nicht klar, wie das verunreinigte Wachs in die Betriebe gelangen konnte. Es kann zu Brutschäden kommen, da aus dem Wachs des Zellbodens und der unteren Zellregionen Substanzen in den Larvenfuttersaft einwandern und dann von den Larven mitgefressen werden. Außerdem kann der Einsatz verunreinigten Wachses zur Kontamination des Honigs führen. Von großer Bedeutung ist allerdings die Tatsache, dass dieses Wachs durch Schmelzen und Wiederverwendung in den Wachskreislauf gelangen wird.  Dem kann begegnet werden, indem man ausschließlich zertifizierte Betriebe mit der Umarbeitung des Wachses beauftragt. Frau Janke weist darauf hin, dass Infos zu dieser Thematik weit gestreut wurden, um möglichst viele Imker zu sensibilisieren.


Ätznatron in Form von Granulat ist gemäß der Biozid-Verordnung von 2012 lediglich zu Reinigungszwecken zugelassen. Bei Faulbrutsanierungen darf es nicht eingesetzt werden.


Zum Schluss berichtete Frau Janke noch kurz über die Rückstandsproblematik von Thiacloprid vor allem in Rapshonig und die damit verbundene Reduzierung der Höchstmenge auf 0,05 mg/kg Honig. Frau Janke beendete ihren Vortrag mit dem Appell Blütenspritzungen im Raps mit Thiacloprid zu unterlassen.


Rolf Krebber aus Meppen berichtete ausführlich und anschaulich über Möglichkeiten der Apitherapie und ging dabei auf die fördernde Wirkung von Bienenprodukten wie Gelee royal, Blütenpollen, Bienengift, Bienenstockluft und Propolis ein.


Der Honigobmann des Landesverbandes, Udo Kellner, überreichte die Urkunden an die Teilnehmer/-innen der Honigprämierung 2016.


Die Preisträger der Honigprämierung:


Goldene Preismünze 2016
Ilka Meyer, IV Hameln (2 x Gold)
Uwe Alpert, IV Braunschweig
Petra Nause-Alpert, IV Braunschweig
Hilger Jagau, IV Wolfsburg
Ilse und Peter Spitzenberg, IV Lehrte
Heinz-Johann Köhlmos, IV Hoya
Claus Volker Link, IV Stadthagen
Bernd Weymann, IV Marienburg
Björn Launer, IV Gronau
Hans Papprott, IV Hoya
Kilian Stumpp, IV Wolfenbüttel (3 x Gold)
Oliver Vogt, IV Hameln
Hendrik Rampenthal, IV Hannover Süd
Fabian Ulbrich, IV Peine
Bernd Bremeyer, IV Hameln


Silberne Preismünze 2016
Richard Sander, IV Rotenburg
Karsten Pleuß, IV Lehrte
Klaus Koschnick, IV Rinteln
Manfred Krause,  IV Hameln
Heiner Wicke, IV Hoya
Harry Wolter, IV Clenzer Schweiz
Andreas Schmidt, IV Braunschweig
Andrea Krafft, IV Winsen/Luhe
Karl Weitemeier, IV Brackenberg
Jürgen Schumann, IV Göttingen (2 x Silber)
Matthias Dommnich, IV Göttingen
Dr. Klaus Wilhelm, IV Northeim
Jörg Stucke, IV Osterwald (2 x Silber)
Sven Fachmann, IV Neustadt
Karsten Eckart, IV Springe (2 x Silber)
Franz und Cornelia Pawlus, IV Zeven-Sittensen
Dirk Adomat, IV Hess. Oldendorf
Wilfried Zuraw, IV Neustadt
Alexander Schneider, IV Hoya


Bronzene Preismünze 2016
Stefan Böhm, IV Osterode

 

Referenten, Vorstand und Obleute, Bild (LV)

Teilnehmer der Honigprämierung , Bild (Olga Liehe)

Verleihung der Lehzen-Medaille an Johannes Wipper

Johannes Wipper ist mit der Lehzen-Medaille ausgezeichnet worden. Der Mahlumer beschäftigt sich bereits seit seiner Kindheit mit den Bienen. Er war im aktiven Berufsleben Lehrer in Bockenem am Harz. 1958 trat er in den Imkerverein Ambergau ein. Von 1965 bis 2004 war er dort 1. Vorsitzender. „Beim Blick auf die 120jährige Geschichte des Vereins ist es schon eine tolle Leistung, ein Drittel davon als Vorsitzender gewirkt zu haben“, betonte der jetzige Vorsitzende Friedrich Wißmann. Im Jahr 1997 gestaltete Johannes Wipper maßgeblich die Feierlichkeiten zum 100. Vereinsgeburtstag mit.

Von 1978-1999 zeichnete der Bienenexperte auch für den Kreisimkerverein verantwortlich. „Johannes Wipper hat sich sehr für den Nachwuchs eingesetzt. Ihm lag es besonders am Herzen, junge Leute mit der Imkerei vertraut zu machen“, erklärte der Landesvorsitzende Jürgen Frühling. Das sei gerade im Hinblick auf die Zukunft der Imkerei sehr wichtig.

Das Thema Zeit spiele natürlich bei der Bienenhaltung eine wichtige Rolle. „Im Sommer muss man sich kontinuierlich um seine Schützlinge kümmern, um erfolgreich zu sein“, weiß der Fachmann. Wipper sei immer bereit dazu gewesen, neue Herausforderungen anzunehmen. „Sein Name, seine ausgleichende Art, sind weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt“, betonte Jürgen Frühling, der auch Glückwünsche des gesamten Landesvorstands zur Verleihung der Lehzen-Medaille überbrachte. „Johannes Wipper, der vor wenigen Wochen 90 Jahre alt geworden ist, hat viel für die Imkerei getan. Als Ratgeber ist er immer noch ein gefragter Mann“; ergänzte Friedrich Wißmann.   LV.

 

Foto: Vollmer

von links nach rechts:

Friedrich Wißmann, Johannes Wipper, Jürgen Frühling;

 

Verleihung der Verdienstmedaille an Herbert Stronczik

Dieter Trieschmann hatte zur tradtitionellen Frühjahrsversammlung eingeladen und berichtete über Aktuelles aus den vorangegangenen Wochen. Die Frühjahrshonigernte fiel durchschnittlich bis überdurchschnittlich aus und hatte gute Wassergehalte.

Jürgen Frühling, Vorsitzender des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. berichtete über aktuelle Themen aus dem Vereins- und Verbandsleben, u. a. über das „Bienenstöckeregistrierungsgesetz“. Gern war er aber wieder einmal in den Imkerverein gekommen, um eine besondere Ehrung vorzunehmen. 1966 begann die Imkerlaufbahn von Herbert Stronczik. Als es 1984 zu einer Vereinsteilung kam, blieb er seinem Verein treu und übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden das er 2013 nach 29 Jahren abgab. Aus Altersgründen zog er sich damals aus der Vereinsarbeit zurück. In seiner 29jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit bekam das Vereinsleben unter seiner Mitwirkung ein völlig

neues Gesicht. Die Familienmitglieder wurden in die Vereinsarbeit integriert. Das Durchschnittsalter senkte sich deutlich ab. Der Verein bekam eine neue Dynamik mit vielen Aktivitäten. Gemeinsames Wachsschmelzen gehört ebenso dazu, wie Wintertreffen in einer Jurte am Lagerfeuer. Auch im Alter von 92 Jahren hat er noch Freude an der Imkerei und betreut 12 Bienenvölker in Blätterstöcken und Golzbeuten. Für seine Treue zum Verband und die gelistete ehrenamtliche Arbeit verlieh ihm Jürgen Frühling die Verdienstmedaille. LV.

 

Foto: Inge Mötz

(von links nach rechts): Jürgen Frühling, Erika Stronczik, Herbert Stronczik, Dieter Trieschmann;

 

Verleihung der Lehzen-Medaille an Gerhard Dietrich

Zur diesjährigen Frühjahrsversammlung des Kreisimkervereins Northeim begrüßte der Vorsitzende Klaus Meinshausen neben den zahlreich erschienenen Imkerkolleginnen und Imkerkollegen auch den Ehrenvorsitzenden Hans-Otto Angerstein und den Vorsitzenden des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling. Klaus Meinshausen blickte auf das Bienenjahr 2015 zurück, das eine überdurchschnittliche Honigernte in der Region brachte.

Hans Beer hielt den Fachvortrag über Magazinimkerei mit angepasstem Brutraum. Für eine erfolgreiche Imkerei sieht er es als notwendig an, Wetter und die Arbeitsschritte am Bienenvolk genau zu dokumentieren. Nur so könne man mit vergangenen Jahren vergleichen und rechtzeitig auf die Volksentwicklung einwirken.

Am Schluss der Veranstaltung stand die Verleihung der Lehzen-Medaille an Gerhard Dietrich aus Einbeck. Jürgen Frühling überreichte die Auszeichnung für die Entwicklung des „Einbecker Bienenumleitungssystems“. Er würdigte damit den ausgeprägten Erfindergeist Dietrichs zum Wohle der Bienen. Mit der Bienenumleitung ist es möglich, die anfliegenden Bienen am Flugloch umzuleiten. Somit kann in einfacher Art und Weise Einfluss auf die Volksstärke und der damit verbundenen Sammelleistung und Schwarmneigung von zwei oder drei im Block aufgestellten Bienenvölkern genommen werden.

Dietrich nahm die Auszeichnung voller Stolz entgegen und bemerkte überzeugt, dass sich seine Erfindung flächendeckend durchsetzen kann. Sie vereinfacht die Völkerführung. Mit seinen 95 Jahren imkert Gerhard Dietrich nach wie vor selbst an seinen Völkern, natürlich mit der Bienenumleitung. LV.

von links nach rechts:

Jürgen Frühling, Gerhard Dietrich, Klaus Meinshausen;

Imkerverein Campen Versammlung in Wendhausen, der Imkerverein gewinnt neue Mitglieder

Auch dem Imkerverein Campen, dessen Mitglieder vorwiegend aus den Gemeinden Cremlingen und Lehre, der Samtgemeinde Sickte sowie aus Königslutter kommen, haben sich in den letzten Monaten neue Mitglieder angeschlossen. „Innerhalb von zwei Jahren ist unsere Mitgliederzahl von 12 auf 17 gestiegen“, berichtete der Wendhausener Karsten Bode, Vorsitzender des vor 77 Jahren gegründeten Imkervereins Campen.

„Die Bienenhaltung ist das neue Trendhobby der Naturinteressierten“ des. Es gibt offenbar ein zunehmendes Bedürfnis, etwas für die Natur zu tun“, betonte Jürgen Frühling, Vorsitzender des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. Auch rücke offenbar immer mehr ins Bewusstsein der Menschen, dass nur eine ausreichende Bestäubungstätigkeit der Honigbienen den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft garantiere. Die meisten Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.

Während der Versammlung wurde mit Siegfried Waschk ein „Urgestein“ des Imkervereins Campen ausgezeichnet. Der Sickter war 47 Jahre Kassenwart und viele Jahre zugleich Schriftführer des Imkervereins. Waschk wurde mit der Verdienstmedaille des Landesverbandes ausgezeichnet. „Damit wollen wir zum Ausdruck bringen, dass sich Siegfried Waschk in hervorragender Art und Weise ehrenamtllich über Jahrzehnte betätigt hat“, erklärte Landesverbandsvorsitzender Jürgen Frühling. LV.

Siegfried Waschk (links) wird von Jürgen Frühling mit der Verdienstmedaille

Ausgezeichnet;;

Nachruf

Wir trauern um unseren Ehrenvorsitzenden, den Träger der „Lehzen-Medaille“ und „Ehrenimkermeister im D.I.B.“

Josef Zirm

der am 18. Dezember 2016 im Alter von 90 Jahren verstarb.

Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof im Riesengebirge erlernte Josef Zirm den Beruf des Landwirts. Der zweite Weltkrieg nahm ihm, wie vielen anderen die Heimat. Die Aussichtslosigkeit der Rückkehr  veranlasste ihn, eine neue Existenz im Beruf des Lehrers zu finden. Ein Bienenschwarm, den er entdeckte, aber nicht selbst einfangen konnte, veranlasste ihn, nach dem Bau des Hauses in Itzum bei Hildesheim, mit der Imkerei zu beginnen.

Mit großem Ehrgeiz und ausdauerndem Einsatz vertrat er von Anfang an die imkerliche Organisation. Dieser Weg begann 1974 mit dem Eintritt in den Imkerverein Marienburg. Kaum jemand verstand von Genetik so viel wie er, sodass die Mitglieder ihn 1975 zum Obmann für Zucht wählten.  1979 übernahm er den Vereinsvorsitz bis über die Jahrtausendwende hinaus. In diese Zeit fiel die Gründung des Lehrbienenstandes in Bad Salzdetfurth. Eine alte Abraumhalde, ein Stück Ödland der Stadt verwandelten die Imkerinnen und Imker unter seiner Regie in ein Schmuckstück: Ein Lehrbienenstand, der bis heute überregional für die Aus- und Fortbildung der Imkerschaft sorgt.

Im Landesverband Hannoverscher Imker e.V. übernahm er 1982 das Amt des Schulungsobmann und von 1986-1998 war er der Vorsitzende. Er wurde dafür mit der höchsten Auszeichnung der niedersächsischen Imkerverbände, der Lehzen-Medaille geehrt.

Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Hannover sorgte er für die Entwicklung des Kontrollsiegels für die Vermarktung heimischen Honigs und damit für eine der ersten Regionalmarken. Anlass war die Forderung der Imkereien, die damals nach Einführung der Grünbrache zeitgleich mit bienenfreundlichen Sommern plötzlich über große Honigmengen verfügten, die es galt abzusetzen. Die gute Zusammenarbeit bestätigte ihm 1996 die Landwirtschaftskammer mit der Verleihung der „Goldenen Preismünze“.

Am Ende der Amtszeit von Josef Zirm gab es keine Honigberge mehr, dafür aber große Probleme bei der Bienengesundheit. Die Varroose führte zu massiven Völkerverlusten.

Die bundesweiten Aktivitäten im erweiterten Vorstand des Deutschen Imkerbundes e.V. honorierte der Deutsche Imkertag 1998 in Hadamar mit der Ernennung zum Ehrenimkermeister.

Mit seiner Familie und seinen Freunden trauern wir um einen wertvollen Menschen mit hoher sozialer und fachlicher Kompetenz, der der Imkerei mit großer Leidenschaft unendlich viel gegeben hat. Dafür danken wir ganz herzlich.

Wir werden Josef Zirm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Imkerverein Marienburg

Georg Hertle

 

Landesverband Hannoverscher Imker e.V.

Jürgen Frühling

 

Deutscher Imkerbund e.V.

Peter Maske

 

 

 

Foto: LV

Neuwahlen beim Züchterring Niederelbe

Am 1. Mai trafen sich die Mitglieder des Züchterrings Niederelbe und einige Gäste in Horneburg. Anlass der Versammlung war die Neuwahl des Vorstandes. Nach fast 49 Jahren Vorstandsarbeit stellte Gerhard Eggers sein Amt zur Verfügung. Die Versammlung wählte zum neuen Vorstand: Clemens Tandler (1. Vorsitzender), Horst-Dieter Fehling (2. Vorsitzender), Lutz Martens (Kassenwart), Andrea Plambeck (Schriftführerin), Gerhard Eggers (Belegstellenleiter) und Ralf Müller (Belegstellenwart).

