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Bienengesundheit |
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Rechtsgrundlagen
BienenseuchenVO
Durchführungs-
bestimmungen
Wandergesetz
Ausführungs-
bestimmungen
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Die
Gesundheit und Entwicklungsfreudigkeit eines Bienenvolkes wird vor
allem durch das Nahrungsangebot, Temperatur und Witterung, Standort,
Beute und Betriebsweise bestimmt. Ein starkes Bienenvolk wird in
aller Regel mit auftretenden Krankheitserregern alleine fertig.
Die Wanderung zur Ausnützung von Trachtmöglichkeiten ist
ein bedeutender Faktor in der Bienenhaltung und hat durch Schaffung
besserer Entwicklungs-möglichkeiten eine gesundheitsfördernde
Bedeutung für die Bienen.
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Die Gefahr einer Infektion wird durch antibiotisch wirkende Substanzen,
einen ausgeprägten Putztrieb und die rasche Generationenfolge
während der Trachtzeit gemindert. Auch in einem gesunden Bienenvolk
können verschiedene Arten von Krankheitserregern nachgewiesen
werden. Der Ausbruch einer Krankheit hängt neben der Abwehrbereitschaft
des Bienenvolkes auch von der Zahl der ansteckungsfähigen Erreger
und ihrer Agressivität ab. Bei der Pflege der Bienenvölker
ist der Imker deshalb bedacht, die Harmonie im Bienenvolk und die
natürlichen Abwehrmechanismen zu fördern.
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Das Nahrungsangebot im Flugkreis des Bienenstandes ist entscheidend
für die Versorgung der Bienenvölker. Wanderungen in gute
Trachtlagen verbessern die Versorgung mit Pollen und Nektar und haben
eine gesundheitsfördernde Wirkung. |
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Voraussetzung für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Bienenvolkes
ist ein junger und einwandfreier Wabenbau. Die Bienen errichten im
Mai und Juni neuen Wabenbau. Etwa 1/3 des Wabenbaus sollte jährlich
erneuert werden. |
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Bei allen Arbeiten am Bienenvolk ist auf Hygiene und Sauberkeit
zu achten. Um Krankheiten bereits im Anfangsstadium zu erkennen,
werden das Bienenvolk und insbesondere die Brut- und Futterwaben
regelmäßig kontrolliert. Futtervorrat, Raumbedarf und
Brutstand sind wichtige Parameter für das Wohlbefinden.
Ein
enger Bienensitz im Frühjar fördert die Volksentwicklung,
in der Schwarmzeit darf das Raumangebot nicht beschränkt werden.
Wichtig ist auch eine regelmäßige Völkerverjüngung
mit Ablegern oder Kunstschwärmen.
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Um eine Ausbreitung und mögliche Einschleppung von Bienenkrankheiten
zu vermeiden, wird nach der Bienenseuchen-Verordnung ein amtliches
Gesundheitszeugnis über die Freiheit der Völker von anzeigepflichtigen
Krankheiten verlangt.
Varroose
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Die Varroamilbe befällt sowohl die Bienenbrut als auch erwachsene
Bienen. Zur Vermehrung legt das Varroaweibchen in eine Brutzelle bis
zu 7 Eier ab. Die jungen Milben schlüpfen und wachsen in der
Brutzelle zu erwachsenen Tieren heran. Sie saugen an der Bienenbrut
und schädigen besonders die Arbeiterinnenbrut. |
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Mit dem Schlupf der Jungbiene verlassen auch die Varroa-Milben die
Brutzelle. Sie suchen alsbald wieder eine neue verdeckelungsreife
Brutzelle zur weiteren Vermehrung auf. So folgt im Laufe der Brutperiode
eine Varroageneration der anderen.
Die
Verbreitung der Varroa-Milbe erfolgt meist durch Räuberei und
den Verflug von Bienen und Drohnen. Auf den Bienen sitzende Milben
gelangen so in nicht befallene Völker. Der Varroabesatz in
den Völker kann durch den Bienenzuflug vor allem im Spätsommer
und Herbst beträchtlich vermehrt werden.
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Voraussetzung einer erfolgreichen Bekämpfung der Varroose ist
die rechtzeitige Erkennung des Befalls. Die Gemülluntersuchung
gibt wichtige Hinweise auf den Befallsgrad. Auf einer gittergeschützten
Unterlage können abfallende Milben gesammelt und ausgezählt
werden. Gefährlich für die Bienenvölker wird der Parasit,
wenn im Juli mehr als 5 Milben pro Tag und im Oktober/November mehr
als 0,5 Milben pro Tag abfallen. Dann ist die Behandlung mit einem
Medikament angezeigt. |
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Biotechnische Maßnahmen in der Betriebsweise bremsen die Varroavermehrung.
Die Jungvolkbildung, die Entnahme verdeckelter Drohnenbrut oder
die Brutbeschränkung auf "Bannwaben" unterstützen
wirksam die Bekämpfung der Varroamilbe. Besonders geeignet
für die Bekämpfung der Varroa-Milbe im August/September
nach der Honigernte ist die Ameisensäure. Zu diesem Zeitpunkt
werden die Winterbienen aufgezogen, die im nächsten Frühjahr
die erste Brut pflegen. Wenn die Bienenvölker brutfrei sind,
kann die Varroa-Milbe mit organischen Säuren wie Milch- oder
Oxalsäure oder systemisch wirkenden Medikamenten bekämpft
werden. Damit bereits behandelte, varroafreie Völker nicht
der Gefahr einer Reinvasion ausgesetzt werden, ist eine flächendeckende
Varroabekämpfung notwendig.
Amerikanische Faulbrut
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Amerikanische Faulbrut (AFB) gehört zu den Brutkrankheiten. Der
Erreger ist das Bakterium "Paenibacillus larvae", das als
Dauerform Sporen bildet. Die Sporen können Jahrzehnte überdauern
und bleiben Infektiös. Wenn eine Larve in den ersten Lebenstagen
Sporen aufnimmt, keimen die Bakteriensporen in der Larve aus und vermehren
sich. |
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Aufgrund der Vermehrung des Bakteriums sterben die Larven ab. Übrig
bleibt eine bräunliche Masse, die eintrocknet und einen Schorf
mit vielen Millionen neuer Sporen bildet. Die erwachsenen Bienen
werden nicht angesteckt, für den Menschen ist das Bakterium
völlig ungefährlich. Da
die AFB sehr ansteckend ist und sich durch den Bienenflug oder den
Transport der Bienenvölker schnell ausbreiten kann, ist die
Krankheit als Bienenseuche eingestuft und der Verdacht nach der
Bienenseuchen-Verordnung Anzeigepflichtig.
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In Niedersachsen wird erfolgreich ein Messpunkt-Monitoring der Amerikanischen
Faulbrut per Sporennachweis in Futterkranzproben in fast allen Kreisimkervereinen
durchgeführt. Auf diese Weise können befallene Bienenstände
frühzeitig erkannt und saniert werden. |
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Landesverband
Hannoverscher Imker e.V.
© 2009
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