Als erste Amtshandlung des neuen Vorstandes wurde Gerhard Eggers zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Clemens Tandler würdigte die besonderen Verdienste und den unermüdlichen Einsatz für den Züchterring Niederelbe. Hierzu überreichte er eine Urkunde. Er kündigte eine Fortführung der Zucht, wie Herr Eggers sie begonnen hatte an. Friedrich-Karl Tiesler, der als Gast der Versammlung beiwohnte, hielt eine kurze Rede, in der er die langjährige, von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit mit Herrn Eggers hervorhob. Als Zuchtobmann Landesverbandes erinnerte Herr Tiesler daran, dass Gerhard Eggers maßgeblich am Aufbau der Belegstelle Neuenhof beteiligt war und darüber hinaus 44 Jahre die Belegstelle leitete. Zusammen mit Herrn Fehling hatte er außerdem die Zuchtwertschätzung eingeführt. Dies alles wäre nicht ohne Unterstützung seiner Ehefrau möglich gewesen. Herr Tiesler schloss seine Rede mit einem Gedicht von Dr. Achim Gercke und der Übergabe seines Buches „Paarungsbiologie und Paarungskontrolle bei der Honigbiene“ als Geschenk. Jürgen Frühling, Vorsitzender des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., der ebenfalls als Gast angereist war, ließ es sich nicht nehmen, einige Worte an den neuen Ehrenvorsitzenden und die Versammlung zu richten. Er würdigte die jahrzehntelange Arbeit von Gerhard Eggers in der Zucht und für den Landesverband. Als besonderen Dank überreichte er einen Nussknacker in Imkerform.

Als weiteren Punkt brachte der neue Vorstand einige Neuerungen zur Abstimmung und kündigte eine erste gemeinsame Vorstandssitzung an, um das weitere Vorgehen festzulegen. Im letzten Tagesordnungspunkt wurde darüber diskutiert, wie die Belegstelle Neuenhof interessanter gemacht werden könnte.    

Andrea Plambeck

Von links nach rechts:

Horst-Dieter Fehling, Ralf Müller, Clemens Tandler, Rosemarie Eggers, Gerhard Eggers, Jürgen Frühling, Lutz Martens, Andrea Plambeck, Friedrich-Karl Tiesler;

Landesverband Hannoverscher Imker e.V. Honigprämierung 2016

Der Kreisimkerverein Goslar wird in diesem Jahr mit Unterstützung des LAVES - Institut für Bienenkunde Celle eine  Honigprämierung durchführen, zu der Mitglieder des Landesverbandes Honigproben einsenden können. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 31. Juli 2016 bei der

Geschäftsstelle des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V.

Johannssenstraße 10, 30159 Hannover, Telefon 0511/324339, Fax 0511/3681031

Email: info@imkerlvhannover.de

mit vollständiger Anschrift und Nennung der Bankverbindung schriftlich anzumelden.

Die Teilnehmer werden registriert und erhalten drei Gewährverschlüsse. Es werden drei Honigproben aus einer  Abfüllcharge benötigt. Wichtig hierbei eine geeichte Waage und die Angabe des Haltbarkeitsdatums in Tag, Monat und Jahr. Die Honigproben sind im Imkerhonigglas mit den zugesandten Gewährverschlüssen ohne Namensangabe auf den Gläsern bzw. Gewährverschlüssen einzusenden. Eine Sortenbezeichnung ist zulässig, aber nicht notwendig.

Anlieferung des Honigs bis spätestens 31. August 2016.

Lieferanschrift:        Udo Kellner, Am Gartenfeld 6, 29351 Eldingen, Telefon 05148/819

Bankverbindung:       Landesverband Hannoverscher Imker e.V.

Hannoversche Volksbank eG

BIC VOHADE2HXXX, IBAN DE98 2519 0001 0603 6104 00

 Mit der Anlieferung ist der Kostenbeitrag in Höhe von 40,-- € auf das Konto des Landesverbandes zu überweisen. Wir bitten, die Überweisung so rechtzeitig vorzunehmen, dass die Buchung am 31. August 2016 auf dem Konto erfolgt ist. Verspätet eingehende Proben bzw. Proben, für die der Kostenbeitrag nicht entrichtet worden ist, nehmen nicht an der Bewertung teil. Die Bekanntgabe der Ergebnisse und die Verleihung der Urkunden erfolgt bei der Kreiskonferenz am 15. Oktober 2016 in Walsrode. Zusatzetiketten zum Imkerhonigglas können zu einem Preis von 2,-- € je Bogen (24 Stück) erworben werden.

Zusatz für kontrollzeichenführende Imkereien:

Im Rahmen der Honigprämierung kann auch eine Vollanalyse gemäß den Bestimmungen zum Kontrollsiegel Honig durchgeführt werden. Die Kosten für die Teilnahme an der Honigprämierung und für die Vollanalyse liegen dann bei zusammen 95,-- €. Falls Sie dieses Angebot wahrnehmen möchten, müssen Sie bei der Anmeldung zur Honigprämierung und bei der Einsendung der Honigproben darauf hinweisen.

Fördermittel

Im Rahmen der Fördermaßnahme Honig werden auch Honiguntersuchungen bezuschusst. Für die Untersuchung zur Honigprämierung wird ein Zuschuss bis zu 20,-- € und für eine Vollanalyse (siehe Kontrollsiegel) ein Zuschuss bis zu 55,-- € gewährt. Ein Anspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Es werden ausschließlich die zur Verfügung gestellten Fördermittel an die teilnehmenden Imker erstattet (voraussichtlich erst im Dezember 2017). Bitte teilen Sie uns hierzu ihre Bankverbindung mit.

Jürgen Frühling, Vorsitzender

Udo Kellner, Obmann für Markt- und Honigfragen

Ministerempfang am 31.03.2016 in Verden/Aller

Zum traditionellen Empfang hatte der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer am 31. März 2016 die Vertreterinnen und Vertreter der Rassekaninchenzüchter, Rassegeflügelzüchter und Imker in den Niedersachsenhof in Verden eingeladen. Gemeinsam mit Dr. Johanne Waßmuth, Thomas Dosch und Dr. Werner von der Ohe stellte sich der Minister den Fragen.

In diesem Jahr begannen die Imkerverbände. Der 2. Vorsitzende des Landesverbandes der Imker Weser-Ems e.V. wies auf die Leistungen seines Verbandes im Gesundheitswesen, der Bienenzucht und der Schulung von Neuimkern hin. Da in bestimmten landwirtschaftlichen und gärtnerischen Bereichen besonders intensive Bestäubung nötig sei, benötige man dazu besonders auf Bestäubung aufgebaute Imkereien. Dazu bat er um Unterstützung des Ministeriums.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling regte an, die Förderung im Zuchtbereich wieder anzuheben. Der Zuchtbereich werde mit großem Engagement betrieben und diene der gesamten Imkerschaft. Insbesondere im Bereich der Varroatoleranzzucht erwarte Jürgen Frühling in nächster Zeit große Fortschritte.

Foto und Text: Cord Henry Lankenau

Foto und Text: Cord Henry Lankenau
Von links nach rechts: Thomas Dosch (Abteilungsleiter ML Niedersachsen) Renate Schulz-Sandhof, Jürgen Frühling, Dr. Johanne Waßmuth, Dr. Werner von der Ohe, Dr. Reinhold Hergemöller;

Er beklagte sich über die angestrebte Einführung des „Bienenstöcke-Registrierungsgesetz“ und wies auf den hohen Verwaltungsaufwand hin. Zugleich bemängelte er als unangenehm, dass die bislang von den Imkerverbänden gemeldeten Völkerzahlen als falsch angesehen würden.

Der Minister wies auf die umfangreichen Förderungen der Imkerei in Niedersachsen hin. Für Schulung wurden 174.000 € du für die Neueinrichtung von Bienenständen 101.000 € in 2015 und damit deutlich mehr als in den Vorjahren ausgezahlt. Er versprach, sich dafür einzusetzen, dass diese Förderungen weiterhin geleistet würden. Indirekt schaffe das Blühstreifenprogramm positive Effekte für die Honigbienen. Es werde allerdings in Weser-Ems nur wenig und im Bereich Hannover sehr unterschiedlich in Anspruch genommen. Um eine bessere Verteilung zu gewährleisten sei es nicht möglich, ganze landwirtschaftliche Betriebe in Blühflächen umzuwandeln, sodass sich möglichst flächendeckend die Pollenversorgung verbessern solle.

Für die Bestäubungsprämie wolle er sich einsetzen. Hierbei sei allerdings Europäisches Recht zu beachten und es könne mehrere Legislaturperioden gebrauchen, bis eine Entscheidung vorliege.

Das „Bienenstöcke-Registrierungsgesetz“ sei eine Folge einer Beanstandung des Europäischen Rechnungshofes, die Beanstandungen seien unbedingt zu beachten. Das Gesetz sei wohl nicht zu verhindern, man sei aber bemüht, Erleichterungen zu schaffen. Der Wunsch nach einer höheren Förderung der Zucht erreiche das offene Ohr des Ministers.

Die Vertreter der Rassegeflügel- und Kaninchenzuchtverbände trugen u. a. Probleme bei der Gestaltung von Schauen und Haltungsverboten in neuen Wohngebieten vor. Diese Probleme

führen dazu, dass es nicht leicht sei, Nachwuchs zu gewinnen, womit sie sich im Augenblick von den Imkerverbänden unterscheiden.      

51.Nordhannoverscher Imkertag in Tostedt stand unter dem Motto „Bienengesundheit“

Der Einladung des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. und des ausrichtenden Kreisimkervereins Osterholz-Scharmbeck folgten über 220 Bieneninteressierte traditionell in das Gasthaus „Wiechern“ nach Todtglüsingen. Das Thema dieses Tages war: „Wie können wir unseren Bienen helfen, mit der Varroa fertig zu werden?“.

Der Landesverbandsvorsitzende Jürgen Frühling eröffnete die Veranstaltung und berichtete über die weiterhin positive Entwicklung der Mitglieder- und Völkerzahlen. Er dankte allen ehrenamtlich Tätigen für die Mithilfe. Insbesondere der Bereich Schulung sei nur so zu bewältigen. Hinsichtlich der Überwinterung der Bienenvölker in diesem Jahr gäbe es meist positive Rückmeldungen aus den Imkervereinen.

Foto LV: Von links nach rechts: Dr. Florian Deising, Michael Broser, Jürgen Frühling, Uwe Haye, Torben Schiffer;

Der Vorsitzende des KIV Osterholz, Uwe Haye klärte über die Anwendung der Oxalsäure auf. Eine Anwendung sollte bei um 0° Celsius im brutfreien Volk erfolgen. In den milden Wintern gäbe es kaum eine Brutpause, was die Anwendung problematisch erscheinen lasse.

Dr. Florian Deising referierte über die „Bienensauna und deren Konzept und Erfahrungen“. Er hat sich mit der Thermodynamik in der Beute während des Heizprozesses beschäftigt. Wichtig ist bei der Behandlung, dass die notwendige Temperatur von 42° C in der gesamten Beute über drei bis vier Stunden erreicht und auch gehalten werde. Egal ob es draußen dabei kalt, nass oder heiß ist. Die Bienen fühlen sich laut Dr. Deising sehr wohl und sind für Tage sehr viel vitaler. Sie „schwitzen sich gesund“. Auch die Stockfeuchtigkeit wird mit Hilfe einer hoch sensiblen Steuerungstechnik geregelt. Nur leider ist dieses Gerät sehr teuer. Da es sich noch in der Testphase befindet, bat der Referent um Unterstützung. 250 Geräte sind schon bei 800 Imkereien im Einsatz. Mit jedem Einsatz werden Daten für die Auswertung gesammelt. Damit kann die Software weiter entwickelt und das System verbessert werden.

Auch der dritte Vortrag behandelte das Thema: „Aufheizen der Beute, um die Varroa abzutöten“, der Vortrag von Michael Broser handelte über das Gerät: „Varroa Kill II – Prinzip und Ausführung“. Ohne Verwendung chemischer Substanzen ist wetterunabängig die Varroabekämpfung möglich. Das Gerät ist einfacher gebaut und damit nur halb so teuer. Die Herstellung erfolgt in Österreich, der Vertriebspartner hat seinen Sitz in Worpswede.

Torben Schiffer von Bee nature trug brillant über den Bücherskorpion als die biologische Alternative vor. Bis in die 1970er Jahre lebte der Bücherskorpion in Symbiose mit unseren Honigbienen und befreite sie von diversen Parasiten. Er frisst bis zu 5 Varroamilben am Tag und vertilgt die Raupen der Wachsmotte. Chemische Behandlungen gegen die Varroa haben ihn fast ausgerottet.

Prof. Dr. Jürgen Tautz berichtete darüber, wie sich Honigbienen gesund halten. Sein Forschungsauftrag war, die Bienengesundheit zu untersuchen. Nach kurzer Zeit wurde ihm und seinen Mitarbeitern klar, dass die Bienengesundheit unglaublich komplex ist. Die einzelne Biene ist eigentlich nicht zu untersuchen, sondern das Bienenvolk. Sein Vortrag lehnte sich an den seines Vorredners Torben Schiffer an, weil sie sich über ihre Forschungsergebnisse austauschen. Ein Thema war die Schimmelbildung in den Ecken der Magazinbeuten. Unter 60% Luftfeuchtigkeit kann kein Schimmel entstehen. Über 80% fängt alles an zu schimmeln. KIV Osterholz

Verleihung der Verdienstmedaille des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. an Dieter Möbius

Kreisimkerverein Soltau in Wietzendorf

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Kreisvorsitzenden Jürgen Rust, richten zunächst der Landrat des Heidekreises, Manfred Ostermann und der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling, Grußworte an die Versammlung.

Foto: LV. von links nach rechts: Günter Knopp, Dieter Möbius, Ewald Wildemann, Jürgen Frühling, Jürgen Rust, Torsten Panning, Manfred Ostermann am Imkerdenkmal in Wietzendorf;

Der Landrat Manfred Ostermann bedankt sich ausdrücklich bei allen Imkern für die tatkräftige Unterstützung bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Neben anderen Aktionen machte der Heidekreis mit den Regionalprodukten Sommer- und Heidehonig auf sich aufmerksam. Heidehonig war dabei der Renner der Messe.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling rief sowohl Jungimker als auch langjährige Imker zu permanenter Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen auf. Für viele Mitglieder sei die Imkerei Freizeitbeschäftigung, sodass die Pflichteinführung eines „Imkerführerscheins“ nicht zielführend sei.

Anschließend überreicht Jürgen Frühling die Verdienstmedaille für über 30jährige Kassenführung und zahlreicher weiterer ehrenamtlicher Tätigkeiten an den Bispinger Dieter Möbius. Dabei erinnert sich Jürgen Frühling daran, wie Möbius gewissenhaft die Kasse des Landesverbandes prüfte. Nachfolger von Dieter Möbius ist Torsten Panning aus Suroide.

Für seine langjährige Tätigkeit im Kreisimkerverein ernannten die Soltauer Ewald Wildemann zum Ehrenvorsitzenden. LV.

Protokoll der Vertreterversammlung am 20. Februar 2016 im Hotelrestaurant „Zum Hollengrund“, Kirchstr. 20, 27404 Heeslingen

Beginn: 10.05 Uhr                                                                Ende: 12.25 Uhr

Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste

Stimmenzahlen: Kreisimkervereine: 16, Imkervereine: 95

Tagesordnung: siehe Einladung

 

Top 1: Eröffnung, Begrüßung

Der Vorsitzende des Landesverbandes Herr Jürgen Frühling eröffnet die ordentliche  Vertreterversammlung. Er bedankt sich für die Organisation und Gastfreundschaft des KIV Rotenburg/Wümme. Weiterer Dank geht an das „Jagdhornbläserchor Hegeringgruppe Zeven“ für die Einstimmung auf die Versammlung. In seiner Ansprache geht er kurz auf das vergangene Jahr ein. Dabei beleuchtet er die Themenbereiche Mitglieder- und Völkerentwicklung des Verbandes, hervorzuhebende Veranstaltungen zur positiven Darstellung der Imkerei in der Bevölkerung, Erhöhung der Rechtsschutzversicherung und eine vermeintliche Steigerung der Diebstahlsfälle im letzten Jahr. 

Im Anschluss bedankt er sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, den Mitarbeitern des LAVES-Instituts für Bienenkunde Celle und den Mitarbeitern des Deutschen Imkerbundes sowie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Ministerien und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des Landesverbandes.

Der Vorsitzende begrüßt namentlich hochrangige Gäste und die anwesenden Mitglieder der Imkervereine, alte und neue Vorstandskollegen sowie Herrn Peter Senkpiel als Organisator der Veranstaltung. Weiter namentlich begrüßt wurden, Herr Gerhardt Fuhrich langjähriger Geschäftsführer des LV, Frau Xandia Stampe aus Berlin als Vertreterin des Deutschen Bienen Journals, die Vertreterinnen und Vertreter der Presse, Frau Claudia Leiß vom Versicherungsmakler des Landesverbandes,  Gaede & Glauerdt.

Top 2: Grußworte

Grußworte halten der Vorsitzende des ausrichtenden KIV Rotenburg/Wümme, Herr Peter Senkpiel, der Bürgermeister der Gemeinde Heeslingen, Herr Gerhard Holsten, der stellvertretende Bürgermeister der Samtgemeinde Zeven, Herr Norbert Wolff, der Landrat des Landkreises Rotenburg/Wümme, Herr Hermann Luttmann, der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Herr Christian Meyer, das Präsidiumsmitglied des Deutschen Imkerbundes, Klaus Schmieder, die Präsidentin des Imkerverbandes Hamburg e.V., Frau Gesa Lahner und der Leiter des LAVES-Institut für Bienenkunde Celle, Herr Werner von der Ohe.

Top 3:Totengedenken

Der Vorsitzende bittet die Mitglieder der Vertreterversammlung sich zu Ehren der Verstorbenen zu erheben und nennt stellvertretend die Namen von im Berichtszeitraum verstorbener Mitglieder und Perönlichkeiten:

Horst Bieneck, KIV Wolfsburg

Heinz Timm, IV Wendland

Günter Bodenstab, IV Verden

Robert Rönnau, IV Teufelsmoor

Top 4: Ehrungen

Der Imkerverein Hannover Süd erhält wie im letzten Jahr einen Gutschein über 50,- € für die höchste Anzahl Neubeitritte im Landesverband. Der Vorsitzende Hubert Rolfes nimmt den Preis entgegen.

Der Imkerverein Börßum hat den höchsten prozentualen Mitgliederzuwachs. Die Übergabe des Preises wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Herr Klaus Schmieder verleiht Herrn Cord-Henry Lankenau den Ehrenimkermeisterbrief des Deutschen Imkerbundes für seine langjährigen Verdienste und hervorragenden Leistungen im imkerlichen Verbandsleben.

Top 5: Aussprache zu den Jahresberichten

Der Vorsitzende stellt die in den Tagungsunterlagen enthaltenen Berichte der Obleute zur Diskussion. Zum Bericht des Obmanns für Markt- und Honigfragen gibt es eine Wortmeldung von Herrn Claus Sommer, Vorsitzender des KIV Celle. Herr Sommer stellt klar, dass für die ehrenamtliche Tätigkeit der Probenahme für die Honigmarktkontrolle im KIV Celle keine Personen zur Verfügung stehen.

Der angesprochene Obmann für Markt und Honigfragen, Udo Kellner, antwortet, er habe in 2015 selbst Proben für den KIV Celle gezogen und berichtet, dass zukünftig ein neuer Honigobmann für den KIV Celle gewonnen werden konnte.

Zum Bericht des Obmanns für Bienengesundheit gibt es ebenfalls eine Wortmeldung von Herrn Claus Sommer. Herr Sommer ist der Meinung, dass für das AFB-Monitoring nicht wie bisher die Kontrolle über die Anzahl der Bienenvölker laufen sollte sondern die Mitglieder als Bezugsgröße gewählt werden sollten.

Der angesprochene Obmann für Bienengesundheit, Dr. Reinhold Hergemöller, erklärt, dass das AFB-Monitoring nur über die Fläche laufen kann also weiterhin 10 % der Bienenstände der einzelnen Kreisimkervereine untersucht werden.

Zu weiteren Berichten gibt es keine Fragen oder Anmerkungen.

Top 6: Abnahme der Jahresrechnung 2015

Herr Jürgen Frühling stellt die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2015 vor.

Es gibt keine Fragen zur Jahresrechnung.

Top 7: Entlastung des Vorstandes

Der Vorsitzende gibt bekannt, dass die Kasse des Verbandes am 12.1.2016 in der Geschäftsstelle des Verbandes durch die gewählten Kassenprüfer Herrn Peter Senkpiel, KIV Rotenburg/Wümme und Herrn Dirk Adomat, KIV Hameln-Pyrmont geprüft wurde und bittet Herrn Peter Senkpiel den Prüfungsbericht vorzutragen.

Herr Senkpiel bescheinigt der Geschäftsstelle in seinem Prüfbericht eine ordnungsgemäße Arbeit und bittet danach die stimmberechtigten Mitglieder zur Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung, die einstimmig erteilt wird.

Top 8: Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2017

Der Haushaltsvoranschlag wird durch den Vorsitzenden Herrn Jürgen Frühling vorgestellt.

In die Planung sind die aktuellen Mitglieder- und Völkerzahlen eingeflossen. Für 2017 ist  eine Erhöhung der Imker-Rechtsschutzversicherung von 1,49 € auf 2,20 € je Mitglied vorgesehen. Der Versicherungssatz wurde seit nahezu 30 Jahren nicht verändert. Die Beitragsordnung 2017 wird dahingehend geändert und im Dezember an alle Imkervereine verschickt. Es gibt keine Wortmeldungen zum Haushaltsvoranschlag 2017.

Der Haushaltsvoranschlag und die Beitragsordnung für 2017 werden einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.

Top 9: Wahlen:

            Top 9.1: Kassenprüfer(in)

Turnusgemäß scheidet Dirk Adomat als Kassenprüfer aus. Vor dem Hintergrund, dass die nächste Vertreterversammlung vom KIV Goslar in Goslar ausgerichtet werden soll, schlägt Gerhardt Fuhrich Herrn Volker Mehlig als 2. Kassenprüfer vor. Er wird einstimmig gewählt und hatte einer Wahl im Vorfeld zugestimmt, da er persönlich nicht an der Vertreterversammlung teilnehmen konnte.

Top 10: Anträge

Es liegen keine Anträge vor.

Top 11: Mitteilungen, Anfragen

Der Vorsitzende Jürgen Frühling teilt mit, dass die Zulassung von Amitraz-Streifen erfolgt ist. Des Weiteren hat die Firma Bayer die Zulassung für eine Fluglochbehandlung beantragt (Varroa-Gate). Der Vorsitzende vom IV Rotenburg, Herr Stecher, hat zum eingesetzten Wirkstoff eine Frage, die Herr von der Ohe beantwortet und dabei gleichzeitig auf mögliche Rückstandsprobleme im Honig hinweist und Resistenzbildung durch nicht sachgerechte Anwendung befürchtet.

Frau Rupp (IV Braunschweig) regt die Bildung von Arbeitskreisen an, die anlässlich der Vertreterversammlung evtl. am Nachmittag tagen könnten und in denen wichtige Vereinsthemen diskutiert werden sollten. Armin Blume unterstützt den Vorschlag von Frau Rupp. Der IV Hoya hält die Vertreterversammlung für das Vorhaben nicht geeignet. Der Vorstand wird sich auf der nächsten Vorstandssitzung mit dem Vorschlag von Frau Rupp befassen.

Der Vorsitzende vom IV Celle-Land Udo Kellner weist auf die Möglichkeit hin, über die Bingo-Lotterie Geld für Schulen zu bekommen, die eine Bienen AG betreuen. Der jeweilige Förderverein der Schule, der in der Regel gemeinnützig ist, kann einen entsprechenden Antrag bei der Bingo-Lotterie stellen. Auch Sparkassen können dahingehend angesprochen werden. Der Stellenwert der Nachwuchsförderung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Top 12: Schlusswort

Der Vorsitzende Herr Jürgen Frühling bedankt sich beim KIV Rotenburg/Wümme unter dem Vorsitz von Peter Senkpiel für die gute Organisation der Vertreterversammlung und wünscht  allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen guten Appetit.

Für das laufende Imkerjahr wünscht er allen Imkern Glück, Gesundheit und volle Honigtöpfe und schließt die Versammlung um 12.25 Uhr.

Nach der Mittagspause wird das Programm durch den Festvortrag fortgesetzt.

Prof. Dr. Kaspar Bienefeld, Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf referiert zum Thema: „Wabenbau, Königinnenauswahl und Hygieneverhalten: Einblicke in das Dunkel des Bienenvolkes durch Infrarottechnik“.

Am Vortag fand traditionsgemäß eine Vorstandssitzung mit einem Empfang beim Bürgermeister der Gemeinde Heeslingen, Gerhard Holsten, im Hotelrestaurant „Zum Hollengrund“ mit anschließender Besichtigung der St. Viti Kirche statt.

Jürgen Frühling                                                                                 Marianne Fritzensmeier

Vorsitzender                                                                                      Geschäftsführerin

Heeslingen

 

Kreisimkerverein Wolfenbüttel in Schladen

KIV in Schladen
Thema Bienen keine „Eintagsfliege“

Ehrung des Kreisvorsitzenden Claus Ganzauer mit der Verdienstmedaille

Alle Plätze des Dorfgemeinschaftshauses in Schladen waren mit interessierten Menschen aus ganz Niedersachsen belegt. Das Thema Honigbienen mobilisierte. Hausherr Andreas Memmert sprach von einer „vollen Schladener Scheune“. Der Gemeindebürgermeister Schladen/Werla bedankte sich besonders beim Mitorganisator und Ideengeber, dem Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg. Die Teilnehmer kamen aus dem Bereich Imkerei, von Kleingartenvereinen oder auch aus anderen Vereinen in der Gemeinde Schladen-Werla. Der Bürgermeister berichtete über die groß angelegten Pflanzaktionen von Bäumen und Büschen und berichtete von der Blütenvielfalt in der Gemeinde. Wenn nun jeder etwas für die Bienen anpflanze, wäre das ein großer Erfolg der Veranstaltung so Memmert. Das die Bienenhaltung ein wichtiges Thema sei, zeige sich schon daran, dass über 200 Menschen aus Land- und Forstwirtschaft, dem kommunalen Bereich, vom Nationalpark Harz und NABU anwesend seien betonte MdL Frank Oesterhelweg. Der Kreistag in Wolfenbüttel habe auf Antrag der CDU in seinem Haushalt kürzlich 12.500,-- Euro insbesondere für die Anpflanzung von spät blüheneden Büschen und Bäumen bereitgestellt. Im Bereich der Landwirtschaft gilt es nicht, Konflikte zu schüren sondern in gemeinsamen Aktionen Verbesserungen für die Honigbiene zu erreichen. Dem schloss sich auch Jürgen Frühling, der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. an, der die Imkerei als Teil der Landwirtschaft bezeichnete.

Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer den Vortrag von Gerhardt Fuhrich, der viele Probleme der Imkerei vorstellte aber auch gleich viele Lösungmöglichkeiten aufzeigte.

Die Ausstellung und die Verköstigung vor Ort mit Honigbrötchen organisierten die Imker Richard Hein, August-Wilhelm Kiene und Reinhard Wolf sowie bienenfleißige Helferinnen und Helfer aus der Verwaltung.

Claus Ganzauer, Vorsitzender des Kreisimkervereins Wolfenbüttel bekam von Jürgen Frühling die Verdienstmedaille des Landesverbandes für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit in der Region verliehen.

LV.

Foto: Rosenthal
Von links nach rechts: Frank Oesterhelweg, Claus Ganzauer, Richard Hein, Andreas Memmert, Jürgen Frühling, August-Wilhelm Kiene, Reinhard Wolf

Vertreterversammlung am 21. Februar 2015 in der Stadthalle Hessisch Oldendorf

Protokoll der Vertreterversammlung  am 21. Februar 2015 in der Stadthalle Hessisch Oldendorf, Barkenser Weg 16, 31840 Hessisch Oldendorf

Hessisch Oldendorf

Beginn: 10.05 Uhr                                       Ende: 13.15 Uhr

Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste

Stimmenzahlen: Kreisimkervereine: 20, Imkervereine: 90

Tagesordnung: siehe Einladung

Top 1: Eröffnung, Begrüßung

Der Vorsitzende des Landesverbandes Herr Jürgen Frühling eröffnet die ordentliche  Vertreterversammlung. Er bedankt sich für die Organisation und Gastfreundschaft des IV Hessisch Oldendorf. In seiner Ansprache geht er kurz auf das vergangene Jahr ein. Dabei beleuchtet er die Themenbereiche Mitgliederentwicklung des Verbandes, Auswinterung der Völker, Völkerverluste im Jahresverlauf, Blühstreifenprogramm des Landes Niedersachsen, Greening-Maßnahmen und die Vermarktung Deutschen Honigs im Imkerhonigglas.

Im Anschluss bedankt er sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, den Mitarbeitern des LAVES-Instituts für Bienenkunde Celle und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Ministerien und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des Landesverbandes.

Der Vorsitzende begrüßt namentlich hochrangige Gäste und die anwesenden Mitglieder der Imkervereine weiter Herrn Prof. Dr. Jost Heinrich Dustmann Direktor im Ruhestand des Bieneninstituts Celle, Herrn Gerhardt Fuhrich langjähriger Geschäftsführer des LV, Frau Xandia Stampe aus Berlin als Vertreterin des Deutschen Bienen Journals, die Vertreterinnen und Vertreter der Presse, Herrn Arno Martinsen, vom Versicherungsmakler des Landesverbandes,  Gaede & Glauerdt und die Bienenzuchtausrüster. Außerdem nennt er die Namen der entschuldigter ehrenamtlicher Vertreter.

Top 2: Grußworte

Grußworte halten der Vorsitzende des ausrichtenden IV Hessische Oldendorf, Herr Helge Hiddensen, der Bürgermeister der Stadt Hessisch Oldendorf, Herr Harald Krüger, der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont, Herr Tjark Bartels, der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Herr Gerhardt Schwetje,

der Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks Herr Ulrich Löhr, der Vorsitzende des Agrarausschusses des Niedersächsischen Landtages, Herr Hans Hermann Grupe, der Abgeordnete des Niedersächsischen Landtages aus dem Kreis Hameln-Pyrmont, Herr Otto Deppmeyer und LAVES-Institut für Bienenkunde Celle die stellvertretende Leiterin Frau Martina Janke.

Top 3: Totengedenken

Der Vorsitzende bittet die Mitglieder der Vertreterversammlung sich zu Ehren der Verstorbenen zu erheben und nennt stellvertretend die Namen von im Berichtszeitraum verstorbener Mitglieder und Perönlichkeiten:

Heinz Plagmann, IV Neuhaus-Oste;

Günter Bodenstab, IV Verden

Willi Hotopp, IV Peine

Friedrich Wilhelm Tiedemann, IV Bremervörde

Ewald Lichtenberg, IV Gartow

Willi Marquardt, IV Burgwedel

Heinrich Schön, IV Rehburg

Arend Meyer zu Wedel, Präsident LWK Niedersachsen

Top 4: Ehrungen

Der Imkerverein Hannover Süd erhält wie im letzten Jahr, sowohl einen Gutschein über 50,- € für den höchsten prozentualen Mitgliederzuwachs als auch für die höchste Anzahl Neubeitritte  im Landesverband. Der Vorsitzende Hubert Rolfes nimmt die Preise entgegen.

Mit der Verdienstmedaille des Landesverbandes wird Herr Karl-August Heiser vom IV Pattensen ausgezeichnet. Im Nachgang zur Ehrung von Jürgen Röpke bei der Mitgliederversammlung des  IV Verden für seine langjährigen Verdienste für den Verein und den Verband wird ihm die Lehzen-Medaille vom Vorsitzenden überreicht.

Top 5: Aussprache zu den Jahresberichten

Der Vorsitzende stellt die in den Tagungsunterlagen enthaltenen Berichte der Obleute zur Diskussion. Zum Bericht des Obmanns für Markt- und Honigfragen gibt es eine Wortmeldung von Herrn Claus Sommer, Vorsitzender des KIV Celle. Herr Sommer beklagt sich über die im Bericht enthaltenen, seines Erachtens überflüssigen, Belehrungen. Er stellt ebenfalls die enthaltenen Berechnungen in Frage bzw. behauptet, dass diese falsch seien.

Der angesprochene Obmann für Markt und Honigfragen, Udo Kellner, zeigt sich äußerst verwundert über die Art und Weise, sowie die inhaltliche Kritik an seinem Bericht. Er versichert die Richtigkeit der angegeben Zahlen, wird dieses jedoch trotzdem noch einmal prüfen.

Zu weiteren Berichten gibt es keine Fragen oder Anmerkungen.

Top 6: Abnahme der Jahresrechnung 2014

Herr Jürgen Frühling stellt die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2014 vor.

Es gibt keine Fragen zur Jahresrechnung.

Top 7: Entlastung des Vorstandes

Der Vorsitzende gibt bekannt, dass die Kasse des Verbandes am 16.1.2015 in der Geschäftsstelle des Verbandes durch die gewählten Kassenprüfer Herrn Siegfried Neske, IV Langenhagen- Hannover-Land  und Herrn Dirk Adomat, IV Hessisch-Oldendorf geprüft wurde und bittet Herrn Dirk Adomat den Prüfungsbericht vorzutragen.

Herr Adomat bescheinigt der Geschäftsstelle in seinem Prüfbericht eine ordnungsgemäße Arbeit und bittet danach die stimmberechtigten Mitglieder zur Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung, die einstimmig erteilt wird. 

Top 8: Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2016

Der Haushaltsvoranschlag wird durch den Vorsitzenden Herrn Jürgen Frühling vorgestellt.

In die Planung sind die aktuellen Mitglieder- und Völkerzahlen eingeflossen. Eine Beitragserhöhung ist auch für 2016 nicht vorgesehen. Der Verband verfügt über gute Rücklagen und ist daher gut aufgestellt. Durch die Herausforderungen in den nächsten Jahren kann es sicher einmal zu einer leichten Beitragsanpassung kommen. Der Haushaltsvoranschlag und die Beitragsordnung für 2016 werden einstimmig angenommen.

Top 9: Wahlen:

Der Vorsitzenden übergibt die Versammlungsleitung an die zweite Vorsitzende, Frau Renate Schulz-Sandhof.

Sie bedankt sich bei Jürgen Frühling für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren, die er in seiner Freizeit und an den Wochenenden leistete.

Der Wahlgang fand nach vorheriger Zustimmung der Delegierten in offener Wahl statt.

Top 9a. Vorstand

  1. Vorsitzender:

Jürgen Frühling wird zur Wiederwahl vorgeschlagen und einstimmig von den Delegierten gewählt. Er nimmt die Wahl an.

Danach übernimmt Jürgen Frühling wieder die Versammlungsleitung.

Alle folgenden Wahlgänge werden nach vorheriger Zustimmung der Delegierten in offener Abstimmung durchgeführt.

Den in der Tagesordnung gemachten Wahlvorschlägen wird in den folgenden Positionen durch die Versammlung entsprochen. Die Kandidaten werden jeweils ohne Gegenkandidaten gewählt und nehmen die Wahl an.

  1. Vorsitzende, Renate Schulz-Sandhof (einstimmige Wiederwahl)
Top 9b. Beisitzer

Obmann für Beobachtung und Bienenweide, Reinhard Blohm (einstimmige Wiederwahl)

Obmann für Markt- und Honigfragen, Udo Kellner (Wiederwahl bei einer Enthaltung )

Obmann für Bienen-, Naturschutz und Landschaftspflege, Ewald Wildemann (kandidierte aus Altersgründen nicht wieder)

Jürgen Frühling bedankt sich bei Ewald Wildemann für die langjährige Mitarbeit im Vorstand und überreicht ihm ein Präsent aus der Region.

Wahlvorschlag des Vorstands: Clemens Tandler;

Herr Tandler stellt sich der Versammlung kurz vor und wird von der Versammlung einstimmig gewählt.

Obmann für Schulung, Andreas Abelmann (einstimmige Wiederwahl)

Obmann für das Rechtswesen, Cord Henry Lankenau (einstimmige Wiederwahl)

Obmann für das Zuchtwesen, Friedrich-Karl Tiesler (einstimmige Wiederwahl)

Obmann für das Gesundheitswesen, Dr. Reinhold Hergemöller (bislang noch

kein Beisitzer und Wahlvorschlag des Vorstands) (einstimmig gewählt)

Top 9c: Obleute

(eine Wahl durch die Vertreterversammlung nicht erforderlich, sollte jedoch nach Empfehlung des Vorstandes wie bei vorherigen Wahlen erfolgen)

Obmann für die Bildstelle, Harald Brummerloh (einstimmige Wiederwahl)

Obmann für Bienenwanderung, Dr. Reinhold Hergemöller (kandidierte bereits als Beisitzer).

Wahlvorschlag des Vorstandes: Nico Martens

Herr Martens stellt sich der Versammlung kurz vor und wird von der Versammlung einstimmig gewählt.

Obmann für den DBIB, Georg Klindworth (einstimmige Wiederwahl)

Top 9d: Kassenprüfer(in)

Turnusgemäß scheidet Siegfried Neske als Kassenprüfer aus. Vor dem Hintergrund das die nächste Vertreterversammlung vom KIV Rotenburg in Zeven ausgerichtet werden soll, wird aus der Versammlung Herr Peter Senkpiel vorgeschlagen. Er wird einstimmig gewählt und hatte einer Wahl im Vorfeld zugestimmt, da er persönlich nicht an der Vertreterversammlung teilnehmen konnte.

Top 10: Anträge

Der IV Celle Stadt e. V. stellt den Antrag, den Mitgliedern die Online-Bestellung von Gewährverschlüssen, ohne Einbeziehung des IV Vorsitzenden und der Geschäftsstelle des Landesverbandes, direkt beim DIB in Wachtberg zu ermöglichen.

Der Vorsitzende des KIV Celle, Herr Claus Sommer erläutert den Antrag und bittet um Zustimmung durch die Versammlung.

Der Antrag wird intensiv diskutiert. Mehrere Delegierte äußern Bedenken bezüglich der Kontrollierbarkeit des gemeldeten Völkerbestandes im Vergleich zum tatsächlich vorhandenen. Für einige Vorsitzenden ist die Gewährverschlussbestellung auch die einzige Gelegenheit mit bestimmten Mitgliedern ins Gespräch zu kommen.

Der Landesverbandsvorstand hat den Antrag in der Vorstandssitzung diskutiert und empfiehlt

der Versammlung ihn abzulehnen.

Das derzeit vom DIB dafür angebotene EDV-System sei für die Umsetzung erforderlich.

Es biete allerdings nicht den Umfang des bislang vom Landesverband genutzten Systems

und wäre erst einmal ein Rückschritt. Nach Verbesserung des Systems in den nächsten Jahren wäre eine Umsetzung jedoch denkbar.

Der Vorsitzende Herr Jürgen Frühling gab zu bedenken, dass die Bestellung der Gewährverschlüsse beim Landesverband per Fax oder eingescannt, per e-mail (inkl. Unterschrift des Vorsitzenden) bereits möglich ist. Der Geschäftsführer Herr Detlef Doehring macht in diesem Zusammenhang noch einmal darauf aufmerksam, dass für eine Online-Bestellung die aktuelle Völkermeldung vorliegen muss, was bis zum aktuellen Stand nur für 74% der Vereine der zutrifft.

Nach ausführlicher Diskussion stellt ein Vertreter den Antrag, die Debatte zu beenden. Danach wird über den Antrag offen abgestimmt.

17 Stimmen mit „Ja“

71 Stimmen mit „Nein“

8 Stimmen mit „Enthaltung

Damit ist der Antrag von den Delegierten abgelehnt.

 

Top 11: Mitteilungen, Anfragen

Jürgen Frühling weist auf weitere Veranstaltungen im Jahr 2015 hin:

  1. März Imkertag „Zwischen Harz und Heide“ in Wolfsburg
  1. März „50. Nordhannoverscher Imkertag“ in Todtglüsingen
  1. Oktober Kreiskonferenz in Walsrode

Top 12: Schlusswort

Der Vorsitzende Herr Jürgen Frühling bedankt sich beim IV Hessisch Oldendorf unter dem Vorsitz von Helge Hiddensen für die gute Organisation der Vertreterversammlung und wünscht  allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen guten Appetit.

Für das laufende Imkerjahr wünscht er allen Imkern Glück, Gesundheit und volle Honigtöpfe und schließt die Versammlung um 13.15 Uhr.

Nach der Mittagspause wird das Programm durch den Festvortrag fortgesetzt.

Prof. Dr. Gerald Kastberger, Institut für Zoologie der Universität Graz referiert zum Thema: „Die Biologie der Riesenhonigbiene im Vergleich zur heimischen Honigbiene“.

Am Vortag fand traditionsgemäß eine Vorstandssitzung mit einem Empfang beim Bürgermeister der Stadt Hessisch Oldendorf, Harald Krüger im „natour-NAH-zentrum Schillat-Höhle“ statt.

24. Kreiskonferenz des Landesverbandes in Walsrode 2014

24. Kreiskonferenz und Honigprämierung des Landesverbandes in Walsrode

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling eröffnete die Veranstaltung und berichtete über das aktuelle Verbandsgeschehen. Erfreulich sei, so Jürgen Frühling die erneut auch im Jahre 2014 positive Entwicklung der Mitglieder- und Völkerzahlen.

Geschäftsführer Detlef Doehring erläuterte in diesem Zusammenhang das rege Interesse der niedersächsischen Imkerinnen und Imker an Fördermitteln und die hohe Anzahl an Anträgen in diesem Jahr.

Cord Henry Lankenau gab einen Bericht über die Vertreterversammlung des Deutschen Imkerbundes e. V. in Wachtberg Villip. In seinem Gastvortrag berichtete Michael Marquardt von der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft über die neue Lust der Verbraucher auf regionale und qualitative hochwertige Lebensmittel. Einführend gab der Referent einen Einblick über einige weltumspannende sogenannte „Mega-Trends“ und deren Einfluss. So fördert der Mega-Trend „Globalisierung“ den Gegentrend „Regionalisierung“ – die Rückbesinnung auf Heimat und deren regionale Erzeugnisse und Spezialitäten. Zusammen mit Tourismus, Gastronomie, Kultur lassen sich die regionalen Lebensmittel und Heimatprodukte zu einer neuen, modernisierten Regionalkultur verbinden. Durch zunehmende komplexe, undurchsichtige Warenströme und die Lebensmittelskandale der letzten Jahre sind viele Verbraucher misstrauisch geworden. Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung sind so wieder in den Fokus gerückt: viele Konsumenten wollen wissen, woher Lebensmittel kommen, wie diese hergestellt werden, was enthalten ist und auch zunehmend wieder selbst anbauen. So sind regional erzeugte Lebensmittel heute in aller Munde und haben von der Bedeutung her die Bio-Produkte bereits überholt. Herkunft allein ist aber nicht ausschlaggebend. Die Produkte werden auf Grund von Geschmack und Qualität bevorzugt, wobei frische Produkte wie Eier, Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte die höchste Priorität besitzen. Der Lebensmittelhandel als Nadelöhr zum Verbraucher, nutzt das Thema Regionalität als Mittel zur Profilierung und befeuert so diesen Trend. Obwohl der Markt für Lebensmittel gesättigt ist und sich auch die Herstellerseite weiter konzentriert, gibt es seit einigen Jahren wieder zahlreiche Firmenneugründungen, sogenannte Start Ups. Diese setzen auf ausgewählte Rohwaren – oft auch auf alte Sorten – und eine handwerkliche, traditionelle Herstellungsweise, die auf Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe verzichtet. Abschließend berichtete der Referent über die Vielzahl der Leistungen der Marketinggesellschaft, mit denen die Unternehmen in Niedersachsen und Bremen unterstützt werden. Dazu zählen die Kontaktvermittlung zum Handel, Regionalbörsen, Niedersachsenwochen im LEH, Beratung im Regionalmarketing und individuelle Unternehmensberatung.

Der Leiter des LAVES-Institut für Bienenkunde Celle, Dr. Werner von der Ohe referierte über das BLE-Projekt FIT-BEE und IP syscon. Insgesamt 18 Bienenvölker wurden 2011 für das FIT-BEE-Verbundprojekt in drei Gruppen aufgeteilt. Seitdem stehen Gruppe A an reinen Agrarstandorten (u. a. Raps, Mais Getreide). Gruppe B an Agrarstandorten sowie an Blühflächenstandorten und Gruppe C permanent an einem Naturstandort. Für die Beurteilung der Bienengesundheit der Völker wurden neben der Populationsentwicklung auch mehrfach Bienenproben untersucht. Bisher wurden keine Auffälligkeiten festgestellt Ebenfalls wurden Pollen- und Honigproben gezogen und auf die botanische Herkunft untersucht. Die Völker innerhalb einer Gruppe flogen ähnliche Pollen- und Nektarquellen an, zwischen den Gruppen gab es teilweise starke Unterschiede. Obwohl das Spektrum an unterschiedlichen Trachtquellen, insbesondere am Standort der Gruppe C, enorm war, wurden von den Bienen eher Massentrachten genutzt. Aus den Daten der Pollenanalysen war ersichtlich, dass die Völker der Gruppen A un d B ihren Pollenbedarf im Sommer und Herbst vorwiegend mit Pollen aus Blühstreifen und Zwischenfruchtarten deckten. Dies gibt einen Hinweis darauf, wie wichtig Blühstreifen für die Deckung des Pollenbedarfs an agrarstandorten sein können.

Im Rahmen des Projektes wurden Pollen- und Honigproben von den unterschiedlichen Standorten auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Die drei Gruppen unterschieden sich stark im Auftreten von Rückständen in den Pollen. In Proben der Gruppe A wurden diverse Wirkstoffe entdeckt, die der landwirtschaftlichen Praxis im Umfeld entsprechen. Die gefundenen Mengen sind zwar relativ gering, gleichwohl sind häufig Mehrfachbelastungen zu verzeichnen. In Proben der Gruppe C wurden in zahlreichen Proben keine bzw. nur sehr wenige Rückstände detektiert. Die Rückstandshäufigkeit schwankte bei Gruppe B stark mit dem jeweiligen Standort und entspricht damit den Daten aus Gruppe A und C. Besonders erwähnenswert ist gerade in Bezug auf andere Produkte, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Bienenvölkern eines Standortes überaus gering sind. Durch die Bestimmung der botanischen Herkunft des Bienenbrotes und auch der Honige konnten einige Quellen der Rückstände ermittelt werden. In weiterführenden Projekten soll die Wirkung von Pflanzenschutzmittel-Rückständen in Pollen auf Bienenlarven untersucht werden.

Daten aus Populationsschäfzungen sowie den anderen Untersuchungen werden mittels eines von IP syscon entwickelten Fachinformationssystems (FIS) grafisch für eine Auswertung aufbereitet. Dieses FIS in seiner derzeitigen Form bietet auch anderen Imkern die Möglichkeit, sich über ihren Internetbrowser anzumelden und die Daten ihrer Bienenvölker einzugeben und zu verwalten. Die Grundfunktionaltäten des Systems wurden bereits von Imkern getestet und so die Bedienerfreundlichkeit sichergestellt. Im Rahmen der Verlängerung des Projekts bis August 2015 wird die Plattform einem größeren Anwenderkreis vorgestellt und in Zusammenarbeit mit diesem um weitere Anwendungen ergänzt.

Zum Schluss der Veranstaltung stand noch ein praxisorientiertes Referat auf dem Programm. Peter Senkpiel vom Kreisimkerverein Rotenburg sprach über „Heideimkerei in Zeiten der Varroa“. Für die Spättrachtimker ergibt sich durch die Milbenentwicklung im Spätsommer eine besondere Problematik. Wie kann man erreichen, dass im August die Varroa-Population in den Heidetrachtvölkern so gering ist, dass die Völker die Zeit bis Mitte September unbeschadet überstehen? Häufig ist es so, dass in dieser Zeit mehr Milben in den Völkern schlüpfen, als Bienen. Nicht zuletzt durch die Begleitinfektionen sind die Völker nach der Heidetracht oft schon stark angeschlagen und die nachfolgenden Völkerverluste beeinträchtigen nachhaltig das Betriebsergebnis. Für den Heideimker besteht also Handlungsbedarf. Die Milbenvermehrung muss rechtzeitig unterbrochen werden. Doch wie soll der Imker das erreichen? Der Einsatz von Mitteln zur Milbenbekämpfung ist mindestens fraglich, wenn nicht ganz untersagt.

In der Imkerei Senkpiel werden die Heidevölker Anfang Juni ausgewählt. Von jedem Volk wird ein starker Kunstschwarm zusammengefegt, mit Milchsäure entmilbt und in eine neue Beute eingeschlagen. Die Königin wird mitgenommen und beginnt sofort intensiv mit der Eiablage in der neuen Wohnung. Da im Sommer die meisten Milben in der Brut sitzen, sind diese durch die Wegnahme der kompletten Brut aus dem Volk entfernt worden. Bis zum August haben sich diese Kunstschwärme dann zu starken Heidetrachtvölkern entwickelt, die die Spättracht unbeschadet überstehen.

Bei der diesjährigen Honigprämierung erhielten folgende Imkereien Preismünzen in

Gold:

Bastian Eickelmann, IV Hannover-Süd

Heiko Carstens, IV Hannover-Linden-Land

Hans Papprott, IV Hoya

Reiner Lüdtke, IV Osterholz Scharmbeck

Jens Keunecke, IV Burgwedel-Isernhagen

 

Silber:

Andreas Abelmann, IV Rehburg

Ilka Meyer, IV Hameln

Bernd Aldag, IV Hollenstedt

Dr. Klaus Wilhelm, IV Northeim

Peter Wagner, IV Diepholz

Claus-Volker Link, IV Springe

Henning Rase, IV Lehrte

Norbert Knop, IV Neustadt

Bastian Eickelmann, IV Hannover-Süd

Kilian Stumpp, IV Braunschweig

Anna Heine, IV Braunschweig

Hans-Hermann Richter, IV Osterholz-Scharmbeck

Reiner Lüdtke, IV Osterholz-Scharmbeck

Alexander Schneider, IV Hoya

Helmut Dreyer, IV Hoya

Heinz-Johann Köhlmos, IV Hoya

 

Bronze:

Hendrik Rampenthal, IV Hannover-Süd

LV.

Tagung der Obleute für Markt- und Honigfragen

Tagung der Obleute für Markt- und Honigfragen am 08.11.2014

Gemeinsam mit den Schulungsrednern fand im LAVES-Institut für Bienenkunde Celle die Fortbildungsveranstaltung statt. Jürgen Frühling wies bei der Eröffnung auf die Vorzüge des Warenzeichens der deutschen Imkerinnen und Imker hin. Ohne entsprechende Qualitätskontrollen ließe sich aber kein Warenzeichen fortführen. Udo Kellner, Obmann im Landesverband referierte über die Ergebnisse der Marktkontrollen und dankte den Anwesenden für die entsprechende Unterstützung bei den Maßnahmen.

Der Vortrag von Cord Henry Lankenau bezog sich auf das Steuerrecht, soweit es die Imkerei betrifft. Dabei erklärte er, dass Umsatzsteuer grundsätzlich für die Umsätze des Unternehmers anfällt, auch dann, wenn er keinen Gewinn anstrebt und auch nicht erzielt. Allerdings gibt es für Kleinunternehmer die Bagatellgrenze lt. § 19 UStG, nach der Umsatzsteuer nicht erhoben wird, wenn der Unternehmer im Vorjahr weniger als 17.500 € Umsatz erzielt hat und im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000 € Umsatz erzielen wird. Außerdem ging er auf die Besonderheiten der Umsatzsteuerpauschalierung des § 24 UStG ein und erklärte die Berechnungmethoden und die notwendigen Angaben einer Rechnung. Hinsichtlich der Einkommenssteuer erklärte er, dass ein positives Einkommen vorliegen müsse, der Imker also Gewinne erzielen müsste. Hier gäbe es auch eine Bagatellgrenze, nach der die Finanzverewaltung davon ausgehen könne, dass Imkereien bis zu 30 Völkern keine Gewinne erzielen würden. Diese Zahl sei allerdings nicht im Gesetz oder einer Verwaltungsanweisung festgehalten. Wegen der Anwendung des § 13a EStG machte er keine Hoffnung, dass diese Vorschrift für den Imker ohne selbst bewirtschaftete Landwirtschaftliche Nutzfläche zukünftig anzuwenden sei.

Dr. Werner von der Ohe stellte am Nachmittag war die vergleichende Darstellung der Vorgaben gemäß Honigverordnung, Leitsätzen für Honig sowie der D.I.B vor. Warenzeichensatzung. Ausgeführt wurde dieser Vergleich anhand der Untersuchungen und Prüfberichte im Rahmen der Marktkontrolle des deutschen Imkerbundes. Im Detail wurden zahlreiche Untersuchungs- und Beurteilungsschritte im Rahmen der Honiguntersuchung dargestellt.

Bzgl. der geforderten Qualität liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen D.I.B.-Warenzeichensatzung und Honigverordnung in den Kennzahlen von Invertaseaktivität und HMF-Gehalt. Bei diesen Parametern ist ein Qualitätsunterschied zwischen Honig direkt vom Imker und Importhonig quantifizierbar. Durch eine besonders schonende Behandlung des Honigs kann man die natürliche Qualität des Honigs sichern. Hohe Invertaseaktivität und niedriger HMF-Gehalt sind zu erreichen, wenn man weitestgehend auf die Honigerwärmung verzichtet und Honig optimal lagert. Im Sinne der Qualitätssicherung sollte man allerdings von Zeit zu Zeit sein eigenes Honigbearbeitungssystem durch entsprechende Honiguntersuchungen überprüfen lassen.

Es ist verständlich, dass man gern mit Sortenangaben seinen Honig herauslobt. Allerdings sind manche Imker zu mutig mit ihren Sortenangaben. Ein nicht unerheblicher Anteil von als Sortenhonig deklarierten Honigen in der Marktkontrolle entspricht eben nicht der angegebenen Sorte. Selbst bei scheinbar allgemeinen Bezeichnungen wie „Sommerblütenhonig“ kann man falsch liegen, wenn der Honigtauanteil überwiegt. Denn beim Sommerblütenhonig müssen über 60 % Nektar für den Honig verarbeitet worden sein. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man den Honig als „Sommertrachthonig“ kennzeichnet. Hierbei gibt es keine Mindestgrenze von Nektar oder Honigtau. Insgesamt können viele Verstöße gegen die Honigverordnung bzw. die Warenzeichensatzung vermieden werden. Hierzu zählen neben falscher Sortenhonigdeklaration vor allem auch Untergewicht, Sauberkeit, mangelhafte Konsistenz (vor allem zu grobe und harte Kristallisation) sowie die nicht korrekte Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums. Das MHD kann jeder Imker selbst festlegen. Allerdings muss man beim D.I.B.-Glas das MHD Tag genau angeben, denn nur dann ist man entbunden von der Angabe einer Losnummer (Los-Kennzeichnungsverordnung). Leider denken immer noch zahlreiche Imker, dass die Nummer auf dem D.I.B. Gewährverschluss die Losnummer ist oder ersetzt. Dies ist definitiv nicht der Fall. Der einfachste und vom D.I.B. empfohlene Weg, die Losnummer nicht angeben zu müssen, ist schlichtweg die Angabe des MHD in Tag/Monat/Jahr. So einfach kann das Leben sein. LV.

Honigobleute

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Gerhardt Fuhrich

Von links nach rechts:
Ewald Wildemann, Renate Schulz-Sandhof, Udo Kellner, Dr. Reinhold Hergemöller, Cord Henry Lankenau, Jürgen Frühling, Dr. Werner von der Ohe

Werner Christmann mit Verdienstmedaille geehrt

Im Jahre 1958 trat Werner Christmann in den Imkerverein Burgdorf ein. Bereits 1964
übernahm er dort das Amt des 1. Vorsitzenden. 2012 folgte ihm als Vorsitzender Dr. Florian Majer.
Werner Christmann arbeite intensiv mit Landwirtschaftsrat Karl Hahne zusammen und setzte sich für die Förderung des Zuchtwesens ein. Viele Jahre betreuten die Burgdorfer sogar in ihrer Region eine Landbelegstele. In den Sommermonaten findet an mehreren Samstagen der „Burgdorfer Pferdemarkt“ statt. Regelmäßig betreute Werner Christmann mit den Vereinsmitgliedern dort einen Informationsstand über Imkerei.
Erfolgreich war 1996 die Ausstellung im Stadmuseum „Die Biene – ein Haustier seit Jahrhunderten“.
Für seine langjährigen Verdienste um die Imkerei bekam Werner Christmann bei der Herbstversammlung vom Vorsitzenden des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V.,
Jürgen Frühling, die Verdienstmedaille verliehen

LV

Werner Christmann

Foto: LV.


Von links nach rechts: Dr. Florian Majer, Werner Christmann, Jürgen Frühling

Der Vorstand tagt in Rinteln

Der Vorsitzende Herr Jürgen Frühling eröffnet die Vorstandssitzung im Restaurant Paschenburg und begrüßt die anwesenden Mitglieder des Vorstandes.

Das Protokoll der Vorstandssitzung in Essel wird einstimmig genehmigt.

Es folgt der Bericht aus der Geschäftsstelle mit der Mitteilung, dass die Diebstahlschäden von Bienenvölkern in 2015 im Vergleich zu 2014 nicht wie angenommen rasant gestiegen sind. Bis zum 31. Oktober 2015 wurden 29 Diebstahlsfälle mit 93 Völkern gemeldet. Im Jahr 2014 waren es im gleichen Zeitraum 27 Fälle mit 88 Bienenvölkern. Danach besteht momentan kein weiterer Handlungsbedarf.

Der Nordhannoversche Imkertag 2016 findet am 20. März in Tostedt statt und wird vom KIV Osterholz ausgerichtet. Das Thema der Veranstaltung ist die Varroabekämpfung

Heiko Schulz (IV Stadthagen) und Bettina Wehmeyer (KIV Hildesheim) werden nach Abstimmung in die Liste der Schulungsredner aufgenommen. Herr Gerhardt Fuhrich möchte aus Altersgründen zum Ende des Jahres 2016 von der Liste gestrichen werden.

In 2017 wird die Vertreterversammlung vom KIV Goslar ausgerichtet und in 2018 vom IV Rinteln.

Herr Dieter Möbius ist vom KIV Soltau für die Verleihung der Verdienstmedaille für seine mehr als 30-jährige Tätigkeit als Kassenwart im IV Bispingen vorgeschlagen worden. Der Vorstand hat den Vorschlag einstimmig angenommen.

Die EU-Maßnahme wird um weitere 5 Jahre verlängert. Die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Bienenzuchterzeugnisse und Förderung der Bienenzucht und –haltung“ ist überarbeitet worden. Zukünftig können sowohl der Kreisimkerverein als auch der Imkerverein oder der Landesverband Zuschüsse für Honiguntersuchungen beantragen. Alle anderen Maßnahmen bleiben unverändert.

Die Beiträge zur Imkerversicherung bleiben voraussichtlich auch in 2017 stabil, da die Ausgaben der Versicherungen für Diebstahl und andere Schäden z. Z. im Normbereich liegen.

Die Beschlussfassung über notwendige Investitionen erfolgte einstimmig. Die Anschaffung einer elektronischen Bienenstockwaage wurde dagegen vertagt.

Zum Abschluss der Veranstaltung begrüßt der Vorsitzende Jürgen Frühling die Herren Gert Schumacher und Christian Brenzel zum Thema „Diebstahlsicherung von Bienenbeuten“. Herr Schumacher hat einen Prägestempel entwickelt, mit dem eine Prägung sowohl in Holz als auch in Styropor möglich ist. Für jedes Land wird ein Buchstabe vergeben und jeder Imker bekommt eine Nummer zugewiesen. Kosten ca. 160 € für die Mechanik und ca. 40 € für den Prägestempel. Die elektronische Lösung besteht aus einem elektronischen Gerät eingebaut in einem Rähmchen, das bei rüttelnden Bewegungen einen schrillen Ton aussendet. Das Gerät wird direkt vom Hersteller vertrieben und soll ca. 75,- € je Rähmchen kosten. Herr Brenzel wird die Imkervereine ansprechen und über die Neuentwicklungen informieren.

Die nächste Vorstandssitzung findet in Heeslingen statt. Weitere Tagungsorte sind das LBZ Echem und Celle.

Marianne Fritzensmeier

Geschäftsführerin

Paschenburg

Foto:

Gerhardt Fuhrich

(von links nach rechts):Friedrich-Karl Tiesler, Mariann Fritzensmeier, Udo Kellner, Andreas Abelmann,Georg Klindworth, Jürgen Frühling, Harald Brummerloh, Dr. Reinhold Hergemöller,Renate Schulz-Sandhof, Cord Henry Lankenau, Nico Martens, Clemens Tandler

25. Kreiskonferenz und Honigprämierung des Landesverbandes in Walsrode

Honigprämierung

Die Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Renate Schulz-Sandhof eröffnet die Veranstaltung. Über die Aktivitäten des Kreisimkervereins berichtet der Stader Kreisvorsitzende Nico Martens und stellt dabei die Wanderungen in das „Alte Land“ und seine Imkerei vor.

Dr. Werner von der Ohe berichtet aus der Arbeit des LAVES-Institutt für Bienenkunde Celle. Die Bienenseuchenverordnung müsste in einigen Bereichen angepasst werden. Insbesondere sei der Umgang mit dem Gesundheitszeugnis zwischen den Bundesländern zu harmonisieren. Seitens der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e.V. wurde vorgeschlagen, dass bei Gesundheitszeugnissen auf Basis von bakteriologischen Untersuchungen von Futterkranzproben das Gesundheitszeugnis eine Gültigkeitsdauer ab dem Probenahmezeitpunkt von 12 Monaten haben sollte. Bei der weniger aussagekräftigen Untersuchung der Brut soll die Gültigkeitsdauer wie bisher 9 Monate, allerdings ab Untersuchungszeitpunkt betragen. Die sogenannte EU-Förderung der Imkerei sei eine Ko-Finanzierung der EU und des jeweiligen Bundeslandes. Damit Fördergelder der EU gerecht verteilt werden, soll sich das jeweilige Fördervolumen auf die Bienenvölkerzahl beziehen. Allgemein wird angenommen, dass in der Summe die Imker weniger Völker gemeldet haben, als sie tatsächlich halten. Dies würde bedeuten, dass weniger Fördermittel ausgeschüttet werden, als möglich wären. Daher müssen zukünftig harte Daten über die Bienenvölkerzahlen vorliegen, um EU-Mittel zu bekommen. In Bundesländern, in denen die Imker auch in der Tierseuchenkasse sind, ist dies leicht möglich. Die MAQS-Ameisensäure-Gelpakete, die seit 2014 als Varroazid zugelassen sind, können grundsätzlich empfohlen werden, weisen aber in der Gebrauchsanweisung Schwachpunkte auf. Es wird u. a. empfohlen, die Streifen bei zwei Bruträumen auch zwischen die Zargen zu legen. Dies sollte man auf keinen Fall machen, da es schnell zu Königinnen- und Bienenverlusten kommen kann. Ferner wird angegeben, dass die MAQS auch in der Zwischentrachtzeit eingesetzt werden können. Dies führt wie die Untersuchungen der Bieneninstitute Bochum und Celle gezeigt haben, eindeutig zu erheblichen Rückstandsbelastungen im Honig. Auch die Unterschiede in der Rückstandsbelastung von Honig und Pollen mit Pflanzenschutzmitteln, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Schwermetallen wurde dargestellt. Honig ist grundsätzlich aufgrund seiner chemischen Eigenschaften (wasserliebend) weit weniger belastet als Pollen (fettliebend).

Heiko Schulz vom Imkerverein Stadthagen stellt Möglichkeiten einer Jungimkerschulung vor und Bettina Wehmeyer, Vorsitzende des KreisiImkervereins Hildesheim vermittelt interessante Einblicke in das Leben des Bienenvolkes. Imkermeister Wolfgang Stöckmann aus Gödenstorf vom Imkerverein Salzhausen berichtet über die sinnvolle Strukturierung einer Imkerei und ging dabei auf ökonomische Aspekte ausführlich ein.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e. V., Jürgen Frühling stellt das Verbandsgeschehen der vergangenen Monate vor und zeigt sich weiterhin erfreut über die erneut beträchtlich gestiegenen Mitglieder- und Völkerzahlen. Weiterhin geht er auf die Vertreterversammlung des Deutschen Imkerbundes e.V. und die dort stattgefundenen Wahlen ein. Die Gesamtfördersumme der vorangegangenen Förderperiode 2014/2015 sei zwar fast konstant geblieben, durch eine Ausweitung im Schulungsbereich, was wegen steigender Mitgliederzahlen notwendig sei, habe es aber Verschiebungen zu Ungunsten einiger Bereiche wie der Zucht gegeben. Eine deutliche Erhöhung der Quote bei den zu ziehenden Proben für die Marktkontrolle des D.I.B. wünscht sich Jürgen Frühling ebenso, wie eine deutliche Minimierung der Beanstandungen.

Siegerliste der Honigprämierung 2015


25. Kreiskonferenz

Fotos: Gerhardt Fuhrich

1. Referenten und Vorstand und Geschäftsführung

Von links nach rechts: Harald Brummerloh, Dr. Werrner von der Ohe, Dr. Reinhold Hergemöller, Reinhard Blohm, Bettina Wehmeyer, Marianne Fritzensmeier, Udo Kellner, Jürgen Frühling, Georg Klindworth, Clemens Tandler, Heiko Schulz, (davor) Olga Liehe, Renate Schulz-Sandhof, Nico Martens

Honigpämierung

2. Teilnehmer der Honigprämierung und Vorstand

125 Jahre IV Neuhaus/Oste

125 Jahre IV Neuhaus OsteDer Imkerverein Neuhaus/Oste feiert in diesem Jahr sein 125jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand am 20. Juni 2015 eine Festveranstaltung statt, zu der der Vorsitzende Dieter Jungclaus neben Repräsentanten des öffentlichen Lebens auch den Landesvorsitzenden Jürgen Frühling begrüßen

durfte, der wie er in seiner Ansprache betonte, nicht den Weg in den hohen Norden des Landesverbands Hannoverscher Imker gescheut hatte, um die Grüße des Landesvorstands zu überbringen.

Am 24. August 1890, dem Bartholomäustag, fanden sich in Lamstedt eine Anzahl von Imkern in der Gaststätte Hermann von der Mehden traditionell zusammen, nachdem sie zuvor ihre Bienenvölker in die im Umkreis zu jener Zeit noch zahlreich vorhandenen Heideflächen gebracht hatten. In Anwesenheit des Landrats Schepp, der ein Förderer der Kleintierzucht und Imkerei war, wurde der Imkerverein gegründet und nach dem damaligen Kreis Neuhaus/Oste benannt.

Dieter Jungclaus erinnerte in seiner Ansprache an die bewegte wechselvolle Geschichte des Vereins, der nach dem Zweiten Weltkrieg seine größte Blüte mit 184 Mitgliedern und fast 1.500 gemeldeten Völkern erreichte. Heute umfasst der Verein rund 50 Mitglieder und gehört zu den größten im Kreisimkerverein Cuxhaven. In den letzten Jahren finden erfreulicherweise immer mehr junge Menschen den Weg zur Imkerei, was sich auch in der Mitgliederstruktur widerspiegelt.

Die Jubiläumsveranstaltung wurde abgerundet durch eine Ausstellung rund um die Imkerei der letzten 125 Jahre sowie durch Festvorträge von Dr. Werner von der Ohe zum Thema „Qualitätsmanagement im Bienenvolk“ sowie der Dipl. Öcotrophologin Renate Frank über die gesundheitliche Wirkung von Honig.

gez. Uwe Frommhold, IV Neuhaus/Oste

Gerhard Klotz, Vorsitzender der Jägerschaft land Hadeln/Cuxhaven Georg Martens, Bürgermeister der Gemeinde Neuhaus Anette Faße, stellvertretende Landrätin des Landkreises Cuxhaven Dieter Jungclaus, 1. Vorsitzender des Imkervereins Neuhaus/Oste Jürgen Frühling, Vorsitzender des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. Stefan Reyelt, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wingst.

Bild: Claudia Vockel, IV Neuhaus/Oste

Verdienstmedaille für Carl-Christian Sumpf

Carl-Christian SumpfDer Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling ehrte den Ehrenvorsitzenden des IV Brackenberg, Carl-Christian Sumpf aus Gimte.

In seiner Laudatio dankte Jürgen Frühling dem Geehrten für fast 70jährige TätigkeitiIn verschiedenen Organisationsstufen der Imkerschaft. So war Carl-Christian Sumpf über zwei Jahrzehnte Vorsitzender des Imkervereins Brackenberg, der unter seiner Regie 1992 sein 100jähriges Bestehen feierte. Im Kreisimkerverein Göttingen ist Sumpf noch heute als Obmann für Markt- und Honigfragen tätig. Dem Landesverband stellte er sein umfangreiches Fachwissen über mehrere Jahrzehnte als Schulungsredner zur Verfügung. Noch heute im Alter von fast 93 Jahren betreibt Carl-Christian Sumpf, unterstützt von seiner Ehefrau Mechthild, die er nach dem Zweiten Weltkrieg in Celle beim Besuch der Imkerschule kennenlernte, seine Imkerei mit einem Dutzend Bienenvölkern. Die bei der Ehrung anwesenden Imkerkollegen seines Vereins, des Nachbarvereins Dransfeld und des Kreisimkervereins Göttingen wünschten ihm für die Zukunft alles Gute sowie Kraft und Gesundheit, damit er sein Hobby noch viele Jahre betreiben kann.

LV.

Christian Sumpf

Foto: LV.

Von hinten links:Klaus-Peter Sikora (Vors. IV. Brackenberg), Hans-Jürgen Köberle(IV Dransfeld), Jürgen Frühling, Jürgen Weitemeier (Ehrenvors. IV. Brackenberg),
Uwe Dzeia (Vors. KIV Göttingen-Hann.-Münden-Duderstadt) und vorn Mechthild
Und Carl-Christian Sumpf

Tarmstedter Ausstellung 2015

„Greening“ auch eine Chance für die Imkerei?Tarmstedt


99.000 Besucher kamen zur 67. Auflage von Norddeutschlands größter Freilandmesse nach Tarmstedt. Über 700 Aussteller waren auf dem 180.000 m² großen Gelände vertreten.

Bietet das Chancen für die Ökologie, oder handelt es sich wieder nur um neue Auflagen für die Landwirtschaft?. Darüber diskutierten auf dem Tarmstedter Forum Praktiker und Berater.

Die Diskussionsteilnehmer, Michael Knop und Meike Backes von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Jörn Ehlers, Landwirt und Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden und Jürgen Frühling, Vorsitzender des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., waren sich einig: Die Greening-Auflagen könnten durchaus positive Auswirkungen haben. Die aktuellen Regelungen seien allerdings verbesserungsfähig. Das Greening sei recht gut von den Landwirten angenommen worden, so Meike Backes. An den Anbau weiterer Früchte müssten sich sowohl Landwirte als auch Beratung erst herantasten.

Eine Erweiterung der Fruchtfolge liefert einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Eine verstärkte Biodiversität bietet auch der Imkerei Vorteile berichtet Frühling. „Bienen benötigen für die Aufzucht der Brut Pollen. Insbesondere größere Blühflächen ziehen die Bienen an. Im Frühjahr sei das Angebot für die Bienen sehr gut.. Im Sommer trete dann in vielen Regionen ein Engpass auf. Der könne durch eine vielfältigere Fruchtfolge mit Blühflächen beseitigt werden. Auch auf negative Aspekte wies Frühling aber hin. Zwischenfruchtanbau mit erst spät im Herbst blühenden Arten sei für die Bienen negativ und sollte unterbleiben.

Es sei sehr wichtig, dass Landwirte und Imker miteinander sprechen. Die Erweiterung der Fruchtfolge hätte zu einer Belebung landwirtschaftlicher Arbeitskreise geführt, mit einer intensiven Einbindung der Imker. Ehlers wies auf den Druck hin, der für die Landwirte durch die diversen Auflagen entstünde. Es geht dabei auch um die Prämien, die empfindlich gekürzt würden, wenn etwas nicht funktioniere, gab er zu bedenken.. Blühflächen und Eiweißpflanzen machen bereits 1% der Ackerfläche aus.

Ärgerlich fanden Ehlers und Frühling, dass die Gesellschaft Biodiversität seitens der Landwirtschaft fordere, aber ihre eigenen Vorgärten in Granitwüsten verwandle.

Das Greening böte laut Backes auch neue Chancen. Eine vielfältigere Fruchtfolge verbessere und erhalte die Bodenfruchtbarkeit und stabilisiere so die Erträge. Einig waren sich die Teilnehmer, dass in den neuen Regelungen noch nicht alles ökologisch Sinnvolle berücksichtigt worden sei, Nur Gespräche direkt vor Ort mit entsprechendem Informationsaustausch bringe den optimalen Weg. LV.

Tarmstedt

Foto: LV.

Von rechts: Werner Raupert und Edith Kahnt-Ralle mit den LWK-Experten Michael Knop und
Meike Backes, Jürgen Frühling und Landwirt Jörn Ehlers.

Heinrich Drewes erhält Verdienstmedaille

Heinrich Drewes38 Imkerinnen und Imker besuchten am 17.04.2015 in Nienhorst die Frühjahrsversammlung des Imkervereins Celle-Land. Der Vereinsvorsitzende Udo Kellner leitete die Veranstaltung und freute sich, weitere Jungimkerinnen und Jungimker begrüßen zu können.

Imkermeister Hans-Georg Schell vom LAVES-Institut für Bienenkunde Celle referierte über Ablegerbildung in verschiedenen Variationen und Varroabehandlung.

Der ehemalige Vorsitzende des Kreisimkervereins Celle, Heinrich Drewes bekam vom Vorsitzenden des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V., Jürgen Frühling, die Verdienstmedaille verliehen. Wichtige Schwerpunkte neben dem Kreisvorsitz waren für Heinrich Drewes die Schulung im Gesundheitsbereich, aber auch die regelmäßige Teilnahme an der Niedersachsenschau in Celle. Bei der Einführung von FFH-Gebieten im Landkreis Celle leistete der Geehrte viel für den dortigen Erhalt der Bienenstände.

Weitere Ehrungen von verdienten Vereinsmitgliedern erfolgten.

LV.

Heinricht Drewes

Foto: LV.


Geehrte und Vorsitzende,
6. von links: Heinrich Drewes

Ministerempfang am 12.03.2015

MinisterempfangAm 12.März 2015 fand im Hotel Niedersachsenhof in Verden der Ministerempfang für die Imkerinnen und Imkern der niedersächsischen Landesverbände Hannover und Weser-Ems und die Kleintierzuchtverbänder statt. Es handelt sich um einen Gedanken- und Informationsaustausch mit langer Tradition, zu dem Christian Meyer in seiner Funktion als Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen eingeladen hatte.

Minister Meyer hob die gute Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und den Landesverbänden hervor. Sein Freude drückte er über den großen Zuspruch zum neu aufgelegten Blühstreifenprogramm für die Länder Niedersachsen und Bremen aus und hoffte, dass vor allem die Imker und ihre Bienen davon profitieren werden. Ausdrücklich bedankte er sich bei den Verbänden für die geleistet Arbeit im vergangenen Jahr und wünschte sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

Der Landesverbandsvorsitzende Jürgen Frühling zeigt sich ebenfalls sehr erfreut über den Zuspruch für das Blühstreifenprogramm. Leider fanden die Eingaben bezüglich einer Verlegung des Aussaattermins, bisher 15.04., im Ministerium mit einem Verweis auf EU- Vorgaben keine positive Resonanz, stehen nach Aussage des Ministers aber noch in Diskussion. Großes Unverständnis zeiget der Vorsitzende für vermehrte Lebensmittelkontrollen (für das produzierende Gewerbe) bei Hobbyimkern im Verbandsgebiet. Dies ist verbunden mit einer Gebühr in Höhe von ca. 50€ pro Prüfung. Ähnliches ist aus dem Bereich der Veterinärämter zu melden, die mittlerweile 20€ für die Meldung der Bienenstände kassieren. Dies widerspricht aus Sicht des Verbandvorsitzenden dem erklärten Wunsch der Landesregierung die Haltung von Bienen zu fördern und diese stärker zu schützen. Im Gespräch bestätigt Minister Meyer die Prüfungen die, abhängig vom Umsatz, bei Hobbyimkern höchstens alle drei Jahre stattfinden sollen.  

Insgesamt blickte Jürgen Frühling jedoch wieder auf ein erfolgreiches Jahr in der Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen zurück. Detlef Doehring

Ministerwmpfang

Foto: (Detlef Doehring)


Von links nach rechts
Renate Schulz-Sandhof, Christian Meyer, Dr. Johanne Waßmuth, Jürgen Frühling,
Dr. Reinhold Hergemöller, Werner Clausing

50.Nordhannoverscher Imkertag in Tostedt

50. ImkertagAm 15.3.2015 jährte sich der Nordhannoversche Imkertag in Tostedt zum 50. mal. Aus diesem Anlass lud der Kreisimkerverein Stade alle interessierten Imker zu der traditionsreichen Vortragsveranstaltung ein. Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker, Jürgen Frühling, beleuchtete in einem kurzen Rückblick die Themen der letzten Jahrzehnte und die Entwicklung der gesamten Veranstaltung.

Dabei wurde deutlich, dass neben der Varroa-Milbe auch Themen wie Tracht, Vegetation und Betriebsweisen immer wieder neu aufgegriffen wurden.

Der Vorsitzende des Kreisimkervereins Stade, Nico Martens, stellte in seinem Eingangsreferat die Imkerei im Landkreis Stade vor. Dabei wurden die regionalen Besonderheiten durch die Obstblüte im Alten Land und die Rapsflächen in Kehdingen betrachtet, aber auch die Probleme mit Wanderimkern um die Belegstelle in Neuhaus/Oste. Darüber hinaus gab es noch einen Blick auf die Trachtergebnisse der letzten Jahre unter Berücksichtigung  von Wanderung und Witterung.

Als zweites Thema gab es von Hansgeorg Schell vom Bieneninstitut in Celle einen Vortrag über die Ablegerbildung unter Berücksichtigung der Varroa-Problematik. Wie bildet man Ableger um den Varroadruck gering zu halten und den Bienenvolkbestand zu verjüngen und zu vermehren? Bleibt zu hoffen, dass viele der Zuhörer diese Tipps auch in der Praxis anwenden werden, damit die Winterverluste wieder ausgeglichen werden können.

Auch ein für viele DNM- Imker neues Thema wurde vorgestellt: Das Imkern in der Großraumbeute - mit ungeteiltem Brutraum. Diesen Vortrag hielt Frau Dr. Melanie von Orlow, die ihre Völker mit dieser Betriebsweise führt. Sie beleuchtete die Vorteile wie schnelleres Arbeiten (weniger Waben) und kleinere Honigräume (welcher DNM-Imker macht das schon...), stellte aber auch einige kleinere Probleme vor, die sie selber mit der Betriebsweise hat. Darüber hinaus stellte und beantwortete sie die Frage, für wen das System geeignet ist.

Den Abschluss des Tages bildete ein Vortrag von Bernhard Jaesch zum Thema Trachtverbesserung in den Sommermonaten. An vielen Standorten stellt sich im Sommer immer wieder die Frage: Was finden die Bienen, wenn der Raps durch ist, oder spätestens nach der  Linde, noch an Tracht. Hier hatte er für die Zuhörer eine Reihe an Gehölzen und Stauden, die das Pollen- und Nektarangebot für die Bienen deutlich verbessern.

Da der Saal den ganzen Tag gut gefüllt war und die Rückmeldungen durchweg positiv ausgefallen sind kann man getrost sagen: auf die nächsten 50 Jahre.

Nico Martens

KIV Stade

Nordhannover

von links: Nico Martens, Frau Dr. von Orlow, Hansgeorg Schell, Bernhard Jaesch, Jürgen Frühling

Ehrung von Heinrich Otten, IV. Salzhausen

Heinricht OttenBeim Klönabend des Imkervereins Salzhausen am 06.03.2015 bekam der langjährige Vorsitzende Heinrich Otten die Verdienstmedaille des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. verliehen.

 

Der Vorsitzende des Landesverbandes, Jürgen Frühling würdigte die ehrenamtliche Arbeit von Heinrich Otten, der 1958 mit der Imkerei begann, jedoch schon als Jugendlicher bei Bienenwanderungen in der Region mithalf. 1967 trat er in den Imkerverein Salzhausen ein und war ab 1994 für die Dauer von 20 Jahren Vorsitzender. Er besuchte Fortbildungsveranstaltungen im Bieneninstitut Celle und gab das erworbene Wissen an die Vereinsmitglieder weiter. Heinrich Otten war damit Imkerpate des Vereins.

Der Vereinsvorsitzende Rainer Stöckmann dankte Otten für sein Engagement und bemerkte, dass jedes Vereinsmitglied direkt oder indirekt von seiner Arbeit profitiert hätte. Zugleich freute er sich über die weitere Mitarbeit im Verein.

Am Schluss der Veranstaltung berichtete Rainer Stöckmann darüber, wie er in seiner Imkerei Völkerverluste vermeidet und ohne Zukauf dabei seine Imkerei vergrößert.

LV

.Heinrich Otten

Foto: LV.

Von links nach rechts: Renate Schulz-Sandhof, Jürgen Frühling, Heinrich Otten

Züchtertagung 2015

ZüchtertagungAm letzten Sonntag im Februar fand traditionsgemäß die Züchtertagung der niedersächsischen Landesverbände Hannover und Weser-Ems im Hörsaal des Celler Bieneninstituts statt. Jürgen Frühling als Verbandsvorsitzender konnte neben den niedersächsischen Züchtern wieder Gäste aus den Niederlanden, sowie aus den benachbarten Verbänden Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg Vorpommern, Hessen, Westfalen und Sachsen Anhalt begrüßen.

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag von Prof. Dr. K. Bienefeld aus Hohen Neuendorf über „Grundlagen der Leistungsprüfung aus genetischer Sicht“. Zunächst schilderte er, dass Körpermerkmale in der Zucht allgemein über eine hohe Erblichkeit verfügen. Die für eine erfolgreiche, wirtschaftliche Imkerei besonders wichtigen Merkmale, wie z. B. der Honigertrag sind aber zu einem hohen Anteil umwelt- und nur zu einem gewissen Teil erblich bedingt. Dennoch wurden in Deutschland, insbesondere seit Einführung der Zuchtwertschätzung erhebliche Leistungsprüfungen und eine Verbesserung der Eigenschaften erreicht. Um erbliche Unterschiede erkennen und auswerten zu können, müssen für die Leistungsprüfung folgende Punkte beachtet werden:

  • Frühzeitige Einwinterung der Prüfköniginnen
  • Gleichmäßige Startbedingungen durch Aufbau gleich starker Völker
  • Gelockerte Aufstellung zur Vermeidung von Verflug
  • Verteilung der Geschwistergruppen auf verschiedene Stände

Die Beurteilung der Eigenschaften sollte ausgesprochen kritisch erfolgen und die höchste Punktzahl (4) soll nur selten vergeben werden. Die Eigenschaften Sanftmut und Wabensitz sollten mindestens 5 Mal in der Saison beurteilt werden. Die einjährige Leistungsprüfung bringt wegen der dadurch bedingten Erhöhung der Prüfkapazität (jedes Jahr Prüfung neuer Völker) einen größeren Selektionserfolg als die zweijährige Prüfung.

An die Vatervölker für Belegstellen müssen höchste Anforderungen gestellt werden. Dadurch wird der Zuchtfortschritt in der gesamten Population beschleunigt.

Nach einer ausführlichen Diskussion zu diesem Themenbereich schilderte Zuchtobmann F.-K. Tiesler die Ergebnisse der Zuchtarbeit im zurückliegenden Jahr. Insgesamt wurden die C-Belegeinrichtungen mit 11.021 Königinnen und die Besamungsstellen mit 582 Königinnen beschickt. Das Begattungsergebnis auf den Belegstellen lag bei 74,5%. Für die Inselbelegstellen war es die höchste bisher zu verzeichnende Beschickungszahl mit insgesamt 8.935 Königinnen. Insgesamt wurden Prüfergebnisse von 1.107 Königinnen (nur 1. Leistungsjahr) für die Zuchtwertschätzung eingegeben. Der Durchschnittsertrag aller in Niedersachsen geprüfter Völker lag bei 37,4 kg.

Herrn Frühling und Frau Nahtz gebührt Dank für das Zusammenstellen und die Auswertung der Ergebnisse.

Die Zuchtwerte für alle in Niedersachsen geprüften Königinnen sind im Internet unter www.Bienenzucht.de einlesbar.

Der Züchterpreis für hervorragendes Zuchtmaterial wurde verliehen an:

  • Johann Saathoff aus Ihlow für den Landesverband der Imker Weser-Ems
  • Friedrich Terjung aus Schneverdingen für den Landesverband Hannoverscher Imker

F.-K. Tiesler dankte allen Züchtern, Prüfern, Beleg-und Besamungsstellenleitern sowie Frau I. Müller (Merkmaluntersuchungsstelle) für ihren Einsatz.

Abschließend wurden die Zuchtplanungen 2015 beraten:

  • Drohnenvölker und Betrieb der Beleg- und Besamungsstellen
  • Austausch von Zuchtmaterial
  • Neubesetzung der Prüfstände
  • Umlarvtermine

Gegen 16.00 Uhr konnten F.-K. Tiesler und J. Frühling die gut besuchte Versammlung mit besten Wünschen für die neue Zuchtsaison schließen. LV.

Züchtertagung

Foto: (LV.)

Von links nach rechts:Pim Brascamp, Jürgen Frühling, Prof. Dr. Kaspar Bienefeld, Dr. Friedrich Terjung, Johannes Saathoff, Friedrich-Karl Tiesler, Dr. Alexander Uzunov

Kreisimkerverein Diepholz, Günter Schneider mit der Verdienstmedaille geehrt

Günter SchneiderFür seine langjährigen ehrenamtlichen Aktivitäten bekommt Günter Schneider bei der Versammlung des Kreisimkervereins Diepholz in Nordsulingen die Verdienstmedaille des Landesverbandes Hannoverscher Imker e. V. verliehen.

In seiner Laudatio stellt der Vors. des Landesverbandes, Jürgen Frühling, den imkerlichen Lebenslauf von Günter Schneider vor. Sein Onkel bewirtschaftete 80 Bienenvölker, sodass der Kontakt zu den Honigbienen bereits als Jugendlicher geknüpft wurde. Bereits 1974 begann er mit der eigenen Imkerei. Im Imkerverein Bad Schwalbach in Hessen war er von 1976 bis 1992 Mitglied. In den 1980er Jahren erfolgte ein Umzug nach Niedersachen in den Ort Weyhe-Leeste, wobei die Bienenvölker vorerst noch in Hessen blieben. Durch die berufliche Tätigkeit im Außendienst war das imkern am alten Standort weiter möglich. 1993 erfolgt dann aber auch der Umzug der Bienenvölker und der Start der Mitgliedschaft im Imkerverein Syke-Bassum. Sein besonderer Einsatz waren Führungen von Schulklassen, vieler Besuchergruppen anderer Vereine und die Ferienkinder. Von 2000-2012 fand jedes Jahr ein Tag der „offenen Tür“ auf seinem Grundstück statt. Seit 2005 er im Kreisimkerverein Obmann für Bienengesundheit und erstellte entsprechende Dateien über die Imkereien im Landkreis. Besonderes Augenmerk richtete er auf die Aus- und Weiterbildung der Bienen-Seuchen-Sachverständigen. In der Zeit seiner Tätigkeit für die Jungimkerschulung bildete er bislang 122 Imkerinnen und Imker aus. Im Jahre 2009 entstand auf seinem Grundstück ein Imkermuseum. LV.

Günter Schneider

Foto: LV.

Von links nach rechts: Guido Eich, Jürgen Frühling, Günter Schneider, Werner Warneke

Ministerempfang am 28.04.2014

Ministerempfang 2014Am 28.April 2014 fand im Hotel Niedersachsenhof in Verden der Ministerempfang für die Imkerinnen und Imkern der niedersächsischen Landesverbände Hannover und Weser-Ems und die Kleintierzüchter statt. Es handelt sich um einen Gedanken und Informationsaustausch mit langer Tradition, zu dem Christian Meyer in seiner Funktion als Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen geladen hatte. Minister Meyer hob die gute Zusammenarbeit 

zwischen dem Ministerium und den Landesverbänden hervor. Er sprach die Hoffnung aus, dass die neu aufgelegten Blühstreifenprogramme für die Länder Niedersachsen und Bremen regen Anklang bei den Landwirten finden und vor allem auch die Imker davon profitieren werden. Er bedankte sich für die geleistet Arbeit der Verbände und wünscht sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit.Der Landesverbandsvorsitzende Jürgen Frühling stellte das Blühstreifenprogramm als sehr positiven Beitrag für die Imker in Niedersachsen/Bremen heraus. Dabei favorisiert er jedoch zur Sicherstellung der Funktion auch als späte Trachtquelle die einjährige Form des Blühstreifens. Des Weiteren wünscht er sich eine Etablierung des Programms vor allem auch in ackerbaulich bevorzugten Regionen mit hoher Bodengüte. Dort haben die Bienen nach der ggf. vorhandenen Haupttracht einen schweren Stand vor allem die Pollenversorgung für die Aufzucht der Winterbienen sicherzustellen. In welchem Umfang die Flächen bei der Erfüllung der Greeningverpflichtung der landwirtschaftlichen Betriebe berücksichtigt werden, steht noch nicht genau fest.

Sehr erfreut zeigte sich Jürgen Frühling auch über die zwischen den beiden Landesverbänden der Imker in Niedersachsen und der niedersächsischen Landesforstverwaltung ausgehandelten Erklärung zur Aufstellung von Bienenvölkern in den Landesforsten. Sie stellt eine sehr gute Grundlage für die Wahrung der Interessen der Forstwirtschaft und der Imker dar.

Dass die Etablierung von Bienenvölkern in einigen Städten nicht immer problemlos ist, zeigt sich an Beispielen in Celle und Salzgitter. Dort haben örtliche Imker allein durch das Aufstellen von Bienenvölkern massive Schwierigkeiten mit den zuständigen Bauämtern bekommen. In Celle ist der Fall zwischenzeitlich zugunsten des Imkers entschieden worden.

Im Bereich der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln vor allem in blühende Bestände begrüßt der Vorsitzende ausdrücklich die Entwicklungsarbeit in Richtung tiefer hängender Düsen für Behandlungen in Raps.

Dr. Werner von der Ohe vom Bieneninstitut Celle hebt in seinem Beitrag noch einmal den positiven Effekt von Blühstreifen für Bienen hervor. Dieser wurden auch in Forschungsprojekten belegt. Des Weiteren spricht er sich noch einmal sehr deutlich für die Verlegung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln außerhalb der Hauptflugzeit der Bienen aus um mögliche Kontaminationen zu minimieren. Detlef Doehring

Ministerempfang 2014

Foto: (Landesverband)

Von links nach rechts:Dr. Johanne Waßmuth, Hartmut Mannig, Christian Meyer, Renate Schulz-Sandhof,
Jürgen Frühling, Friedrich-Karl Tiesler, Dr. Werner von der Ohe;

Protokoll der Vertreterversammlung am 15. Februar 2014

Protokoll der Vertreterversammlung am 15. Februar 2014 in der „Eventoase“, Wilkenburger Strasse 30, 30519 HannoverGruppenbild Ehrungen

Beginn: 10.05 Uhr Ende: 11.55 Uhr

Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste

Stimmenzahlen: Kreisimkervereine: 20, Imkervereine: 87

Tagesordnung: siehe Einladung


TOP 1: Begrüßung

Herr Dr. Reinhold Hergemöller begrüßt als Vorsitzende des ausrichtenden Kreisimkervereins Hannover die zahlreich erschienenen Mitglieder der Imkervereine, die Gäste und das Jagdhornbläsercorps Calenberg.

Im Anschluss tragen die Jagdhornbläser einige musikalische Stücke zur Einstimmung vor.

 

Der Vorsitzende des Landesverbandes Herr Jürgen Frühling eröffnet und begrüßt hochrangige Gäste und die anwesenden Mitglieder der Imkervereine zur Vertreterversammlung. Er bedankt sich für die Organisation und Gastfreundschaft beim KIV Hannover sowie die musikalische Begleitung durch das Jagdhornbläsercorps Calenberg.

In seiner Ansprache geht er noch einmal auf die Gründung des Verbandes vor 150 Jahren ein und schildert sowohl die gesellschaftliche Entwicklung, wie auch die Entwicklung des Verbandes bis in die heutige Zeit. Im Jubiläumsjahr 2014 ist nahe dem eigentlichen Gründungsdatum am 21.12.2014 eine weitere Veranstaltung zur Würdigung dieses Anlasses geplant.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr feierte der IV Peine ein 100 jähriges Bestehen, sowie die Imkervereine Lehrte, Bodenteich, Börde und Burgwedel-Isernhagen ihr 75 jähriges Vereinsjubiläum.

Das Interesse der Bevölkerung an der Bienenhaltung ist nun bei vielen Menschen geweckt. Vermehrt halten die Bienen in die Städte Einzug. Dies führt dazu. dass verschiedentlich Baubehörden meinen, sie müssten Bienenkästen als Bauwerk einstufen und mit einer entsprechenden Genehmigungspflicht versehen. Diese und andere Stilblüten, die zur Einschränkung der Bienenhaltung führen sollen, gibt es immer wieder und fordert die Wehrhaftigkeit der Imkerorganisationen heraus. Eine Imkerin aus Celle scheute in diesem Zusammenhang auch den Gang vors OVG Lüneburg nicht. Erst kurz vor Zulassung einer Berufung kam es mit der Stadtverwaltung zu einem Vergleich. Eine weitere Stadt, die gegen einen Jungimker vorgehe, sei die Stadt Salzgitter. Andere Städte wie Berlin und Hannover verfolgen den anderen Weg und unterstützen die Imkerei auf Dächern und im öffentlichen Grün. Durch unsere Aufklärungsarbeit hat mittlerweile ein Umdenken in Stadt und Land eingesetzt. Die Verbesserung der Bienenweide ist im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft integriert.

Bevor der Vorsitzende die Ehrengäste begrüßt, bedankt er sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, den Mitarbeitern des LAVES-Instituts für Bienenkunde Celle und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Ministerien und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des Landesverbandes.

Es werden der Vorsitzende des KIV Hannover Dr. Reinhold Hergemöller, Herr Bernd Strauch,

Bürgermeister der Stadt Hannover, Herr Hauke Jagau, Präsident der Region Hannover, Herr Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz, Herr Werner Hilse, Präsident des Niedersächsischen Landvolks, Herr Dr. Ludwig Diekmann Abteilungsleiter bei der LWK Niedersachsen, Herr Peter Maske, Präsident unserer Dachorganisation Deutscher Imkerbund e.V., Herr Dr. Werner v. d. Ohe vom LAVES-Institut für Bienenkunde Celle, Herr Redelf Ennen, langjähriger Vorsitzender des Landesverbandes der Imker Weser-Ems e.V., Frau Anke Last, Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holsteiner und Hamburger Imker e.V. namentlich begrüßt.

 

TOP 2: Grußworte

Die Grußworte beginnen mit Bürgermeister Bernd Strauch, dem es eine besondere Ehre ist anlässlich des 150 jährigen Bestehens des LV sprechen zu dürfen. Gleiches gilt für Regionspräsident Hauke Jagau. Der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Herr Christian Meyer hofft darauf, dass speziell für die Imker in Niedersachsen und Bremen über die NAU- Maßnahmen positive Effekte erzielt werden können. Er wünscht sich dabei eine gute Zusammenarbeit mit der Imkerschaft. Weitere Grußworte folgen vom Präsidenten des Niedersächsischen Landvolks Herrn Werner Hilse und Herrn Dr. Ludwig Diekmann als Vertreter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die die bisherige gute Zusammenarbeit hervorheben und sich weiterhin für eine solche einsetzen werden. Der Präsident des Deutschen Imkerbundes e. V., Herr Peter Maske würdigt in seinem Grußwort die konstruktive inhaltliche Zusammenarbeit mit dem mitgliederstarken LV Hannoverscher Imker. Er lobt ausdrücklich das hohe Engagement, die optimale Fortbildung der Imker und den LV Hannover als Spitzenreiter bei der Verbreitung des DIB Warenzeichens. Als langjähriger ehemaliger Vorsitzender der Imker Weser-Ems e. V. bedankte sich Herr Redelf Ennen beim LV für die vertrauensvolle und fruchtbare Zeit miteinander. Zum Schluss überbringt Frau Xandia Stampe, Redakteurin des Verbandsorgans „Deutsches Bienen Journal“ die Grüße und besten Wünsche des Deutschen Bauernverlages aus Berlin.

 

Der Vorsitzende bedankt sich für die Grußworte und begrüßt weiter Herrn Prof. Dr. Jost Heinrich Dustmann Direktor im Ruhestand des Bieneninstituts Celle, Herrn Gerhardt Fuhrich langjähriger Geschäftsführer des LV, Herr Hans-Heinrich Ehlen ehemaliger Niedersächsischer Landwirtschaftsminister, die Vertreterinnen und Vertreter der Presse, Frau Claudia Leiß, vom Versicherungsmakler des Landesverbandes, Gaede & Glauerdt und die Bienenzuchtausrüster. Außerdem nennt er die Namen der entschuldigten ehrenamtlichen Vertreter.

 

TOP 3: Totengedenken

Der Vorsitzende bittet die Mitglieder der Vertreterversammlung sich zu Ehren der verstorbenen Mitglieder zu erheben und verliest die Namen der im Berichtszeitraum verstorbenen Mitglieder:

 

Kurt Hermann, IV Langenhagen

Ernst-August Behrens, IV Celle-Land

Meinhard Krause, IV Wedemark

Klaus Schröder, IV Harburg-Seevetal und Umgegend gegr. 1895

Karl Stöckmann, IV Salzhausen


Das Jagdhornbläsercorps Calenberg unter Leitung von Christoph Burchard rundet das Totengedenken mit einer musikalischen Einlage ab.


TOP 4: Ehrungen

Der Imkerverein Hannover Süd erhält für das Jahr 2013 sowohl einen Gutschein über 50,- € für den höchsten prozentualen Mitgliederzuwachs als auch für die höchste Anzahl Neubeitritte im Landesverband.

 

Mit der Verdienstmedaille des Landesverbandes werden Herr Siegfried Neske vom IV Langenhagen-Hannover-Land, Werner Könnecke, IV Pattensen und Werner Warneke, IV Sulingen für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.

 

Gruppenbild Ehrungen

TOP 5: Aussprache zu den Jahresberichten

Der Vorsitzende stellt die in den Tagungsunterlagen enthaltenen Berichte der Obleute zur Diskussion. Es gibt keine Fragen oder Anmerkungen zu den Berichten.


TOP 6: Abnahme der Jahresrechnung 2013

Herr Jürgen Frühling stellt die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2013 vor.

Es gibt keine Fragen zur Jahresrechnung.


TOP 7: Entlastung des Vorstandes

Der Vorsitzende gibt bekannt, dass die Kasse des Verbandes am 10.1.2014 in der Geschäftsstelle des Verbandes durch die gewählten Kassenprüfer Herrn Sieghard Haude, IV Cuxhaven und Herrn Siegfrid Neske, IV Langenhagen- Hannover-Land geprüft wurde und bittet Herrn Neske den Prüfungsbericht vorzutragen.

Herr Neske bescheinigt der Geschäftsstelle in seinem Prüfbericht eine ordnungsgemäße Arbeit und bittet danach die stimmberechtigten Mitglieder zur Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung, die einstimmig erteilt wird.


TOP 8: Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2014

Der Haushaltsvoranschlag wird durch den Vorsitzenden Herrn Jürgen Frühling vorgestellt.

In die Planung sind die aktuellen Mitglieder- und Völkerzahlen eingeflossen. Eine Beitragserhöhung ist auch für 2015 nicht vorgesehen. Der Verband verfügt noch über gute Rücklagen und ist daher sicher aufgestellt. Durch die Herausforderungen in den nächsten Jahren kann es sicher einmal zu einer leichten Beitragsanpassung kommen. Der Haushaltsvoranschlag und die Beitragsordnung für 2015 werden bei einer Enthaltung (1 Stimme) einstimmig genehmigt.


TOP 9: Wahlen

Da die Vertreterversammlung im Jahr 2015 vom IV Hessisch-Oldendorf ausgerichtet wird, bittet der Vorsitzende um Vorschläge zur Wahl eines Kassenprüfers aus dem Vereinsgebiet.

Herr Dirk Adomat, IV Hessisch-Oldendorf, wird vorgeschlagen und einstimmig gewählt.


TOP 10: Anträge

Es liegen keine Anträge vor.

 

TOP 11: Mitteilungen, Anfragen

Es wird auf weitere Veranstaltungen im Jahr 2014 hingewiesen.

 

16. März Nordhannoverscher Imkertag in Todtglüsingen

 

18. Oktober Kreiskonferenz in Walsrode

 

21. Dezember Jubiläumsveranstaltung in Hannover


TOP 12: Schlusswort

Der Vorsitzende Herr Jürgen Frühling bedankt sich beim KIV Hannover für die gute Organisation der Vertreterversammlung wünscht allen Teilnehmern einen guten Appetit.

Für das laufende Imkerjahr wünscht er allen Imkern Glück, Gesundheit und volle Honigtöpfe und schließt die Versammlung um 11.55 Uhr.

Nach der Mittagspause wird das Programm durch den Festvortrag fortgesetzt.

Dr. Werner Mühlen, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen referiert zum Thema: „Ökonomie und Ökologie in der Imkerei“.

 

Am Vortag fand traditionsgemäß eine Vorstandssitzung mit einem Empfang beim Bürgermeister der Stadt Hannover, Bernd Strauch im „Neuen Rathaus“ statt.

 

Jürgen Frühling; Vorsitzender Detlef Doehring; Geschäftsführer

Vertreterversammlung 2014

Foto: Doehring

49. Nordhannoverscher Imkertag

NordhannoverÜber 250 Imkerinnen und Imker aus nah und fern waren am 3. Märzsonntag Todtglüsingen gereist. Der ausrichtende Kreisimkerverein Rotenburg hatte hochkarätige Referenten eingeladen.
 
In seinem Grußwort ging der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V:, Jürgen Frühling auf die aktuelle Entwicklung der Mitglieder- und Völkerzahlen ein. Außerdem erläuterte er die verschiedenen Fördermaßnahmen der EU und des Landes Niedersachsen. Verschiedene Agrar-Umweltmaßnahmen seien für 2015 geplant. Insbesondere die Blühstreifen erforderten die gute Zusammenarbeit zwischen Imkerei und Landwirtschaft.

In seinem Eröffnungsreferat setzte sich der Vorsitzende des Kreisimkervereins Rotenburg, Peter Senkpiel kritisch mit der Medienkampagne über das „Bienensterben“ auseinander. Dabei zeigte er auf, wie versucht wurde, das Thema politisch zu instrumentalisieren.

Prof. Dr. Jürgen Tautz von BEEgroup Biozentrum der Universität Würzburg erläuterte, welche Elbstheilungskräfte im Organismus Bienenvolk wirksam sind, die das Überleben der Art über viele Millionen Jahre ermöglichte. Im Anschluss informierte er die Teilnehmer über das pädagogische Konzept des Biozentrums der Uni Würzburg. Mit dem Projekt HOBOS (Honey Bee Online Studies) hat die Universität eine Lernplatform ins Leben gerufen, die sich an Kinder und Jugendliche von 5-15 Jahren wendet. Sie erhalten Einblicke in die Welt der Bienen und werden dabei spielerisch an die Wissenschaft herangeführt.

Mit der Bestäubung von Obstblüten durch Bienen und andere Insekten befasste sich Dr. Wolfram Klein von der Obstbauversuchsanstalt in Jork. Er machte deutlich, dass der Einsatz von Bienenvölkern zur Bestäubung zur Ertragsabsicherung dringend notwendig sei.

Die Vortragsreihe wurde dann am Nachmittag mit einem Beitrag von Dr. Dr. Helmut Horn, dem Leiter des Honiglabors in Hohenheim abgeschlossen. Er ist außerdem Imkermeister und bewirtschaftet 100 Bienenvölker. Sein Vortrag befasste sich sich mit der Vermehrung von Pflanzen durch Bestäubung und die Aufgabe, die die Natur dabei den Honigbienen zugewiesen hat.

Am Rande der Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, eine Verkaufsausstellung zu besuchen und dabei Zubehör für die Imkerei zu erwerben. LV.

Nordhannover

 

Foto: Reinhard Blohm

Von links nach rechts: Prof. Dr. Jürgen Tautz, Peter Senkpiel, Jürgen Frühling, Dr. Wolfram Klein

IV Dannenberg ehrt Mitglieder

Günter Podschull und Heinrich Tiedemann mit der Verdienstmedaille geehrtPodschull Tiedemann

Bei der Mitgliederversammlung am 26. Februar 2014 in Damnatz an der Elbe bekamen Günter Podschull und Heinrich Tiedemann für ihre ehrenamtliche Arbeit die Verdienstmedaille des Landesverbandes Hannoverscher Imker e.V. verliehen.

In seiner Rede stellte Jürgen Frühling die besonderen Verdienste von Günter Podschull und Heinrich Tiedemann vor.

Fachkundige Lehrgänge für Jungimker und über Königinnenzucht führte Günter Podschull regelmäßig durch. In den Imkervereinen Lüneburg und Dannenberg kamen fast 30 Jahre ehrenamtliche Arbeit zusammen. 2 Wahlperioden leitete er davon den Imkerverein Dannenberg als Vorsitzender. Seine aktive Bereicherung der Vereinsarbeit führte zu einem deutlichen Mitgliederzuwachs.

Heinrich Tiedemann aus Neu Darchau führte für den Landesverband über 20 Jahre die Wetterbeobachtung durch, wobei es gilt täglich viele Daten aufzuzeichnen. 9 Jahre war er außerdem Schriftführer des Vereins.

Wilhelm Meyer erhielt die Bronzene Ehrennadel.

Bei den anschließenden Wahlen gab Günter Podschull den Stab an Adalbert Herwicker weiter. LV.

Podschull Tiedemann

Foto: LV.

Von links nach rechts: Jürgen Frühling, Günter Podschull, Renate Schulz-Sandhof, Heinrich Tiedemann, Wilhelm Meyer